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Life [Gebundene Ausgabe]

Keith Richards , Willi Winkler , Ulrich Thiele , Wolfgang Müller
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Ausführliche Inhaltsangabe und Rezension: Jetzt reinlesen [185kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 736 Seiten
  • Verlag: Heyne (26. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453163036
  • ISBN-13: 978-3453163034
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16,4 x 6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.065 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Keith Richards
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Voltaire verhaftet man nicht", stellte der damalige französische Präsident Charles de Gaulle klar, als der bekannte Philosoph Jean-Paul Sartre mit dem Gesetz in Konflikt kam. Als die Rolling Stones in den sechziger und siebziger Jahren von Land zu Land zogen, sahen das die Polizisten anders – und waren heiß darauf, die ihrer Meinung nach verlotterten Musiker hinter Gitter zu bringen. Während jedoch lockerer Sex und harte Rockmusik lediglich konservative Werte torpedierte, war der Drogensumpf, in dem Keith als Junkie steckte, tatsächlich abgrundtief. Seine ganze Geschichte rund um eine Überdosis Rock’n’Roll erzählt der legendäre Gitarrist in Life. Was Richards mit Hilfe des Journalisten James Fox zu Papier brachte, erleben Rock-Fans als gewichtiges Geschenk und Stones-Jünger als Offenbarung.

Es dreht sich um die ersten Male, den Rock-Olymp – und darum, wie aus Keith Richards und Mick Jaggers gemeinsamer Liebe zu Chuck Berry zunächst Freundschaft und später gegenseitige Achtung erwuchs. Leser erfahren, welches Girl „Ruby Tuesday“ verkörpert, wie Keith den Absturz Brian Jones’ erlebte und dass seine Freundschaft zu Bobby Keys besonders innig ist. Es geht darum, für wen Rockmusiker letztendlich Volkshelden spielen, warum Keith’ Treffen mit Uschi Obermaier vom Schicksal gezeichnet waren – und wessen Tod er bis heute nicht verwinden konnte. Die O-Töne nahe stehender Menschen bereichern besonders, ebenso Infos darüber, in welchem Kontext Stones-Songs entstanden. „Streck die Fühler raus, taste Dich ran, die Welt ist dreckig.“

Zweifelsohne lebte der Musiker mit Totenkopfring am „sticky“ Finger ein Leben, wie es heute nicht mehr möglich wäre. Zu einer Zeit, als der Engländer als Todeskandidat Nummer eins in der Rockszene galt, hieß es, kein Mensch weltweit sei eleganter abgefuckt als Keith Richards. Wenn der 1943 geborene Gitarrist heute auf dem Buchcover seiner Memoiren das Feuerzeug schnappen lässt, um sich eine Zigarette anzuzünden, zeugt das letztendlich von einem unerwarteten „Happy End“. Keith Richards schonungsloser Retrospektive aus dem Auge des Orkans, der Rock’n’Roll heißt, werden in dieser Form keine wuchtigeren Gigs mehr folgen.
– Herwig Slezak

Pressestimmen

",Life' ist die Geschichte eines Lebens am Limit. Die Geschichte eines Unerschrockenen, der sich auf das damals neuartige Abenteuer namens Rock'n'Roll einlässt (...)." (Der Spiegel )

"Sein Buch klingt (fast) wie seine Riffs." (Rolling Stone )

"Das beste Buch über den Rock'n'Roll" (stern online )

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199 von 215 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The Main Offender 30. Oktober 2010
Von Klemens Taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Geschichte beginnt, wie man es bei Keith Richards erwartet hat, mit einer Festnahme wegen Drogenbesitzes 1975 in Arkansas. Anwalt Bill Carter regelt den Fall; die Anklage wird - wie so oft - fallengelassen. Keith und Ronnie (der war auch dabei) können ihre Tour fortsetzen. Wer diese Geschichte aus einer anderen Perspektive lesen möchte, braucht nur in Ronnie Woods Biografie nachlesen. Keith Richards hat aufgrund seines Lebenswandels oft am Abgrund gestanden. Das Buch hat aber mehr Facetten, als nur Drogengeschichten. Primär geht es darum, wie Musik sein Leben geprägt hat und was er daraus gemacht hat.

