Aus der Amazon.de-Redaktion
Das klingt nicht sonderlich originell, passt aber eigentlich auch zu einem Film, der wie Frankensteins Monster zusammengeflickt erscheint. Der Film rauscht von einer frenetischen Kampfszene zur nächsten, wobei Sinn durch Spektakel ersetzt wird. Nemos Unterseeboot erhebt sich aus dem Wasser, eine Lagerhalle voller Zeppeline bricht in Flammen aus, Venedig stürzt in sich zusammen -- alles wirkt irgendwie zusammenhanglos und dennoch protzig. Die Anhänger des zugrunde liegenden Comics werden jedoch wahrscheinlich enttäuscht sein. Weitere Hauptdarsteller neben Sean Connery sind Peta Wilson, Shane West, Stuart Townsend, Richard Roxburgh und Jason Flemyng. --Bret Fetzer
Kurzbeschreibung
Movieman.de
Bild: Grandioser Abtastung, die natürlich besonders in den durchgehend Computer-animierten Sequenzen, wie der sehr langen virtuellen Kamerafahrt durch die Produktionshallen bei 01.16.00. absolut perfekte Bildwerte aufweist. Aber auch die Realszenen und die Real-Digital-Kombinationsszenen sind allerbestens gemastert. Manchmal sogar ein wenig zu gut, so dass die digital animierten Bildinhalte zu offensichtlich als solche erkennbar werden, etwa bei den verschiedenen Städte-Totalen, die Paris, London oder Venedig darstellen sollen. Diese wirken dann unübersehbar künstlich. Das Bild bleibt immer detailstabil, auch bei schnellen oder langsamen Kamerabewegungen und die Abbildung von Rauch, die gewöhnlich zu ausgeprägten Artefakten reizt, bleibt die DVD fehlerlos (01.00.00). Die überwiegend düster gehaltene Optik beweist Tiefen-Präsenz wegen des perfekt tarierten Kontrastes und die Farben sind exakt wie in der Kinofassung.
Ton: Wehrlos gegen die akustischen Präzision muß hier für alle Tonspuren die Höchstnote vergeben werden. Das Sounddesign ist schlicht perfekt, sogar die deutschen Stimmen sind so authentisch in das akustischen Geschehen eingewoben, wie in der Originalversion. Die DTS-Spur ist dabei sogar noch einen Hauch feinsinniger in der Frequenz-Splittung und liefert ein noch harmonischeres tonales Umgebungsfeld. Hierbei kommt auch die Musikmischung des Orchester-Scores zu einer durchsichtigen und absolut klaren Wiederageb, die die Orchestrierung durch klangreine und ortbare Abbildung jeder Instrumentengruppe spiegelt (01.16.10). Voll-dynamisch und sensibel angelegt zugleich. --movieman.de
VideoMarkt
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Blickpunkt: Film
Es ist kein Geheimnis, dass Connery, der auch als ausführender Produzent auftritt, und Regisseur Stephen Norrington ('Blade') diverse Meinungsverschiedenheiten hatten. So fehlt der Verfilmung der ausgesprochen vielversprechenden Vorlage trotz zahlloser aufwändiger Effekte, Explosionen und aller Pracht der Ausstattung bisweilen Format und Esprit des Comics. Das macht sich bereits beim Prolog bemerkbar, in dem der maskierte Bösewicht The Fantom eingeführt wird. Mit Hilfe seiner modernen Waffentechnologie, aber ohne viel Suspense, stiftet er in London und Berlin Unheil, um damit die beiden Nationen gegeneinander aufzuhetzen. Daraufhin wird der Afrika-Abenteurer Quartermain (Connery gewohnt kompetent und krustig-lustig in der Rolle des 'Indiana Jones'-Vorvaters, die auch schon von Richard Chamberlain übernommen wurde) von M (Richard Roxburgh) rekrutiert, dem Übeltäter im Auftrag der Königin das Handwerk zu legen.
Mit von der Partie sind des weiteren der visionäre Nautilus-Kapitän Nemo (Naseeruddin Shah aus 'Monsoon Wedding'), der ewig junge und unverletzliche Dorian Gray (Stuart Townsend aus 'Königin der Verdammten'), die Wissenschaftlerin und Vampirbraut Mina Harker (Peta Wilson aus der TV-Serie 'Nikita'), der unsichtbare Mann Rodney Skinner (Tony Curran aus 'Blade II'), der amerikanische Secret-Service-Agent Tom Sawyer (Shane West) und Dr. Jekyll bzw. Mr. Hyde (Jason Flemyng macht dank aufgeblasener Effekte dem 'Hulk' wutschnaubende Konkurrenz). In der Nautilus (die hier wesentlich schnittiger und bombastischer als in '20.000 Meilen unter dem Meer' ausfällt) begibt sich die Liga nach Venedig, wo das Fantom die Stadt mit einer Sprengstoffkettenreaktion in Schutt und Asche legen will. Unterwegs stellt sich heraus, dass sich ein Verräter unter den neuen Gefährten befinden muss. Dennoch können sie den Plan des Fantoms vereiteln. In seinem Waffenherstellungs-Hauptquartier in der verschneiten Mongolei kommt es zum feurigen Finale.
Eine Figur nach der anderen darf zumeist mit Hilfe von Computereffekten ihre jeweilige außergewöhnliche Fähigkeit unter Beweis stellen, worauf sich auch die Charakterisierung beschränkt. Das ist bisweilen ausreichend, denn Norrington versieht die entsprechenden Fähigkeiten mit einem verblüffenden Sinn für atemberaubende visuelle Gestaltung. Allerdings wäre es hilfreich gewesen, einen Bösewicht von Format zu entwickeln. Weil das Fantom aber durchschaubar und nicht übermäßig furchterregend ist, bleibt ein Vakuum für einen würdigen Gegenspieler - und damit auch ein gewisser Mangel an Spannung.
Humor wird mit einigen witzigen Onelinern erzeugt, die die verborgene Klasse dieses pompösen Spektakel verdeutlichen. Die düster-unterbelichteten und mit größter Sorgfalt errichteten Sets von London und Venedig evozieren gekonnt atmosphärisches Comic-Flair, während Kapitän Nemos Bart wohl einem Kostümball entliehen ist. Um eine Posse handelt es sich hier trotz mancher Unausgewogenheit nicht: 'Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen' bietet allemal außergewöhnliche Kinomomente. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Ende des 19. Jahrhunderts. "Das Phantom", ein maskierter Größenwahnsinniger, verfolgt einen teuflischen Plan: Ein Krieg soll die ganze Welt in Schutt und Asche legen. Um das zu verhindern, engagiert der britische Geheimdienst keinen Geringeren als den Abenteurer Allan Quatermain. Bei der Jagd auf das Phantom unterstützen ihn sechs außergewöhnliche Charaktere - darunter der furchtlose Tom Sawyer, Doktor Jekyll mit seinem rasenden Alter Ego Mister Hyde und die schöne Mina Harker, einst Opfer von Graf Dracula. Nur wenn es den sieben Einzelkämpfer gelingt, ihre Fähigkeiten für ihre Mission gemeinsam einzusetzen, können sie das Phantom besiegen. Das Spiel beginnt...