LoLL ist eine Mischung aus Ocean's 11, Gangs of New York und Merchant of Venice. Das Buch ist zwar nicht ganz der Geniestreich, als der es propagiert wird, aber äußerst unterhaltsam: spannend von der ersten bis zur letzten Seite, humorvoll und dramatisch, mit interessanten Charakteren, viel Atmosphäre und einer Handlung, die es in sich hat.
Locke Lamora und seine Gentlemen Bastards haben den Betrug zur Kunstform erhoben. Denn was gibt es Schöneres als den Adel an der Nase herumzuführen und ihm gleichzeitig das Geld aus der Tasche zu ziehen? Damit verstößt die Gruppe von Trickbetrügern gegen den Geheimen Frieden, der den Adel vor der Unterwelt schützt und die Unterwelt vor allzu genauer Überwachung durch die Gelbjacken (Polizei). Mitten in Lockes nächsten kriminellen Geniestreich gerät die Situation außer Kontrolle: die Polizei kommt ihm auf die Schliche, ein Bandenkrieg entflammt die Unterwelt und im Grauen König scheint Locke seinen Meister gefunden zu haben. Doch ein Gentlemen Bastard gibt sich nicht so leicht geschlagen, vor allem nicht, wenn aus dem Spiel bitterer Ernst wird ...
Das erstaunlich kompakte Erstlingswerk von Scott Lynch bildet den Auftakt zur Gentlemen Bastard Heptalogie (LoLL, RED SEAS UNDER RED SKIES, THE REPUBLIC OF THIEVES, THE THORN OF EMBERLAIN, THE MINISTRY OF NECESSITY, VI und VII noch ohne Titel). Zugleich ist es eine vollkommen in sich abgeschlossene Geschichte. Doch jeder, der sie liest, wird bei Lockes nächsten Coup dabei sein wollen. Heyne bringt im Mai 07 den ersten Band heraus: DIE LÜGEN DES LOCKE LAMORA.
"Some day, you're going to fuck up so magnificently, so ambitiously, so overwhelmingly that the sky will light and the moons will spin and the gods themselves will shit comments with glee. And I just hope I'm still around to see it."
"Oh, please." said Locke. "It'll never happen."