Ja da ist sie nun, die lang erwartete und herbei gesehnte neue Scheibe von Revelation Theory, neuerdings ja nur noch kurz Rev Theory.
Gibt's 'ne Überraschung? Nicht wirklich, nur haben sie den Wechsel von ruhigeren zu schnelleren Passagen jetzt weniger in den einzelnen Songs, wie es noch auf der "Truth Is Currency" der Fall war, sondern verlagern sich auf das verbreitete Muster die Songs jeweils etwas härter zu machen und einige ruhigere, fast balladöse Stücke einzubringen.
Wer jetzt meint, dass da etwas Individualität verloren gegangen ist, liegt nicht ganz falsch, Rev Theory klingen etwas verwechselbarer, aber nicht unbedingt schlechter.
Insgesamt sind die Stücke jedoch ein bischen härter geworden, nicht unbedingt schneller, spielen sich aber doch direkt mit melodiöser Power und lautem, aber nicht kreischendem Gesang eingängig ins Ohr.
Sänger Rich Luzzi schafft wieder die hervorragende Gradwanderung zwischen melodischem Gesang und gleichzeitigem lautstarkem vokalen Gefühlsausbruch, dass einem immer wieder Schauer über den Rücken jagen.
Absoluten Ohrwurmfaktor hat da gleich der Opener "Hell Yeah", der einen trotz Textunkenntnis direkt zum Mitsingen animiert, mit "Broken Bones" wird's beim vierten Titel etwas ruhiger und auch Nummer sieben "Ten Years" könnte man im Vergleich zu den anderen Stücken schon eher als Ballade bezeichnen.
"Wanted Man" ist an sechster Stelle der zweite Song, der zum Ohrwurm taugt, und "Falling Down" bläst einem dann beim achten Stück auch den letzten Rest Ohrenschmalz aus den Gehörgängen. Ein Stück zum Abhüpfen.
Zu guter letzt gibt es beim zehnten Titel, dem wie beim Vorgänger ebenfalls letzten Stück, für alle nochmal ein Stück nach dem Strickmuster der ersten CD, mit ruhigeren Strophen und härterem Refrain.
Alles in allem ein gelungenes zweites Studioalbum ohne echte Schwächen und mit einigen kleinen Highlights, das sich durchaus zum Dauerbrenner im CD-Player entwickeln kann.