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Liegen lernen [Gebundene Ausgabe]

Frank Goosen
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 297 Seiten
  • Verlag: Eichborn (Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821808543
  • ISBN-13: 978-3821808543
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,1 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 303.695 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Frank Goosen
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nix los
Frank Goosen erzählt sein Erwachsenwerden in den 80er-Jahren der alten Bundesrepublik.

Man nehme ein bisschen Zeit, einen Laptop und den Bestseller Die Generation Golf von Florian Illies. Hinzu schütte man ein paar persönliche Erfahrungen, vermenge sie gut mit Altbekanntem und fertig ist ein Roman über die 80er-Jahre.

Der Held in Frank Goosens Romandebüt "liegen lernen" heißt Helmut. Seine Mutter ist dick und Hausfrau, sein Vater geht immer in den Keller, um seine riesige Plattensammlung zu bestaunen und um heimlich gedankenverloren zur Musik zu tanzen. Helmut schaut fern, neuerdings sogar in Farbe.

Diese Welt ist so lange in Ordnung bis Britta, die Neue, in der Klasse auftaucht. Ihre Eltern wohnen in einem Haus am Waldrand, sie sind Künstler und Britta nennt sie beim Vornamen. Helmut verliebt sich unsterblich in sie, die beiden schlafen miteinander und er beginnt durch sie beeinflusst, sich politisch in Aktionsgruppen zu engagieren.

Von heute auf morgen verlässt Britta ihn, um, wie sie sagt, in Amerika neue Erfahrungen zu sammeln. Für Helmut jedoch bleibt sie die große Liebe seines Lebens und es dauert bis in die zweiten Hälfte der 90er-Jahre und bedarf drei weiterer Beziehungsversuche, bis er sich von diesem Schock erholt. Das alles muss der Leser mit ansehen: jede neue Beziehung mit beginnen, sich durch die Mühen der Ebene schleppen und jedes Mal ihr Scheitern durchleiden. Das alles auf der Folie der 80er-Jahre, mit ihren bekannten Symptomen Friedensbewegung, Kohl-Lethargie und Konsumrausch. Alles nichts wirklich Neues. Aber alles spannend für die Kinder dieser Zeit.

Die alte Bundesrepublik beginnt nun nach der Wiedervereinigung langsam, sich ihre Geschichte zu erzählen. Sie scheint von den Ereignissen um 1989 ebenso mitgenommen worden zu sein wie die ehemalige DDR. Anders ist diese Bestandsaufnahme und das ewige Kreisen um Kindheit als Versicherung einer Herkunft nicht zu erklären. Frank Goosen hat zu dem Puzzle, das westdeutsche Identität bedeuten könnte, seinen Teil beigetragen. Leider jedoch keinen großen und man glaubt langsam wirklich, dass es damals sehr langweilig gewesen sein muss. --Jana Hensel

Kurzbeschreibung

Eine Stadt im Ruhrgebiet. Anfang der 80er Jahre. Helmut ist 16, besucht die Oberstufe eines Gymnasiums, hat Eltern, die nicht miteinander reden und eine Mutter, die immer nur wissen möchte, was er eigentlich will. Vom Leben, zum Beispiel. Wenn er das nur selbst so genau wüßte. Seine lakonische Selbsteinschätzung: drogenabstinenter, heterosexueller Nichtdemonstrierer, so wenig Engagement wie nötig, so viel Leben (lassen) wie möglich. Helmut hört Platten von den Beatles und Dylan, tanzt zu Madness und Fischer Z, trägt wie alle anderen Bäckerhosen und verliebt sich in die Schulsprecherin Britta. Ihr zuliebe engagiert er sich in der Nicaragua-Gruppe, sie führt den kleinbürgerlichen, immer etwas schüchternen Jungen in die Liebe ein. Zur ersten Liebe aber gehört auch die erste Enttäuschung. Und so erzählt Helmut rückblickend sein Leben als Suche nach der einzigen Frau, die ihm etwas bedeutet hat, während seine amourösen Abenteuer ihn in Wirklichkeit kaltließen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Erwachsenwerden... 14. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch gegen 19:00 Uhr abends angefangen zu lesen. Obwohl ich ein Schnelleser bin, habe ich nicht damit gerechnet und auch nicht vorgehabt, das Buch an einem Abend durchzulesen. Aber obwohl ich es zwischendurch weggelegt und das Licht ausgemacht habe,konnte ich nicht schlafen, weil mir soviele Gedanken durch den Kopf gingen. Ob mir diese Gedanken durch den Kopf gingen, weil ich das Buch gelesen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Tatsache ist, dass ich das Buch einfach zu Ende lesen musste.

Ich glaube, das Stärkste an diesem Buch sind die klare Sprache und das Aufkommen von Erinnerungen bei jedem, der in der gleichen Zeit wie Jürgen Goosen gross geworden ist. Dieser Effekt zieht einen vordergründig in das Buch hinein, sei es durch die im Hirn angespielten Musiktitel oder die Schilderung der zeittypischen Feten und Besäufnisse, der Musik, die man hören musste und der Musik, die man auf keinen Fall hören durfte.

