Reggae Fusion bezeichnet die Verknüpfung unterschiedlicher Musikrichtung mit dem typischen Reggaesound und erlangt über die letzten 15 Jahre größere Bekanntheit. Verantwortlich dafür Bands wie "UB 40", sowie Solokünstler namens Shaggy, Beenie Man oder zuletzt Sean Kingston. Ob Pop, Rock, Elektro oder Hip Hop - die jamaikanischen Klänge scheinen universal verwendbar. Matisyahu (oder mit bürgerlichem Namen Matthew Paul Miller) mag mit seiner weißen Hautfarbe, dem Rauschebart und der jüdischen Herkunft eigentlich so gar nicht in das Bild der typischen Rasta Roots passen. Doch genau diese Wurzeln haben in seiner Musik ein festes Zuhause. Mit der Veröffentlichung seines Debütalbums "Shake Off the Dust... Arise" (2004) auch erstmals in einer messbaren Größe. Die Single "King without a crown" der kommerzielle Durchbruch vom 2 Jahre später erscheinenden Nachfolger "Youth".
Nun folgt "Light", welches sich wesentlich breiteren Einflüssen stellt und dabei eine ansprechenden Fusion aus Pop, Hip Hop, Dub und Rock Elementen abgibt. So sind z.B. die beiden Opener "Smash lies" und "We will walk" auffallend elektronisch ausgerichtet, während Songs wie "Motivate", "On nature" oder "So hi so lo" auf den Spuren von "Sublime" und "311" wandeln. (Alternative) Gitarrenklänge spielen in seiner Musik eine durchaus bemerkenswerte Rolle. Vergleichsweise traditionell sind dann eher Tracks wie die erste Single "One day", "I will be light" und "Thunder" angelegt. Matisyahu beugt sich ungern bekannten Stilmustern und stellt die Erfahrung von Gefühlen und Ideen in den Vordergrund. Auf Album Nummer 3 funktioniert dieses Experiment fast ohne Ausfälle. So abwechslungsreich war Reggae selten.
Anspieltipps: "Smash lies", "Motivate" und "Struggla"