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Liegen lernen
 
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Liegen lernen

Fabian Busch , Susanne Bormann , Hendrik Handloegten    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,97 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gleich zu Beginn landet Helmut Hermes, der ziemlich träge und eigentlich recht langweilige Anti-Held aus Hendrik Handloegtens Generationsporträt Liegen lernen, mit dem Gesicht in einer Pfütze. Wir schreiben in diesem Augenblick das Jahr 1998, und man wird den Eindruck nicht los, dass es so kommen musste. Jemand, der nie viel Würde und schon gar keine Klasse besaß, ist damit endgültig am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Der Sturz auf die nasse Straße hat eine symbolische Qualität, und so ist es nur konsequent, dass Handloegten in genau diesem Moment ins Jahr 1982 zurückspringt, um uns zu erzählen, warum Helmut (Fabian Busch) schließlich in dieser Pfütze landen musste.

Frank Goosens Roman Liegen lernen ist das Produkt des Erfolgs, den der britische Musikkritiker und Schriftsteller Nick Hornby mit seinen Romanen hatte. Wie Hornby nähert sich auch Goosen seiner oft enervierenden Hauptfigur vor allem über popkulturelle Anspielungen und Assoziationen. Helmut ist fest in die Pop-Geschichte der Bundesrepublik eingeschrieben. Das schafft eine gemeinsame nostalgische Basis. So kann sich nahezu jeder, der in Westdeutschland in den 1980er-Jahren aufgewachsen ist, irgendwie in Helmut und seiner Geschichte wiedererkennen. Auf diesen Effekt setzt auch Handloegten. Seine Verfilmung des Romans fügt sich nahtlos in das mit der Jahrtausendwende gekommene 80er-Jahre-Revival ein und kommentiert es zugleich.

Auf seiner Oberfläche ist Liegen lernen ein durch und durch provinzieller Film, so wie der aus dem Ruhrgebiet stammende Helmut eben auch ein durch und durch provinzieller Charakter ist. Die Szenen, in denen Handloegten das kleinbürgerliche Milieu nachzeichnet, das Menschen wie Helmut hervorgebracht hat und wohl auch immer noch hervorbringt, können einem Schauer über den Rücken jagen. In ihnen manifestiert sich eine Tag für Tag gelebte Banalität, die Helmut vielleicht für immer anhaften wird. Daran ändern weder seine unglückliche Liebe zu seiner Klassenkameradin Britta (Susanne Bormann) noch seine späteren Liebschaften und Affären etwas.

Helmuts Leben ist bedeutungslos, und die Bilder, in denen Handloegten von ihm erzählt, sind es auch. Die so offensichtliche Belanglosigkeit von Liegen lernen ist erst einmal irritierend, dann erschreckend, aber schließlich begreift man, dass sie absolut notwendig ist. Handloegten ist sich ihrer immer bewusst und lenkt so unseren Blick und unsere Wahrnehmung. Nicht ohne Grund läuft hier gleich mehrmals May Spils' Zur Sache Schätzchen im Fernsehen. Helmut ist zweifellos ein Verwandter von Werner Enkes Schwabinger Tagedieb, aber zugleich illustriert er dessen immer wieder geäußertes Menetekel: "Es wird böse enden." Die 80er-Jahre und in ihrer Folge die 90er-Jahre haben das wahrhaft böse Ende der Aufbrüche und Hoffnungen gebracht, die in den späten 60er-Jahren so verlockend waren. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

"Liegen lernen muss Helmut Hermes: 1982 tritt Britta in das Leben des Tagesdiebs und Frauenhelden. Helmut verliebt sich unsterblich. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden muss Helmut erkennen, dass irgendwann der Tag der Entscheidung kommt, an dem er seine Jugendliebe vergessen muss - oder er wird wieder frei für die Liebe sein."

Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Bravouröser Ton und ein etwas zu seichtes Bild, dafür aber Extras ohne Ende. Der Regiekommentar befasst sich am liebsten mit dem Auffinden der Requisiten, etwa bestimmter Bierdosen aus den 80er Jahren etc.. Die Aussstattung ist dann auch einer der Hauptunterhaltungsaspekte des Filmes. Immerwieder entdeckt man irgendwo etwas Erinnerungsträchtiges von den Was ist Was-Büchern bis zum Tetra-Pack des Orangensaftes. "Liegen lernen" hat immer einen melancholischen Unterton und strotzt nicht gerade vor Lebensfreude, aber er zeichnet ein stimmiges Zeitkolorit und liefert hübsche Schauspieler-Leistungen, sowie ein substanzvolles Drehbuch.sehenswertMO

Bild: Das Bild bleibt etwas unkonturiert in der Schärfe, was zu sanften aber sichtbaren Mattscheibeneffekten führt. Gesichter leiden in Nahaufnahmen besonders darunter. Kamerafahrten bleiben ruckelfrei und leiden auch nicht unter Schärfeverlust (00.16.00, Fahrt an Schülern). Haare innerhalb von Bewegungsabläufen wirken leicht eingefroren (00.24.19).

Ton: Liebevoll angelegter 5.1-Sound, der eine detailfreudige Ambienz zeichnet. Bei bester Direktionalität werden etwa die Schritte der in die Küche kommenden Mutter zu einer hautnahen Bedrohung (00.21.00). Weiträumige Musik und sehr sauber eingefügte Dialoge sind der Disc zu bescheinigen. Hervorragend auch die Hintergrundambienz, in die etwa bei 00.12.30, ein Trabbi-Motorengeräusch eingemischt ist, das schrecklich lebensnah klingt. --movieman.de

VideoMarkt

BRD, die 80er Jahre. Gehört werden The Pop Group und F.R. David - zumindest von Helmut und seinen Kumpels, die großmäulig Ausschau halten nach "fickbarem Material". Bis die blonde Britta den Raum betritt und für Helmut der Himmel voller Geigen hängt. Bei ihr muss er landen - nur bei ihr. Und es gelingt ihm auch. Da zieht Britta nach San Francisco und alles ist vorbei. Von nun an schläft sich der gekränkte Pfau durch die Betten, nützt als "Frauenversteher" seinen Schlag bei der Damenwelt und leidet, anstatt "liegen zu lernen".

Video.de

Eine wunderbare, gut nachvollziehbare Initiations-Komödie nach Frank Goosens Ruhrgebietsroman, inszeniert von Hendrik Handloegten ("Paul Is Dead"), der gekonnt von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens erzählt und gleichzeitig die politisch-gesellschaftliche Stagnation der 80er Jahre in präzisen Bildern festhält. Sorgfältig im Ton- und Produktionsdesign, gekonnt besetzt und ausgestattet, sowie mit leichter Hand inszeniert, merkt man dem Film an, wie viel Herzblut in ihm steckt. Deutsches Teen-Pic mit Tiefgang.

Blickpunkt:

