Vom Ansatz her eine absolut interessante Geschichte, aber die Umsetzung:
Mehrmals wollte ich das Buch aus der Hand legen und mußte mich richtiggehend zwingen, weiterzulesen. Das Buch ist mindestens 100 Seiten zu lang.
Unser Untercover-Cop ist ein 08/15 Stereotyp mit vielen privaten Problemen und Hang zum Alkohol. Die Kollegen sind auch recht schablonenhaft gezeichnet. Alles wie schon tausendmal gelesen.
Das Leben auf der Straße ist hingegen wirklich anschaulich und oft erschreckend geschildert.
Vieles ist unlogisch: Wieso kommen die Cops nicht selbst darauf, daß die "merkwürdige" Tätowierung, die mehrere Opfer aufweisen, vom Militär stammen könnte? Mittlerweile gibt es so viele Möglichkeiten zu recherchieren - und dazu war und ist ja England in mehreren Kriegen aktiv.
Ich hoffte immer wieder auf überraschende Wendungen und ein originelles, unerwartes Ende - aber: die Auflösung war genauso 08/15 und unspektakulär wie der ganze Thriller, dazu war eigentlich ab Mitte des Buchs relativ klar, wer der Täter sein mußte.
Fazit: Nette Unterhaltung, kann man lesen, muß aber nicht.