Mit dem vierten Album ihrer Karriere lieferten R.E.M. eine grundsolide, an einigen Stellen sogar hervorragende CD ab, die nicht nur in die Plattensammlungen der R.E.M.-Fans gehört.
"Life's Rich Pageant" ist wohl das bis dato lautestes Album der Band und zeigt erstmal die rebellische Seite der Band. Kein Wunder, so war doch das kürzlich erschienene "Bad Day" ehemals für "LRP" geschrieben, erschien der Band jedoch kurz vor der Veröffentlichung zu kritisch und wurde noch kurzfristig von der CD verbannt.
Dennoch machte nicht erst dieses Album R.E.M. zu einer der politisch aktivsten Bands und Kritiker-Lieblinge der 80er Jahre. Dies schlägt sich natürlich auch in den Songs wider: Der krachende Opener "Begin The Begin" öffnet die Tür zu einigen weiteren genialen Liedern wie dem Umweltschützersong mit einprägsamer Melodie "Cuyahoga" oder "What If We Give It Away". In diesem Song kommt Michael Stipes warme Stimme besonders gut zur Geltung.
Doch leider kann LRP keinen herausragenden Song wie "Losing My Religion" oder "Everybody Hurts" vorweisen. Aber im Großen und Ganzen ist LRP ein sehr gutes Gesamtkunstwerk und es macht riesigen Spaß den rauschenden Gitarren Peter Bucks', wirbelnden Drums Bill Berrys, melodiösen Gitarrenklängen Mike Mills' und den großartigen Texten und Sängerqualitäten Michael Stipes zuzuhören.
Deshalb ist dieses Album im Prinzip uneingeschränkt empfehlenswert und darf in keiner Plattensammlung der 80er Jahre fehlen. Deshalb gebe ich noch die 5 Punkte.