Hendrik Handloegten, Jahrgang 1968, von 1989 bis 1993 Betreiber des Berliner Eiszeit Kinos und anschließend Student der Deutschen Film- und Fernsehakademie, stellt ein großes Versprechen für die Zukunft des deutschen Films dar. Gleich sein erster Langfilm, die dffb-Abschlussarbeit 'Paul Is Dead', wurde vielfach ausgezeichnet und gewann unter anderem den Preis des saarländischen Ministerpräsidenten beim Max-Ophüls-Festival 2000 sowie den Adolf-Grimme-Preis 2001. In 'Liegen lernen' erzählt er nun mit viel Einfühlungsvermögen und Witz, handwerklich makellos und mit viel Gespür für Rhythmus und Timing die Geschichte eines jungen Mannes, der sich nicht wohl fühlt im eigenen Leib, der gefühlskalt und bindungsunfähig geworden ist, seitdem er seine große Liebe verloren hat. [BR][BR]An 'High Fidelity' wird man erinnert und auch ein wenig an 'Soloalbum', an John Cusacks Schallplattenfetischisten Rob und Matthias Schweighöfers Musikjournalisten Ben, wenn man Helmut Hermes zusieht, wie er an den Frauen leidet. Der Held aus Frank Goosens gleichnamigem, erfolgreichen Ruhrgebietroman ist nun auf der Leinwand zum Leben erwacht, mit viel Gespür und Ausdruckskraft gespielt vom wandlungsfähigen Fabian Busch ('23'). Ein 'gefühlsgehemmter, bindungsunfähiger und feiger Penner' ist dieser über die Jahre geworden, das zumindest behauptet Langzeitfreundin Tina und serviert ihren mittlerweile 32-jährigen Liebhaber ab. Ein Kind möchte sie haben, und das wirft den Luftikus aus der Bahn. Zeit für Helmut, Bilanz zu ziehen und zurückzuschauen auf sein verkorkstes Leben.[BR]Und so setzt sie ein, die lange Rückblende, die zurückführt in die frühen achtziger Jahre, in die BRD und das geteilte Berlin, in die Ära Helmut Kohl und zur Musik von The Pop Group und F.R. Davids. Da stehen sie rum, Helmut und seine Kumpels, der coole Mücke (Florian Lukas aus 'Good Bye, Lenin!') und der Musikfreak Schäfer, und betrachten großmäulig das 'fickbare Material'. Bis die blonde Britta (Susanne Bormann aus 'Nachtgestalten') den Raum betritt und für Helmut plötzlich der Himmel voller Geigen hängt. Bei ihr muss er landen - bei keiner sonst. Und es gelingt ihm auch. Da zieht Britta zu ihrem Vater nach San Francisco und alles ist vorbei. Von nun an schläft sich der gekränkte Pfau durch die Betten, nützt seinen Schlag bei den Frauen aus und leidet, anstatt 'liegen zu lernen' und endlich erwachsen zu werden.[BR]Eine wunderbare, gut nach vollziehbare Coming-of-Age-Komödie ist Hendrik Handloegten gelungen, der gekonnt von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens erzählt und gleichzeitig die politisch-gesellschaftliche Stagnation der achtziger Jahre in präzisen Bildern festhält. Überaus sorgfältig im Produktions- und Tondesign, gekonnt besetzt und ausgestattet sowie mit leichter Hand inszeniert, merkt man dem Film an, wie viel Herzblut in ihm steckt. Handloegten liebt seine Figuren, formt sie und gibt ihnen Raum - als Autor weiß er, was der Regisseur braucht. Jede/r ist speziell, ganz einzigartig. Helmut ohnehin, aber auch Gisela, die mütterliche Medizinstudentin, deren Mitbewohnerin Barbara, eine nihilistische Theatermimin, oder die zupackende Sportjournalistin Gloria. Fritzi Haberlandt, Sophie Rois und - etwas schwächer - Anka Lea Sarstedt füllen diese Bettgenossinnen Helmuts mit Leben, schaffen Zwischentöne und rücken den Helden so noch besser in den Mittelpunkt des Geschehens. Nach 'Good Bye, Lenin!', an dessen Drehbuch Handloegten [BR]mitarbeitete, hat das Produktions- und Verleih-Team von X Filme erneut ein vielversprechendes, preiswürdiges Werk fertiggestellt, das quer durch die Zuschauerschichten, Action- und High-Tech-Fans einmal ausgenommen, bestens ankommen sollte. geh.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Erwachsenwerden in den 80ern - nach dem gleichnamigen Roman von Frank Goosen.

Kurzbeschreibung

Obwohl mittlerweile 32 Jahre alt, hat Helmut immer noch nicht viel in seinem Leben bewegt, was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen großen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta. Mit der Entscheidung konfrontiert, ob es endlich weitergehen soll in seinem Leben oder er für immer unfähig bleiben will, sich für die eine wirklich zu entscheiden, tritt Helmut den Weg zurück in seine Jugend an, zu seiner ersten Liebe: Britta... und wie es wirklich war.

Produktbeschreibungen

Obwohl mittlerweile 32 Jahre alt, hat Helmut (Fabian Busch) immer noch nicht viel in seinem Leben bewegt, was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen großen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta (Susanne Bormann). Mit der Entscheidung konfrontiert, ob es endlich weitergehen soll in seinem Leben oder er für immer unfähig bleiben will, sich für die EINE wirklich zu entscheiden, tritt Helmut den Weg zurück in seine Jugend an, zu seiner ersten Liebe: Britta... und wie es wirklich war.

Die romantische Komödie LIEGEN LERNEN, nach dem gleichnamigen Bestseller von Frank Goosen, ist eine Liebeserklärung an die Unentschiedenheit der Jugend und erzählt mit viel Witz und Ironie die Geschichte von Helmut und seinen verpassten Chancen im Leben wie in
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