Richards beschreibt im zweiten Kapitel seine Kindheit in Dartford und die war rau, eine typische Nachkriegskindheit in ärmlichen Verhältnissen. Als kleiner Junge wurde er oft verprügelt und konnte sich erst im Laufe der Jahre durchsetzen. Er beschönigt nichts. Seine Verbindung zu Musikinstrumenten hat sein Großvater Gus gefördert. Bei einem Besuch nach Jahrzehnten in Dartford ist es der Geruch der Heide, der Richards Erinnerungen weckt. Richards Ausführungen wirken authentisch.

In allen folgenden Kapiteln dominiert die Musik. Er liebt den Sound von Chuck Berry, Muddy Waters, Howlin' Wolf, John Lee Hooker, Bo Diddley und B. B. King und träumt davon Musiker zu werden. Sein Leben wird vom Rythm and Blues bestimmt. Aufgrund seines rebellischen Charakters fliegt er von der Kunstschule. Mick Jagger, den er von früher kennt, läuft ihm über den Weg und hilft ihm dabei, seine Kontakte zur Musikszene auszubauen. Es folgen Hungerjahre, wie die heutigen Superstars sie nicht kennen. Vielleicht sind es diese schweren Anfangsjahre, die die Band zusammen geschweißt und auch Themen für die Musik geliefert haben.

Keith Richards hat, ebenso wie Bill Wyman, Tagebuch geführt. Seine Einträge enden jedoch, als die Stones bekannter werden. Das Tagebuch hilft bei der Aufarbeitung der frühen Erinnerungen. Als Musiker haben sie alle mal mit Alexis Korner zusammen gearbeitet, der Anfang der 1960er Jahre in der Londoner Musikszene eine bekannte Größe war. Keith Richards verbringt seine Zeit mit Gitarre spielen und es folgt eine beispiellose Karriere als Rockmusiker.

Richards rechnet mit Brian Jones ab, räumt mit Mythen auf und verarbeitet Erlebnisse in Musik, so z.B. die Beziehung zu Anita Pallenberg in "Can't Be Seen". Freundin Linda vergleicht er mit "Ruby Tuesday". "Their Satanic Majesties Request" bezeichnet er als Blödsinn. Die Antwort lautet: "Beggars Banquet". Er spricht über "Flash" (gemeint ist natürlich "Jumpin' Jack Flash"), erklärt die Geheimnisse des typischen Sounds der Stones und erläutert, wie man Songs schreibt. Insbesondere den Songs aus der Topserie (Beggars Banquet, Let It Bleed, Sticky Fingers und Exile On Main St.) widmet er viele Seiten. Und so erfahren die Leser u.a., wo der "Ventilator Blues" seinen Namen her hat und wie "Exile On Main St." entstanden ist. Auch die Ausführungen zu "Dirty Work" (ein Geheimtyp) sind informativ. Musik und Texte sind aggressiv, die Titel sprechen für sich. Die Spannung zwischen Mick Jagger und Keith Richards war hochgradig explosiv und man sieht es dem Cover an. Gerade in anderen Büchern über die Stones vermisse ich Hintergrundinformationen zu den Songs. Auch Bill Wyman äußert sich in seinem sonst erstklassigen Buch nicht genügend zu den einzelnen Songs der Stones.

Es sind die manchmal sentimentalen Momente, die man Keith Richards gar nicht zutraut. So z.B. als er mit Ronnie Bennett von den Ronettes auf einer Tour durch England bei starkem Nebel eine Unterkunft aufsucht. Richards überrascht mit seinen Geständnisse in Sachen Frauen (S. 285). Sie müssen aber wohl relativiert werden, wenn man die weiteren Kapitel liest. Es fiel ihm in späteren Jahren schwer, ein guter Rockmusiker und ein guter Vater zu sein.