Das eigentlich interessante ist aber die psychologische Komponente. Helmut hat sich 33 Jahre lang durchs Leben tragen lassen, ständig verfolgt von Situationen wie an der Supermarktkasse, wo man sich plötzlich für eine der vielen Süssigkeiten entscheiden muss. Und plötzlich wird ihm die Pistole auf die Brust gesetzt. Seine Freundin verlangt von ihm, sich jetzt ganz für ihn zu entscheiden, will ein Kind von ihm, also: ihm die Schlinge um den Hals legen.

Das ist die Ausgangssituation des Buches und in einer Retrospektive beginnt von der ersten Seite an eine Beschreibung seines "Leidensweges" früherer Beziehungen. Dieser Plot erinnert dabei sicher nicht völlig zufällig an "High Fidelity", vor allem als Helmut seine Verflossenen quer durch Deutschland in einer Tages- und Nachttour besucht, aber "High Fidelity" ist amerikanischer, das Setting von "Liegen Lernen" ist deutsch wie es deutscher nicht sein kann.

Dabei fällt auf, dass Helmut eigentlich nie den aktiven Part dargestellt hat. Von allen seinen Freundinnen ist er eigentlich "entdeckt" worden, die Ausnahme ist Gisela, die aber mit einem ganzen Zaun gewunken hat, so dass für ihn das Risiko einer Abfuhr praktisch nicht existent war.

Helmut ist mit völlig verschiedenen Frauentypen zusammen, muss lernen, dass man die grosse Liebe - und wenn sie mit 15 passiert, was tragisch ist - nie wirklich vergisst und man sich am Ende irgendwann doch mal für etwas entscheiden muss.

Das Schmerzliche an einer solchen Entscheidung ist nachvollziehbar (nie wieder eine andere Frau). So ist seine Entscheidung für Tina auch kein reines Happy-End, sondern entwickelt sich vielmehr aus dem Gefühl, endlich nicht mehr heimatlos zu sein.

Das ist alles sehr gefühlvoll, ohne dick aufzutragen, geschrieben. Aber man ahnt, dass die Selbstzweifel von Helmut nicht für immer beseitigt werden sein werden und wird neugierig, was wohl mit Helmut passiert, wenn er als Familienvater mit vierzig dann irgendwann mal in die Midlife-Crisis kommt...

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lehmanns Zwilling 3. Juli 2007
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Frank Goosens "liegen lernen" handelt von Helmuts Leben zwischen 1982 und 1998. Zuerst ist er Gymnasiast, dann Student und schliesslich Assistent an der Uni. Sein Leben wird vor allem an Beziehungen zu Frauen gespiegelt, und da sind einige. Fast schon klassisch ist das Schlusskapitel, in dem der Protagonist nochmals die ehemaligen Freundinnen aufsuchen muss, um sich über sein gegenwärtiges Leben und seine eigene Rolle klar und sicher zu werden, die Frage nach der grossen Liebe im Leben.

Das Buch ist sehr nostalgisch und für mich als Kind der Achtziger kommen da viele Erinnerungen an die eigene Vergangenheit hinauf. Die Geschichte ist allerdings allgemeingültig und funktioniert unabhängig von zeitlichen Kontext, denn es geht um die existenzielle Frage nach dem Sinn des Lebens. Blendend sind auch die Schilderungen des kleinbürgerlichen Milieus. Insgesamt ist "liegen lernen" sehr unterhaltsam und witzig geschrieben und vergleichbar mit Sven Regeners "Herr Lehmann".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Achtziger lassen grüssen 21. September 2011
Von Mister J.
Format:Taschenbuch
Goosens Werk "liegen lernen" habe ich nach seinem Roman "So viel Zeit" gelesen. Insofern muss ich fast ein wenig entäuscht sein, denn dieses Level erreicht der Autor nicht mehr ganz. Dennoch liegt auch hier ein gutes Buch vor, welches sich aber nicht ganz so flüssig lesen lässt wie "So viel Zeit". Dennoch trifft Goosen mehrfach den Punkt und der "Ja, so war es" Effekt tritt in Kraft.

Insgesamt ein durchaus gutes Buch, das ich dennoch nicht ganz als Generations-Roman ansehen würde, weil es die Achtziger eben aus einer speziellen Sichtweise zeigt. 3,5 Punkte gebe ich für den Inhalt und einen halben Stern gibt es für das starke Cover!
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Vor 24 Tagen von Thomas Knackstedt veröffentlicht
Recht unterhaltsam, aber nichts besonderes
Muss man nicht gelesen haben, aber man muss sich auch nicht überwinden, weiterzulesen. Viel mehr fällt mir zum Buch auch nicht ein, das man auf jeden Fall erst in die... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von buecheroeli veröffentlicht
Ja, hat denn der Herr Hornby wenigstens Prozente bekommen?
Wer "High Fidelity" gelesen hat, kann sich eigentlich nur ärgern, dass hier nicht wenigstens etwas klüger kopiert wurde. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 30. April 2008 von Karl-Heinz Theissten
da fehlt was
Man begleitet Helmuts (Liebes)Leben durch die 80er Jahre . Er kann seine erste große Liebe nicht vergessen und kompensiert dies durch das Sammeln von Musik. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2008 von tanjuscha
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