Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Psych-Pop, 26. April 2009
Die Verrückten sind zurück! Die notorischen Chartverweigerer aus Wales! Die Produktivität bei den Animals ist hoch. Es ist immerhin schon das neunte Album in der Bandgeschichte. Bei allem Humor, den sie an den Tag legen, sollte man die Animals durchaus ernst nehmen. Hochbegabt wie sie sind, spielen sie sämtliche Franz Ferdinands dieser Popwelt locker an die Wand. Ideenreich wandeln sie zwischen Madchester, Psych-Pop, Disco, Country und Glamrock. Parodieren die Animals hier die Beach Boys oder Beatles zu besten Sgt. Peppers Zeiten? Keyboards speien Blasen aus, die umherschwirren, Bässe wabern vor sich hin. Die Texte voll von paradoxen Anspielungen werden in stotterndem Kauderwelsh dargeboten. Auf Mt. ertönt ein himmlischer Folkchor zu fröhlich schüttelnden Gitarren. Moped Eyes verblüfft mit der kalkulierten Raffinesse der Talking Heads und Brian Eno. Im Gegensatz zum Vorgänger Hey Venus verzichten die Animals jedoch auf größeren künstlichen Schnickschnack. Das Album hat wieder mehr den Klang einer live eingespielten Aufnahme. Die erste Single Inaugural Trams ist bester Sommer-Krautrock-Jam im Kraftwerkstil mit einem Gastauftritt von Nick McCarthy und träumt eine verspinnte Utopie von der ultimativen Schadstoffreduzierung mittels synchron den Kopf wippenden Fahrgästen einer Straßenbahn. Spätestens mit einem Blick auf das Cover dürfte klar werden, auf diesem Album treffen animierte Fantasien auf groovende Rhythmen, gängige Riffs und stolpernde Harmonien. Hört man Cardiff In The Sun kann man den Sonnenbrand förmlich auf der Haut spüren. Ein gepflegter 8-minütiger Müßiggang in schönsten Hochsommerzeiten. The Very Best Of Neil Diamond ist der experimentellste Track auf dem Album, so gar nicht zu Neil Diamond passend mit indischem Flair. Da erinnert vieles an George Harrisons Sitarspiel auf Revolver. Pric beschließt den Reigen mit hypnotisierenden Electroklängen. Ein ausschweifendes Album. Die SFA leben sich wieder mal so richtig aus und nehmen den Hörer auf einen witzigen Trip mit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sympathische Wirrköpfe, 14. Mai 2009
Klar ist das faszinierend und unterhaltsam, wie hier bei ,crazy naked girls' aus einer früh 90er Prince tanznummer plötzlich ein Led Zeppelin jam wird, oder wie bei Mt. ungehemmt dem Glamrock gefröhnt wird; oder bei ,Cardiff In The Sun' und ,The very best of Neil Diamond' (bekommt von mir übrigens das goldene Verdienstkreuz für den witzigsten Songtitel 2009) die frühen Pink Floyd mit den Beach Boys verheiratet werden, ,White Socks' als Liebeserklärung an die Beatles durchgeht, und sich mit ,Helium Hearts' ein astreines Stück guten 80er Jahre Pops anfindet, aber bei all den vielen Ideen und der überbordenden Kreativität geht halt auch die Konsistenz flöten. Im Klartext: dieses SFA Album hat das gleiche Problem wie alle davor auch - sie stehen sich einfach selbst im Weg, weil dieses Ding zu vollgepackt ist, als dass man als Hörer davon emotional gepackt werden könnte. Trotzdem: so einen song wie ,Helium Hearts' muß man erst mal schreiben können. Aber sie sollten sich halt endlich mal zu Herzen nehmen, dass weniger oft mehr ist.
Vier Sterne weil das alles ja schon auf sehr hohem Niveau ist (auch songwriterisch).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Dark Days seem Light Years away", 24. April 2009
Genauso lautet das Motto dieser Platte. Mit einer geradezu unerhörten sowie extrem ansteckenden Lässigkeit erhebt sich die Musik und mit ihr der Zuhörer über sogenannte "Alltagsprobleme" hinweg hinein in eine Welt, in der Entspannung die Voraussetzung ist. Wer lässt sich da noch irre machen von irgendwelchen Wirtschaftskrisen und anderen Unenspanntheiten? Lieber mal gucken, wozu uns der liebe Gott 5 Sinne verliehen hat: Anleitung dazu gibts im Song "Helium Hearts". Oder wir beamen uns mit "The Very Best Of Neil Diamond" in ein Parallel-Universum, wo der Himmel voller seltsamer türkischer Saiteninstrumente hängt. Oder wir fahren mit einer psychedelischen Straßenbahn, deren Schienennetz sich auf deinem Gesicht befindet ("Inaugural Trams"). Oder wir starren bei "Cardiff in the Sun", bis unsere Haare in Flammen stehen. Oder wir rühmen uns, den höchsten "Mountain" der Welt bezwungen zu haben, während wir kichernd entdecken, daß es ja doch nur ein Maulwurfshügel war. Oder wir starren solange das Cover-Artwork an, bis wir so crazy sind, daß wir mit einer Bande von "Crazy Naked Girls" auf ihren verführerischen "Moped Eyes" gen Himmel fahren.
Sie sehen also, meine Damen und Herren, es liegt ganz an uns, ob wir weiterhin in den "Dark Days" unseres Alltags herumkriechen oder uns in die "Light Years" einer menschenwürdigen Existenz erheben wollen. Dieses Album sei als Anleitung dazu empfohlen.
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