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Liegen lernen [VHS]
 
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Liegen lernen [VHS]

Fabian Busch , Susanne Bormann , Hendrik Handloegten    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Fabian Busch, Susanne Bormann, Birgit Minichmayr
  • Regisseur(e): Hendrik Handloegten
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video
  • Erscheinungstermin: 5. März 2004
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001GASS2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.693 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gleich zu Beginn landet Helmut Hermes, der ziemlich träge und eigentlich recht langweilige Anti-Held aus Hendrik Handloegtens Generationsporträt Liegen lernen, mit dem Gesicht in einer Pfütze. Wir schreiben in diesem Augenblick das Jahr 1998, und man wird den Eindruck nicht los, dass es so kommen musste. Jemand, der nie viel Würde und schon gar keine Klasse besaß, ist damit endgültig am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Der Sturz auf die nasse Straße hat eine symbolische Qualität, und so ist es nur konsequent, dass Handloegten in genau diesem Moment ins Jahr 1982 zurückspringt, um uns zu erzählen, warum Helmut (Fabian Busch) schließlich in dieser Pfütze landen musste.

Frank Goosens Roman Liegen lernen ist das Produkt des Erfolgs, den der britische Musikkritiker und Schriftsteller Nick Hornby mit seinen Romanen hatte. Wie Hornby nähert sich auch Goosen seiner oft enervierenden Hauptfigur vor allem über popkulturelle Anspielungen und Assoziationen. Helmut ist fest in die Pop-Geschichte der Bundesrepublik eingeschrieben. Das schafft eine gemeinsame nostalgische Basis. So kann sich nahezu jeder, der in Westdeutschland in den 1980er-Jahren aufgewachsen ist, irgendwie in Helmut und seiner Geschichte wiedererkennen. Auf diesen Effekt setzt auch Handloegten. Seine Verfilmung des Romans fügt sich nahtlos in das mit der Jahrtausendwende gekommene 80er-Jahre-Revival ein und kommentiert es zugleich.

Auf seiner Oberfläche ist Liegen lernen ein durch und durch provinzieller Film, so wie der aus dem Ruhrgebiet stammende Helmut eben auch ein durch und durch provinzieller Charakter ist. Die Szenen, in denen Handloegten das kleinbürgerliche Milieu nachzeichnet, das Menschen wie Helmut hervorgebracht hat und wohl auch immer noch hervorbringt, können einem Schauer über den Rücken jagen. In ihnen manifestiert sich eine Tag für Tag gelebte Banalität, die Helmut vielleicht für immer anhaften wird. Daran ändern weder seine unglückliche Liebe zu seiner Klassenkameradin Britta (Susanne Bormann) noch seine späteren Liebschaften und Affären etwas.

Helmuts Leben ist bedeutungslos, und die Bilder, in denen Handloegten von ihm erzählt, sind es auch. Die so offensichtliche Belanglosigkeit von Liegen lernen ist erst einmal irritierend, dann erschreckend, aber schließlich begreift man, dass sie absolut notwendig ist. Handloegten ist sich ihrer immer bewusst und lenkt so unseren Blick und unsere Wahrnehmung. Nicht ohne Grund läuft hier gleich mehrmals May Spils' Zur Sache Schätzchen im Fernsehen. Helmut ist zweifellos ein Verwandter von Werner Enkes Schwabinger Tagedieb, aber zugleich illustriert er dessen immer wieder geäußertes Menetekel: "Es wird böse enden." Die 80er-Jahre und in ihrer Folge die 90er-Jahre haben das wahrhaft böse Ende der Aufbrüche und Hoffnungen gebracht, die in den späten 60er-Jahren so verlockend waren. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

"Liegen lernen muss Helmut Hermes: 1982 tritt Britta in das Leben des Tagesdiebs und Frauenhelden. Helmut verliebt sich unsterblich. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden muss Helmut erkennen, dass irgendwann der Tag der Entscheidung kommt, an dem er seine Jugendliebe vergessen muss - oder er wird wieder frei für die Liebe sein."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Deja-Vu einer Jugend 18. September 2006
Von Fillipou
Format:DVD
Dieser Film packt Dich, wenn Du selbst eine Jugend in Deutschland so ca. zwischen 1970 und 1990 hinter Dich bringen musstest - denn in den meisten entsprechenden Biographien - egal ob männlich oder weiblich - wird es eine Jugendliebe wie Filmcharakter Britta geben.

Etwas unverständlich sind mir daher die teilweise hier geäußerten negativen Kritiken, weil der Film mit großer Hingabe an Details diesen oft schmerzhaften Prozess des "Lieben Lernens" (und nicht nur "Liegen Lernens") nachzeichnet, eingebettet in die von der Ausstattung perfekt inszenierte Stimmung der 80er und 90er Jahre.

Die Charaktere sind glaubhaft und durchweg toll gespielt, erschütternd auch die Nebenrollen wie die Eltern des Protagonisten Helmut, die in ihrer Spießigkeit Gänsehaut ob des eigenen Deja-Vu erzeugen und als Synonym für mindestens die Hälfte der damaligen Elterngeneration stehen. Insgesamt: tolles Buch, toller Film, stimmig und ergreifend.

