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Lift Your Skinny Fists Like An [Doppel-CD]

Godspeed You! Black Emperor Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Musik

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Produktinformation

  • Audio CD (9. Oktober 2000)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Kranky (Indigo)
  • ASIN: B00004ZC45
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 968.781 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Storm
2. Static
Disk: 2
1. Sleep
2. Like Antennas To Heaven...

Produktbeschreibungen

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1994 gründeten sich Godspeed You Black Emperor! in der kanadischen Stadt Quebec, mittlerweile sind sie nach Montreal umgesiedelt. Von Anfang an aber passte die vielköpfige, nach einer japanischen Motorrad-Gang benannte Gruppe in kein gewohntes Schema der Pop-Kultur. Interviews sind rar, Werbung in eigener Sache auf ein Minimum reduziert. Trotzdem konnten Godspeed es nicht verhindern, eine Kult-Band des Gitarren-Underground zu werden.

Dabei mussten Fans und Neugierige immer wieder lange warten, um die beiden Platten f#a# undSlow Riot For New Zero Kanada zu erhalten, denn die liebevoll und üppig aufgemachten LPs und CDs wurden in Handarbeit gefertigt. Trotzdem verkauften sich fast 50.000 Einheiten und zu Konzerten kommen schon mal 3.000 Menschen. "Die letzte große Band des ausgehenden Jahrtausend" nannte sie die englische Musikzeitschrift NME und die Plattenfirmen wurden aufmerksam. Godspeed aber halten sich von den Mühlrädern der Pop-Industrie fern, sie investieren ihre Kraft lieber in unzählige Konzerte und ihre Musik -- großartige, kaum zu greifende Musik.

Mit unzähligen Gitarren, Streichern und Drums bauen GYBE gewaltige Wall Of Sounds auf, deren Massivität insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn der Verstärker zu kollabieren droht. Stürzen die Klangwälle ein, so erschlagenen die Teile nicht, sondern drücken sanft zu Boden. Nun erhält die ohrenbetäubende Lautstärke ihre zweite Bedeutung: Es bleibt kein Trümmerfeld zurück, sondern auch die immer wieder folgenden Ruhepassagen mit kammermusikähnlichen, nachdenklichen, fast traurigen Instrumentierungen werden verstärkt. So ist es kaum möglich, sich dieser Umklammerung zu entziehen. Godspeed verfolgen dieses dramaturgische Konzept der meist sehr langen Songs ähnlich wie ihre schottischen Freunde Mogwai schon lange. Ausgereizt aber scheint es nicht.

So kommt es in den 88 Minuten, die auf vier Stücke und zwei CDs verteilt sind, nie zu Ermüdungserscheinungen. Das Gegenteil ist der Fall. Durch den komplexen, vielschichtigen Aufbau, die immer wieder wechselnden Stimmungen, fehlenden Hooklines und Tempoverlagerungen verliert sich das Gefühl für Wiedererkennungsmomente. Alles ist immer Instrumentalsound mit Geräusch- und Worteinspielungen. Der Hörer befindet sich irgendwo dazwischen, eine Flucht ist zwecklos. Was für Musik! --Sven Niechziol


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wohl beste GY!BE-Platte 27. Oktober 2007
Von GY!BE-Fan
Format:Audio CD
Godspeed You! Black Emperor.
Für die einen langweilig und verzichtbar, für die anderen (und das dürfte den Grossteil ausmachen) sowieso nicht bekannt. Zugegeben, auch ich würde die Band nicht kennen, wäre da der Film 28 days later nicht gewesen. Beim ersten Mal "East Hastings" empfand ich zumindest den Mittelteil als gut, den Rest fand ich überflüssig. Beim zweiten, dritten und vierten Mal konnte ich mit den anderen, sphärischen Songteilen immer noch nichts anfangen. Erst etwa beim zehnten Mal begann ich langsam zu verstehen, dass da mehr als nur Melodien waren. Es waren Gedanken, vertonte Gefühle, Hörbücher.
So erging es mir auch mit dieser CD.
Lift yr. skinny fists like antennas to heaven. Storm, Static, Sleep. Schon die Titel liessen mich Grosses vermuten, als ich mir die CD das erste Mal anhörte. Und das wurde bestätigt. Diese Musik ist gross, riesengross. Man kann sie nicht mit einmaligem Hören schlucken. Aber wenn man sie erst einmal geschluckt hat, kriegt man sie nicht mehr so schnell aus dem Magen heraus. Auf dieser CD ist das Musikergespann meiner Meinung nach puren "Gefühlsessenzen" noch ein Stückchen näher als auf den anderen Werken.