Auffallend ist Richards Respekt vor erfahrenen Musikern. Dieser Respekt war für ihn immer Antrieb, noch besser zu werden. Er liebt den Blues, wollte (in den Anfangsjahren) zur besten Bluesband Londons gehören und hat weit weniger als Mick Jagger das Bedürfnis auch Popsongs (z.B. "Miss You") zu produzieren.

Richards kann zwischen seiner eigenen Wahrnehmung und seinem Image unterscheiden. "Die Leute lieben dieses Image. Sie haben sich ein Fantasiebild von mir gemalt, sie haben mich gemacht, die Leute da draußen haben sich diesen Volkshelden geschaffen."

Natürlich beschreibt Keith Richards auch Ereignisse, zu denen sich bereits Ronnie Wood oder Bill Wyman geäußert haben, aber das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Er hat das Recht, seine Geschichte und die Geschichte der Stones aus seiner Perspektive zu erzählen. Und die Drogen? Spätestens als er Kinder hatte, merkte er selbst, auf welcher Gratwanderung er sich befand - letztlich hat er den Absprung geschafft und dazu gehört Stärke.

Keith Richards hat als Musiker alles erreicht. Er ist unabhängig, unangepasst und muss sich oder anderen mit diesem Buch nichts beweisen - er ist Keith Richards, ein Original. Viele selbsternannte oder in Fernsehshows gekürte Superstars sind 2000 Lichtjahre von diesem großen Rythm and Blues Veteranen entfernt. Das Destillat aus den Erzählungen ist der Mensch Keith Richards und der kommt authentisch rüber.
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81 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich wollte ich auf den Schwachsinn, den einige Schnellleser zu "Life" von sich gaben, gar nicht eingehen. Aber wer behauptet, Keith Richards schreibe nichts über die Musik und ihre Hintergründe, erwartete wohl einen Gitarrenkurs in Prosaform oder eine musikwissenschaftliche Abhandlung. Oder hatte nie ein Instrument in der Hand. Mehr über das Schreiben von Songs, Finden eines Stils und Verarbeiten verschiedenster Einflüsse steht wohl in keinem anderen Buch, das ein Rock'n Roll-Gitarrist verfasste. Und gerade weil aus all diesen Stellen hervor geht, dass sich Keith nicht in Tätigkeiten verirrt, von denen er nichts versteht und für die ihm das Talent fehlt, ist es nur logisch, dass er seine Biographie nicht allein verfasste. Mich hätte er jedenfalls schwer enttäuscht, wenn er seinen Fans über 700 Seiten holprige Zeilen ohne Zug und sprachliche Komposition zugemutet hätte. Und sein Freund James Fox ist ja nicht irgendein Schreiberling, dem er mit diesem Auftrag eine Freude machen kann. Der ehemalige Journalist der Sunday Times versteht sein Handwerk ebenso wie Keith Richards das seine.

Erinnerungen sind Erfindungen, heißt es schon im ersten Kapitel. Daher gab Altmeister Goethe seinen Lebenserinnerungen auch den Titel "Dichtung und Wahrheit". Den Anspruch zu erheben, man erfahre nun alles, was Keith, sein Leben und seine Musik geprägt habe, ist ziemlich naiv. Aber da Drogen dazu gehören, kommt Keith eben oft auf die heimtückischen Gifte zu sprechen. Nicht um sich damit als verwegener Junkie aufzuplustern, sondern einfach weil Drogen jahrzehntelang sein Leben mitbestimmten, im Guten und im Schlechten. Kritiker, die den Stones vorwerfen, sie seien zu alt für die Bühne, sollten Seite 720 aufschlagen. Dort schreibt Keith: "Immer diese Nörgelei, dass wir alte Männer sind. Tatsache ist doch, und das habe ich immer gesagt: Wenn wir schwarz wären und Count Basie oder Duke Ellington hießen, würde uns jeder anfeuern, yeah, yeah, yeah. Für weisse Rock'n Roller in unserem Alter ist so was anscheinend nicht vorgesehen." Ob die Kritiker selber ein Problem mit dem Alter haben?

