Avencast ist kein neuer Diabloclon, wie manche vor der Demo vermuteten, sondern geht in vielen Punkten einen ganz anderen Weg. Story, Figuren und der Spielanfang in der Demo erinnern ein wenig an Harry Potter. Die Kampfsteuerung ist eine der Besonderheiten, man kann Zauber entweder über Kurztaste oder über eine Kombo aus WASD und Maus auslösen, was ganz gut klappt und nach kurzer Eingewöhnungszeit gehen die Kombos recht gut und schnell von der Hand. Rüstungen absorbieren Schaden, während man zum Ausweichen mit WASD Rollen ausführt oder bei Seite tritt. Die Charakterentwicklungsmöglichkeiten sind, wie der Titel schon sagt auf Zauberei beschränkt und bieten eine Mischung aus Fernkampfzaubern, Beschwörungen und magische Spezialangriffe. Als Attribute lassen sich Lebensenergie, Mana und der Schaden der zwei verschiedenen Kampfmagieschulen steigern. Nebenbei läßt sich der Charakter ala Diablo mit verschiedenen Gegenständen aufrüsten. Beutefunde beschränken sich in der Demo zumindest eher auf Gold, das bei einem herbeirufbaren Gnom ausgegeben werden darf, während man auf Gegenstände seltener stößt.
Die Grafik ist sicher nicht überragend, aber stimmungsvoll und passend, vorallem wenn gezaubert wird, für den Einleitungsfilm gilt das gleiche.
Die Gegner sind nicht immer dumm, sie weichen langsamen Zaubern aus und sind im Fernkampf gefährlich, wenn man sich für die mittlere Schwierigkeit entscheidet. Im Gegensatz zu vielen Actionrollenspielen wartet Avencast mit teils schon in der Demo knackigen, aber auch leichteren Rätseln auf.
Avencast ist ein Erstlingswerk, das ein actionreiches, innovatives Kämpfssystem mit mentären Rollenspiel und anspruchsvollen Adventure- einlagen kombiniert, die sich teils nur umständlich lösen lassen.
Mir gefällt die Präsentation, das Kämpfen und Zaubern, während mich das
Rätseln weniger begeisterte.
Wer gerne gut gesteuert kämpft und auch gerne rätselt sollte es sich mal an anschauen.