Das geht so weit, dass man z.B. bei "Storm" glaubt, eine Gitarre vor Freude schreien zu hören. Na ja, das hört sich vielleicht lächerlich an, aber das ist es, was einem durch den Kopf gehen kann, wenn man den ersten Part hört. Auf die Freude folgt im selben Stück eine elegante, erhabene Ruhe, die sich in einem breit macht. Bis zu dem Moment, in dem die Schlagzeuge wieder einsetzen und schliesslich das Ganze, einer Dampflokomitive gleich, zum Stehen kommt. Sowas ist einfach einzigartig und muss man einfach gehört haben.

"Static" ist das wohl einheitlichste Stück von GY!BE. Hier herrscht die ganze Zeit über vorallem ein Gefühl vor: Mystik. Sie verstärkt sich mehr und mehr und kommt schliesslich nach einer Priesterrede über Gott und die Welt ("When you see the face of God, you will die, and there will be nothing left in you..." Fantastisch. Die Worte spuken mir immer wieder durch den Kopf) zu einem Höhepunkt, wenn die Geigen und Gitarren sich im ständig wiederholenden Motiv ergänzen. Das Stück endet mit unheimlichen, dröhnenden Geräuschen, bei denen man sich alle Fragen, die das Stück aufgeworfen hat, durch den Kopf gehen lässt. Und man kann zu 99,99% Prozent sicher sein, dass es tiefschürfende Fragen sein werden, vielleicht über den Sinn des Lebens, vielleicht über Gott...wer weiss. Einer der der am meisten avantgardistisch angehauchten Teile der CD. Wie schon am Anfang erwähnt, sind es beim ersten Anhören vorallem diese Teile, die langweilen können, was sich aber im Verlauf gut ändern kann.

"Sleep" ist sozusagen die Vertonung von Nostalgie. Ein treffenderes Wort lässt sich kaum finden. Einmal betrübt über vergangene, schöne Zeiten nachdenken - Sleep ist die richtige Wahl. Auch hier konnte ich, wie bei vielen Godspeed-Songs, mit einigen Elementen zunächst überhaupt nichts anfangen, zum Beispiel mit der heulenden Gitarre in der Mitte. Sie ist nach dem fünften Anhören nicht mehr aus dem Stück wegzudenken und sogar zu meinem Liebling geworden.

"Antennas to Heaven", der abschliessende Song, ist der wohl schwächste der CD, aber immer noch höchst interessant. Das Gefühl, das er vermittelt, kann ich dagegen nicht beschreiben, es ist mir unbekannt. Aber wieder macht man sich dabei Gedanken um Gott...und darüber, dass diese Platte ihren Namen redlich verdient hat.