"Wenn man eine Idee hat, dann muss man sie fliegen lassen." Das ist nur einer von vielen Sätzen, mit denen Keith seinen Lesern vermitteln will, wie Songs entstehen. Manchmal sind sie einfach da. Diese Einsicht hat Richards auch vor dem Abheben bewahrt. Und was passiert, wenn man der eigenen Leistung zu viel Gewicht beimisst, beschreibt Keith auch, wenn er über sein schwieriges Verhältnis zu Mick Jagger spricht. Natürlich konnte er sich vorstellen, dass sich die Medien auf einzelne Sätze stürzen. Aber da er immer wieder die Erfahrung machte, dass ohnehin verbreitet wird, was die Auflagen steigen lässt, kümmert er sich herzlich wenig um selektive Wahrnehmungen und bewusste Verdrehungen. Aber wer genau und ohne Sensationslust liest, kann viel über die Unterschiede von Freunden und Brüdern, Treue und Verrat, Liebe und Sex oder Bewunderer und Schleimer erfahren.

Persönliches preiszugeben heißt für mich nicht, in die Niederungen sattsam bekannter Homestories hinunterzusteigen, sondern Schwächen nicht zu beschönigen und sich damit der Kritik der Öffentlichkeit auszusetzen. Mich interessiert es so wenig wie Keith Richards, wer wann wie mit wem ins Bett oder aufs Klo geht. Persönlich wird ein Buch, wenn es mir eine Ahnung von den Gefühlswelten seines Autors vermittelt, wenn es um Leben und Tod, um Ängste, Zweifel und um den Verkauf der eigenen Seele geht. Während viele Biographien den Charakter eines zu langen Pressetextes haben, lässt Keith Richards die Leser an vielen Stationen seines bewegten Lebens teilhaben. Und da die Stones ein Zeitalter mitprägten, ist diese Biographie auch ein Stück Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. Wer von Unterhaltungsliteratur spricht, nur weil James Fox die Erlebnisse, Ansichten und Gefühle von Keith Richards auf unterhaltsame Weise weitergeben kann, hat wohl einfach größere Freude an Faktenhuberei als ich.

Wenn andere Leser die Biographie von Keith Richards authentisch finden, dann täuscht dies wahrscheinlich nicht. Denn jedenfalls begegnete ich in seinem Buch dem Menschen wieder, den ich in den 1980er-Jahren persönlich kennenlernen durfte, weil ich damals mit seiner Nichte zusammenwohnte. Als ich in Rom eine Einladung von Keith zum Essen mit der Begründung ablehnte, ich hätte keine Lust, in den Zoo zu gehen und Promis anzuschauen, meinte er, dieser "strange swiss guy" solle sofort ans Telefon kommen. Dann nannte er mich zum Glück einen Idioten und befahl mir, in einer Stunde auf der Matte zu stehen. Nicht länger Widerstand geleistet zu haben, bereute ich spätestens dann nicht mehr, als ich erlebte, wie Keith alles um sich herum vergessen kann, wenn die Musik von ihm Besitz ergreift. Und wie er sich auch unter widrigen Umständen um seine engsten Familienangehörigen und treuen Freunde kümmerte, beeindruckte mich tief. Jedenfalls würde ich jedem Menschen einen Freund wie Keith wünschen.

