Es ist schon verwunderlich. Da macht man das Radio an und was ist? Es wird einem immer und immer wieder der neumodische Einheitsbrei von soundtechnisch zwar gut klingendem, aber kompositorisch wirklich schwach wirkenden Chartstürmern serviert. Das bedeutet in den meisten fällen Magenschmerzen und Übelkeit. Also lässt man das Radion aus.
Am besten geht man gleich in den nächsten Plattenladen und sucht unter dem Buchstaben "A" die neue Scheibe von A-ha auf.
Den "A" wie "a"strein oder "a"ller "A"chtung beschreiben die 15 neuen Stücke der Norweger sehr treffend. Es ist alles darauf zu finden. Abwechslungsreiche Facetten der modernen Popmusik, die A-ha hier in wundersamer wie auch beeindruckender Weise komprimiert darstellt. Einziger Wehrmutstropfen ist wohl, dass das Fade-Out des 15 Songs gleichzeitig auch das Ende dieses Meisterwerkes ist. Man ist versucht den Track 16 anzuwählen, den es leider nicht gibt. Von guter Musik bekommt man eben nicht genug. Danke A-ha, für schöne, wohltuende und innovative Klänge, die manchmal so gar nicht in diese Zeit von Einheitsbrei und Magenschmerzen passen. Respekt und Anerkennung eines einfachen Hörers.
Ich wünsche Allen, die dieses Album erworben haben gute und vielversprechende "Lebenlinien". Mögen alle "Orangen und Apfelbäume" mit euch sein.