Ein nicht-GY!BE-Hörer wird sich nun vielleicht fragen: wie soll ich mir diese Musik vorstellen? Ganz einfach: ohne mindestens einmal gehört haben geht das nicht. Rein von der Bewegung her mit ihren verschiedenen Teilen sind die Stücke vielleicht am ehesten mit den frühen Pink Floyd (wohlgemerkt ohne überflüssigen Gesang) zu vergleichen ("Echoes"). Aber dennoch: GY!BE sind anders, sind einzigartig, sogar im Post-Rock-Bereich. Statt psychedelische Geräusche und "groovige" Gitarrensoli gibt es hier ganze, sich jeweils über 20 min. erstreckende Einheiten, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Streicher, Bläser, Klavier, Gitarren, alles bildet ein grosses Ganzes, das man erst versteht, wenn man tief hineinsinkt.
Live hüpft übrigens niemand auf der Bühne herum. Sie spielen teils mit geschlossenen Augen (!). Noch ein Pluspunkt für die Band. KAUFEN!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dröhn! 10. Januar 2001
Format:Audio CD
Oh Mann....nachdem die Zeichen in Sachen "Popmusik anders" auf Low-Fi und möglichst schrottige Produktion, müden Sängern und dabei - zugegeben - oft genial sparsamen Songs gestanden hatten - nun das! Gut, das alles ist vielleicht etwas "artsy", die komischen Namen und Bilder und den Bandnamen kann man auch nur ganz klein lesen, abgesehen davon regiert die pure Schönheit. Und zwar im Sinne von Talk Talks "Laughing Stock": wenn ein Klang großartig ist, warum soll man ihn gleich verlassen und nicht ein paar Minuten gebührend feiern?! Das alles hat nur wenig mit Artrockbombast zu tun, dafür findet man ein ganzes Kompendium großartiger Gitarrenklänge. Mut zu Echobox und Hall! Aus der neuen Godspeed ließen sich bequem ein paar Platten von Sigur Rós kochen, hier wird halt auf die lästigen Songs verzichtet ;-) "Wir ham Zeit", scheinen die Stücke zu sagen, und die nehme ich mir auch gerne!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik/Kunst zum dahinschweben 3. August 2003
Von WhosLain
Format:Audio CD
Godspeed You! Black Emperor galten schon seit anbeginn ihrer machenschaften als großer Geheimtip unter Liebhabern malerisch-melancholischer Stimmungsmusik die immer mal wieder ins epochale abdriftet. Doch seit dem Album "Lift Your Skinny fists..." sind sie in diesem (falls man das überhaupt sagen kann) Genre neben Sigur Ros eine der etabliertesten Gruppen. Und das hat seine Berechtigung denn auf diesem grandiosem Doppelalbum verschmelzem Streicher und Gitarrensounds mit stimmungsvollen Drumparts zu einem orchestralem Gesammtsound der vor Ausdruck und Emozion geradezu erstrahlt. Die vier! (sehr langen) Songs die sich über die beiden CD`s erstrecken sind allesammt virtuos aufgebaut, bieten an vielen ecken überraschungen und laden zum träumen ein. Besonders gut gefällt mir das Spiel von Aufbau und Destruktion das immerwieder gewalltige schwebend rassannte höhepunkte Bildet. Gesagt sei noch das auf vocals bis auf einen Textsample bei "terrible canyons of Static" verzichtet wird. Trotzdem wird man nur wenig Musik finden die solch starke gefühle auslößt. Ich würde sagen das Zusammenspiel der Frequenzen und Arrangements ergiebt in sich die schönsten Stimmen.
In meinen Augen ist dieses Album ihr bis Jetzt bestes auch wenn ich die Anderen sehr schätze. Besondes auch ihr neuestes Werk Yonqui U.X.O ist auch sehr zu empfehlen. Es scheint aber als hätten sie sich endgültig selbst gefunden und ihr Schaffen vervollkommnet.
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5.0 von 5 Sternen Essenz...
Wer auf den Geschmack des Post-Rock gekommen ist, findet in diesem Album die pure Essenz dieses wunderschönen Genres.
ca. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Starface veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Minimalistisch, Wunderschön, Meisterhaft!!!
Auf dieser Platte sind eine Menge Dinge enthalten, die man mit Musik machen kann. Sehr interessant und unkonventionell ist der dynamische Aufbau und die damit verbundene... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2008 von M. Henning
5.0 von 5 Sternen Ein schwerer Brocken... ja, und?
Hier ein paar Auszüge aus der offiziellen laut.de-Rezension:
Eine Band mit derartig obskurem Namen, die sich dann auch noch einigermaßen unkonventioneller Formen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. September 2008 von Mason Starling
5.0 von 5 Sternen Gott!
Dieses Doppelalbum wird jeder lieben, und zwar wirklich lieben, der einen halbwegs guten Geschmack in Sachen unkonventioneller Rockmusik hat. Lesen Sie weiter...
Am 27. Oktober 2005 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein film für die ohren
lift yr skinny fists like antennas to heaven ist ein hartes stück.
die atmosphäre ist bedrohlich, apokalyptisch und einfach kopfkino pur. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. August 2005 von Ein Kunde
5.0 von 5 Sternen Lift your skinny fists like antennas to heaven...
Göttlich, traumhaft, erleuchtend. Ergreifend wie Sigur Ros, nur etwas bombastischer. Riesige Streicher- und Gitarrenwände, bewegende Sprachsamples (ganz besonders der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2004 von M. H.
5.0 von 5 Sternen Breitwandmusick
Es gibt Filme, die darf man sich ihrer Bilder wegen nur im Kino anschauen, da sie im Breitbildformat gedreht worden sind. Lesen Sie weiter...
Am 10. März 2004 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wäre Moya erst hier draufgekommen....
...könnten wir unsere Gitarren schon zur Seite stellen, Pianinos verschrotten und Geigen zertrümmern. Lesen Sie weiter...
Am 15. September 2003 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Prog-Rock?
Schicht um Schicht werden hier Bilder, Assoziationen und Abgründe freigelegt und wieder verschüttet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2002 von "neunundachtzig"
5.0 von 5 Sternen Like a dark dream...which turns out to be reality!
Some of the deepest and most subtle music and lyrics ever written.
Perfect reflection of the loneliness and the loss of feeling in modern industrialised society. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2002 von Christian Mack
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