Mein Fazit: Natürlich hatte ich beim Lesen eine besondere Optik, da ich das Glück hatte, Keith Richards persönlich kennenzulernen. Aber beim Schreiben dachte er so wenig an mich wie an seine Fans. Zusammen mit seinem Freund James Fox hat er einfach über 700 Seiten verfasst, auf denen er Geschichten erzählt, die von ihm und seinen Beziehungen, vom Songschreiben und der Musik, von damals und heute handeln. Und er lässt auch Menschen zu Worte kommen, die für ihn wichtig waren und sind. Was will man mehr?
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von G.-Point
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
..Und die wurden für mich ganz und gar erfüllt mit dieser Biographie. Sie ist sehr ehrlich und kompromisslos. Mir war klar, das ein Großteil seiner Drogengeschichten in diesem Buch abgehandelt werden. Manchmal sind diese aus meiner Sicht etwas zu ausführlich geraten. Vor allem räumt K R mit diesem Buch gründlich mit dem ein oder anderen Mythos auf der ihm im laufe seines Lebens so angedichtet wurde. Ob es die angeblichen Blutwäschen in der Schweiz sind oder die noch nicht so alte Kokosnuss-Geschichte. Im Gegensatz zu der nicht autorisierten Bockris-Biographie die Ihn eher etwas göttlich-abgehoben erscheinen lässt bleibt sein Bild in diesem Buch auf dem Boden der Tatsachen ganz bei Ihm selbst als Mensch Keith Richards.So gradeaus und ehrlich wie er ist, kauft man ihm das ab. Die Worte sind so gehalten wie er sich auch ausdrückt, wie man ihn kennt aus Dokus und Interviews . Die Art wie er redet und seine Sicht der Dinge darlegt, kommt auch so authentisch im Buch rüber,wenn auch die deutsche Übersetzung an manchen stellen etwas (aber selten) hakt :-( Vergessen hat er ja angeblich nichts wie es ja auf der Innenseite des Umschlags in fetter Schrift geschrieben steht. Dank vieler Tagebucheinträge und Sichtweisen, Briefen und Kommentaren von Zeitzeugen kann ja auch die ein oder andere Gedächtnislücke gefüllt werden. Und so ist es auch interessant wenn er den ein oder anderen Tagebucheintrag oder Brief- so wie er ihn damals geschrieben hat einfach auf der ein oder anderen Seite abdruckt.

Herr Richards hat ja viel zu erzählen. Und so beginnt er in dem über 700 Seiten starken Schmöker -nicht chronologisch- mit einer Geschichte irgendwo in Amerika wo er mal wieder von der Polizei gefilzt wurde (sehr amüsant aus heutiger Sicht).
Dann geht es weiter mit seiner frühesten Kindheit mit den harten Nachriegsjahren, seiner Verwandschaft, Schulzeit Freunde usw. Schließlich die ersten muskalischen Eindrücke, die erste Gitarre, die ersten Gehversuche mit den Ur-Stones (mit Stu), seine Liebschaften, Kolaborationen , alle Höhen und Tiefen usw. bis in die heutige Zeit - Klar, für eingefleischte Fans ist das nicht wirlich was neues.Trotzdem findet man noch viele Berichte bsplsw. über die Wingless Angles oder dem ein oder andern Musiker-Kollegen die man so noch nicht kannte.Ich finde die Biographie inhaltlich sehr humorvoll und interessant , zumal auch viele andere Meinungen von Richards Freunden und Bekannten zu Wort kommen. Was mich wirklich begeistert hat ist seine Meinung über die Musik in allen Facetten, über seine Musiker-Kollegen und alles was sich so darum dreht.Der Blues, die Rockmusik und wie er seine großen Songs geschrieben hat ,solo oder mit Mick. Die ganzen Kolaborationen mit anderen Musikern. All die ganzen Geschichten und Begegnungen die er in seinem Leben hatte- könnte man garantiert noch zwei Bücher raus machen.

Meiner Meinung nach zieht er nicht die anderen Bandmitglieder durch den Kakao, sondern er ist in seinem Buch einfach nur schonungslos ehrlich.
Und wenn Brian Jones sich damals so mies verhalten hat und die Band im Stich gelassen hat dann ist das kein Nachtreten sondern das sind dann einfach nur Tatsachen und Fakten.Brian Jones war zwar ein begabter Multiinstrumentalist aber kein Songwriter und weniger Teamfähig als alle anderen Mitglieder. Der beste Mann an Keith' Seite war, rein musikalisch gesehen, Mick Taylor. Aber auch er hat die Band auf eigenen Wunsch verlassen, hat eigentlich nur seinen "Job" gemacht (aber das wirklich gut) bei den Stones, ohne sich jemals wirklich zu integrieren.Ich denke dafür war die gemeinsame Zeit zu kurz und der Wille einfach nicht da. So kommt es auch in dem Buch rüber - völlig berechtigt M.M.n.
Was Mick Jagger angeht so ist Keith auch gnadenlos ehrlich und beschreibt die Beziehung zwischen den Beiden wie sie nun mal war und ist - harte Kritik die ich jetzt verstehen kann.So unterschiedlich die beiden Köpfe der Stones nun mal sind bleibt nicht viel anderes als sich zu arrangieren und das beste draus zu machen:-)

