Produktinformation
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Hatte sich die Laune auf dem von Trevor Horn (Frankie Goes To Hollywood) produzierten Vorgängers Dear Catastrophe Waitress schon aufgehellt, so herrscht auf The Life Pursuit eine für diese Schotten ungewöhnlich ausgelassene Heiterkeit. Und die ist von der ersten Sekunde an ansteckend. Mit Bläsern und Keyboards trauen sich Belle & Sebastian von allem Ballast (den trägt jetzt die ausgestiegene Isobel Campbell) befreit weit in den Soul (Sukie In The Graveyard, Song For Sunshine) vor, erinnern ohne Scheu an den Glam-Rock von T. Rex oder Roxy Music (The Blues Are Still Blue) oder lassen vergnügten, hippie-mäßigen Westcoast aufleben. Funny Little Frog mit seinen Harmoniegesängen hätte der sensationellen 70er-Jahre-Band The Free Design kaum besser gelingen können, und To Be Myself Completely verleibt sich ganz ungeniert das Piano-Thema des 70er-Smash-Hits Right Back Where We Started From (Maxine Nightingale) ein. Es darf getanzt werden zu The Life Pursuit, unglaublich! --Sven Niechziol
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Gerade nach den großartigen Rezensionen, nicht nur in der Fachpresse, sondern auch in "Der Zeit" und "SZ" und anderen Feuilletons erwartete ich schlichtweg ein Meisterwerk, dass mich fesseln würde, wie bisher alle, jemals erschienen B&S Produktionen. Ich kann mich auch noch nach Jahren an jede einzelnen Situationen und Momente des erstmaligen Hörens erinnern. Jede klitzekleine Szene blieb bei mir haften, wo immer ich auch war, was ich fühlte und wie mich diese wundervolle Musik aufsog und fesselte. Zurück zum Samstag Abend.
Es war soweit, The Life Pursuit startet und es traf mich unvorbereitet und schmerzhaft mitten ins Herz, schon bei der ersten Nummer, Act of the Apostle Part 1 war ich zutiefst irritiert. Auch die ein oder andere positive Sequenz befreite mich nicht von einer ungeheuren Ernüchterung. Die nächsten Titel verliefen noch enttäuschender und erst die vorab mir bekannten Auskoppelungen Dress up in you und Funny Frog begeisterten mich und brachten mir die Hoffnung zurück. Dann wurde es besser, We are Sleepyheads klang immerhin unglaublich interessant und machte mir wieder Lust auf mehr. Begeistert haben mich dann glücklicherweise noch Act of the Apostle Part 2 und Mornington Crescent.
Sofort hörte ich die CD noch mehrmals, aber mein Ersturteil wurde bestätigt und auch heute, nach einigen Tagen immer wieder hoffnungsvollen Versuchen, kommen ich zu dem Schluß.
6 unglaubliche faszinierende Stücke, "großes Kino", ein wunderbarer Titel, To be myself completley, aber leider nicht von Stuart Murdoch gesungen.
Resümee: zuviel Gutes und Einzigartiges um zu verzweifeln, zu wenig um insbesondere die immens hohe Erwartungshaltung zu bestätigen.
Aber dennoch, B6S bleiben für mich unsterblich.6.5 göttliche Stücke müssen diesmal reichen.
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