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5.0 von 5 Sternen
Das Buch macht klar: Das Leben zählt, 19. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Auf einem Hektar Wiese in Großbritannien können bis zu 7,2 Mio. Regenwürmer leben; in Indonesien gibt es über 4 000 Wirbeltiere, von denen 1 000 nur dort vorkommen; die ca. zehntausend Billionen Ameisen der Erde wiegen so viel wie ihre 6 Mrd. Menschen: Schnell hat man sich zwischen den beiden Buchdeckeln in der Vielfalt des Lebens verloren.
Doch „Life Counts" will mehr, als Fakten aneinander zu reihen. Die Autoren verstehen ihr Buch als eine „Eröffnungsbilanz", als einen „Anstoß zu einer neuen Wertschätzung der Natur und zu weiteren Forschungen". Wie werden Tiere überhaupt gezählt? Welche Rückschlüsse zur Biodiversität können Fossilien liefern? In welchem Zusammenhang stößt man auch hier auf die Namen Aristoteles und Plinius? Wie viele Tierarten gilt es bei Expeditionen noch zu entdecken? Wie viele wurden bereits ausgerottet? Schier endlos breitet das Buch nicht nur die Fülle der Natur aus, sondern auch die der Themen, die mit ihr zusammenhängen.
Jenseits eines trockenen Wissenschaftsstils knüpft das Autorenteam seine Texte und konfrontiert Daten und Fakten mit kreativen Formulierungen: „Es scheint fast, als hätte der Mensch kürzlich den Expressfahrstuhl zur Aussichtsplattform eines Wolkenkratzers genommen und die armen Verwandten am Boden zurückgelassen."
Dem Berlin-Verlag ist nach „Längengrad" mit „Life Counts" ein weiteres schönes Beispiel gelungen, wie wissenschaftliche Anliegen publikumswirksam vermittelt werden können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beeindruckend, überraschend, erfreulich, 29. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Dem ganzen Buch ist schnell anzumerken, dass einerseits Autoren mit Herzblut und Begeisterung an diesem Projekt gearbeitet haben, andererseits Fachleute am Werk waren. Dass beispielsweise einer der Autoren (Michael Gleich) als Wissenschaftsjournalist tätig ist erklärt, warum die Inhalte nie abgehoben, trocken oder langweilig sind, sondern immer sehr lebendig wirken - sehr nah am Leben. Allein diese Transfersleistung würde das Buch lesenwert machen, aber es gibt noch viel mehr Gründe, warum es lohnswert ist "Life counts" in die Hand zu nehmen: Den Autoren gelingt es auf viele Dinge aufmerksam zu machen, die aus der Sicht geraten sind. Wir sind keineswegs allein auf diesem Planeten. Vielmehr sind wir ständig umgeben von einer ungeheuren Vielzahl unterschiedlicher Lebensformen. Beeindruckend: Die Sammlung von Informationen, die die Autoren zusammengetragen haben und wie lebendig beispielsweise an sich nüchterne Zahlen in einen Gesamtzusammenhang gebettet werden können. Überraschend: Wie viel Leben uns umgibt und wie wenig wir davon wahrnehmen. Erfreulich: Dass es trotz aller bedenklicher Entwicklungen im Bezug auf den Rückgang der Artenvielfalt offensichtlich noch nicht zu spät ist innezuhalten und sich zu vergegenwärtigen, wie viel Leben uns umgibt und wie sehr wir damit verwoben sind. Fazit: Das "Leben" zählen um festzuhalten, dass das Leben zählt. Ein wertvolles Buch!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fördert das Bewußtsein über Zusammenhänge von Leben, 30. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Life Counts ist ein Buch und Projekt zugleich.
Das Buch bietet viel Hintergrundwissen über die Entstehung und Relevanz von Biodiversität auf unserer Welt. Es zeichnet mit seriös ermittelten Daten namhafter Wissenschaftler und Institutionen die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Artenvielfalt auf. Damit bestätigen oder widerliegen die Autoren viele geläufige und häufig pauschale Urteile über den Trend unserer Naturbestände. Auf zahlreichen Tableaus setzen die Autoren immer wieder Zahlen in Verhältnisse, die zum einen überraschen, zum anderen zum Nachdenken anregen. Man erfährt, daß z.B. derzeit auf 5 Menschen ein Rind kommt, der durchschnittliche Amerikaner im Verlauf seines Lebens das Fleisch von 13 ausgewachsenen Rindern verzehrt, daß über 99% aller Rinder Haustiere sind.
Immer wieder wird einem bewußt, wie sehr der Mensch Einfluß auf die Bestände der Natur nimmt und wie er die Ressourcen der Natur für sich zu nutzen gelernt hat.
Es wird ebenso kritisch wie auch aufklärend zur Sprache gebracht, was der Mensch unternimmt, um die Ressourcen sowie die Artenvielfalt zu erhalten. Die landläufige Meinung, man tue diesbezüglich generell zu wenig wird weitgehend widersprochen. Auf sehr muntere Weise werden Projekte beschrieben und deren Ergebnisse mit Fakten belegt. Man klärt aber auch über die Probleme des Artenschutzes auf: So ist auf für uns Europäer die Angst von Kulturen vor bekannten Gefahren durch wachsende Raubtierpopulationen nachvollziehbar, die wieder aufleben,wenn diese unter Schutz gestellt werden.
Das Buch stärkt also auch das Bewußtsein, daß der Mensch die Natur längst nicht unter Kontrolle hat. Ob er dies jemals tun wird,wird bezweifelt: schließlich sind uns noch immer mehr Lebewesen unbekannt, als bekannt. Die Autoren beschreiben, wieviele Phänomene die Natur nach wie vor birgt, die unseren Horizont noch lange übersteigen werden.
Das Projekt Life Counts setzt sich dafür ein das Bewußtsein zu fördern, daß ALLES LEBEN ZÄHLT! Um dies zu erreichen wird für jedes in unseren Breiten verkaufte Buch eines in die Länder der "Hot Spots" verschenkt. Dieser Ansatz, der nicht genügend gelobt werden kann, hat mich veranlaßt diese detaillierte Rezension zu verfassen.
Wenn es gelingen soll unsere Biodiversität zu schützen, muß der Mensch mehr Bewußtsein über die Zusammenhänge des Lebens auf unserem Planeten entwickeln. Dieses Buch wird dem Anspruch gerecht das notwendige Bewußtsein hierfür zu fördern, weil es Fakten liefert, mit vorschnellen Urteilen aufräumt und weil es sehr verständlich und nachhaltig geschrieben ist. Das Projekt realisiert darüberhinaus Maßnahmen, die gut an den Anfang des 2.-ten Jahrtausends passen.
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