Die Stones wollten anfangs einfach nur Londons beste Bluesband sein. Kein ambitionisiertes Ziel, aber der Stein der ins rollen gebracht wurde, rollt heute noch. An der Gitarre war Keef sicherlich nie ein Virtuose und Überflieger. Jedoch hat er mit seinen Bandkollegen und den Beatles die Musikwelt unbestritten nachhaltig richtungsweisend beeinflusst. Er ist sich selbst immer treu geblieben und hat so seinen eigenwilligen, unorthodoxen Stil an der Gitarre entwickelt ,sich damit den Spitznamen "The Human Riff" nicht nur für seine äußerlich Erscheinung verdient.Das Gitarrenspiel, es ist halt eins seiner Markenzeichen, diese fast schon schlampige aber sehr rythmische Spielweise ist seine Handschrift und von der anderer bekannter Gitarristen sofort an ihren markanten Merkmalen zu erkennen.Die ganz alten Blueser haben ihn inspiriert. 5 Saiten, open Tuning und geboren ward ein neuer Sound - und viele berühmte Guitarreros haben's bei ihm abgeschaut :-) Keef ist ein "Typ" und halt so sehr er selbst das man ihn hätte erfinden müssen, würde es ihn nicht geben.

Das Leben von Keith Richards ist eine große Story, weil er eben verdammt viel Sachen erlebt hat (und davon auch ne Menge verrückter Dinge). Und so ist auch das Buch - Echt lesenswert !
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300 Seiten hättens auch getan!
Das erste Kapitel allein wäre 5 Sterne wert! Kurz, etwas außeridisch und deswegen zum Brüllen komisch. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Fons veröffentlicht
lukavalentina
Dieses Buch ist sehr interessant und berichtet über einen Menschen,
der einiges in seinem Leben durchgemacht hat.
Dieses Buch ist Rock'n Roll! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von sabine blumhoff veröffentlicht
LIFE,Keith Richards
Für mich Persönlich sehr Interresant und viele neue Informationen.Als Eingefleischter Rolling Stones Fan nur zu Empfehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Andreas Steiger veröffentlicht
life
Habe das Buch als Geburtstagsgeschenk gekauft, extra drauf geschaut dass es deutsch ist, und nun steh ich mit nem englischen buch da, deshalb absoluter schrott
Vor 3 Monaten von rosabird veröffentlicht
Über weite Strecken zäh
Das Buch erfüllt die Erwartungen nur zum Teil. Der flapsige, umgangssprachliche Erzählstil wirkt anfangs erfrischend, später ermüdend. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von stephan k. veröffentlicht
Falsch gebunden...
Hallo!!

Habe dieses Buch gekauft. Irgendwann dann springt es von Seite 190 auf 500.

Falsch gebunden. SUPER!!! Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Jürgen veröffentlicht
Ein Meilenstein der modernen Literatur
Das Autoren-Duo, Keith Richard und James Fox haben hier ein Werk aufs Papier gelegt, das zumindest in der Abteilung "Autobiographie" schwer zu toppen sein wird. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Bucherfuchs veröffentlicht
Ermüdender Narzissmus
Die Selbstverliebtheit in eigene Person und Lebensstil ist für mich persönlich sehr schwierig zu ertragen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Bellie veröffentlicht
LIFE
Da ich ein Rolling Stones Fan bin hatte ich mich vorher informiert.Und das Buch war in einem Top zustand.Ich war sehr zufrieden.Mfg.Herbert Matiszik
Vor 7 Monaten von Herbert Matiszik veröffentlicht
Ein gutes Geschenk
Ich habe das Buch für einen Fan der Rolling Stones als Geschenk gekauft und lag damit goldrichtig. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Gunnar Rasche veröffentlicht
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