Die Ausstattung der DVD mit umfangreichem und interessantem Bonusmaterial ist ebenfalls den Kauf wert, Fazit: Daumen hoch auf allen Ebenen.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Eigentlich faßt der Expertenkommentar den Film schon perfekt zusammen.
Heute konnte ich (Baujahr 1971) die DVD bereits ausleihen.
Ich bin in ähnlichen Verhältnissen wie Helmut aufgewachsen, und überhaupt war vieles ähnlich.
Und genau darum sollten besonders Leute, die in den 80ern aufgewachsen sind, bei diesem Film alle überflüssigen Personen sowie Popcorn, Chips und sonstige Ablenkungen beiseite lassen und sich fallenlassen. Aber Vorsicht: Dieser Film packt Euch beim Herz und läßt Euch lange Zeit nicht los. Im Gegenteil, mich hat es erst nach dem Abspann so richtig gepackt.

Wer die neuen deutschen, auf der jeweiligen Popkultur basierenden Erzählfilme mag - den wird "Liegen lernen" erbarmungslos packen. Und alle anderen - einfach versuchen.

Oder um er kurz machen: SUPERSCHÖN!

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
oh baby, let me grow up 20. Januar 2005
Format:DVD
Flitzpiepe steht für Helmut, einen Mann, der die Frauen nicht sucht, weil die Frauen einen eh finden. Das könnte ein kluger oder auch ein fauler Mann sein. Helmut ist beides. Er denkt kaum über sich nach und paßt ideal in unsere Zeit, die von solchen Männern um die dreißig herum überflutet zu sein scheint - Flitzpiepen eben. Es steht aber auch für Britta, die verdammt gut aussieht und solche Typen mag. Oder Tina, die spröde und kantig ist, aber auch sie mag Männer, die einfach nur da sind und nicht viel mehr verlangen.
Nick Hornby hat das Thema in High Fidelity aufgegriffen, dann kam Sven Regner mit Herr Lehmann und schließlich Frank Goosen mit seinem Roman liegen lernen. Alle drei Bücher sind verfilmt, in allen dreien spielen orientierungslose Männer die Hauptrolle. Sie taumeln von einer Frau zur anderen und haben keine Ahnung, was sie eigentlich wirklich wollen. Dabei erscheinen die Frauen wie Randfiguren, dienen aber der Charakterisierung dieser Männer. Sie sind eigentlich die wahren Helden oder anders gesagt, sie sind die Leinwand, ohne die es kein Bild geben würde.
Der Roman liegen lernen hat eine angenehme Leichtigkeit, hinterläßt aber kaum Spuren im Kopf. Hendrik Handloegtens Verfilmung bietet da mehr. Sie geht tiefer und läßt einen an einem brütenden Sommertag einen dieser raren Regenschauer spüren - der in diesem Fall zwar nur 94 Minuten anhält, nach dem aber die ganze Stadt anders riecht.
Handloegten ist einer von den Regisseuren, auf deren neuen Film man wartet und wartet und sich fragt, was tun diese Leute, wenn sie keine Filme machen. Sie schreiben an Drehbüchern mit, ist die Antwort. Bei Goodbye Lenin und Die Liebe in Gedanken hatte Handloegten seine Finger im Spiel. Und nach seinem wunderbaren Erstling Paul is dead kommt mit liegen lernen nach drei Jahren sein neuer Film in die Kinos.
Viele Momente darin sind auf das Wesentliche reduziert, die Kunst des Weglassens wird gefeiert und die Dialoge sind so sparsam, daß man den Schauspielern oft zurufen möchte: Sagt mehr! Das alles bringt Tempo und null Langeweile - nach einer Viertelstunde vertraut man dem Regisseur, daß er einen überall hinführen kann.
Im Gegensatz zu Goosens Roman, wirkt der Hauptcharakter im Film viel sympathischer. Er hat durch Fabian Busch neue Züge bekommen, man kann seine Irrfahrt nachvollziehen und verzeiht ihm die Fehler.
Und Flitzpiepen hin oder her, es laufen viele Typen herum, die sich in Helmut wiedererkennen werden; und es laufen auch viele Frauen herum, die mit solchen Flitzpiepen auskommen müssen. Auf daß die Männer von den Frauen lernen, auf daß die Frauen ihrer nicht müde werden.
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Veröffentlicht am 12. Januar 2009 von Stephan Seither
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Veröffentlicht am 18. Februar 2008 von Biberkopf
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Veröffentlicht am 27. Juni 2007 von Dennis Fedderke
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Veröffentlicht am 23. Februar 2007 von TiersenBA
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Veröffentlicht am 25. April 2005 von "simondavid"
Netter deutscher Film! Lohnt sich!
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Die Liebe in den Achtzigern
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Veröffentlicht am 27. November 2004 von Dr. Oliver Strebel
12 Goldene Himbeeren?
Auf den Film "Liegen lernen" bin ich durch eine lobende Kritik einer Kinozeitschrift aufmerksam geworden. Lesen Sie weiter...
Am 4. Oktober 2004 veröffentlicht
Nicht zu empfehlen!
Meine Frau und ich haben beide zuerst das Buch gelesen und sind vom Film enttäuscht. Die Musik und die Stimmung der Zeit sind gut eingefangen worden, ansonsten plätschert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2004 von herren30
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