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Liegen lernen

Fabian Busch , Susanne Bormann    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 5,45 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher immer versandkostenfrei). Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Fabian Busch, Susanne Bormann, Birgit Minichmayr, Fritzi Haberlandt, Florian Lukas
  • Komponist: Dieter Schleip
  • Künstler: Maria Köpf, Yesim Zolan, Lucia Faust, Hendrik Handloegten, Florian Hoffmeister, Elena Bromund, Arno Wilms, Elmar Wilms
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 5. März 2004
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001DHRAM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.801 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Amazon.de

Gleich zu Beginn landet Helmut Hermes, der ziemlich träge und eigentlich recht langweilige Anti-Held aus Hendrik Handloegtens Generationsporträt Liegen lernen, mit dem Gesicht in einer Pfütze. Wir schreiben in diesem Augenblick das Jahr 1998, und man wird den Eindruck nicht los, dass es so kommen musste. Jemand, der nie viel Würde und schon gar keine Klasse besaß, ist damit endgültig am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Der Sturz auf die nasse Straße hat eine symbolische Qualität, und so ist es nur konsequent, dass Handloegten in genau diesem Moment ins Jahr 1982 zurückspringt, um uns zu erzählen, warum Helmut (Fabian Busch) schließlich in dieser Pfütze landen musste.

Frank Goosens Roman Liegen lernen ist das Produkt des Erfolgs, den der britische Musikkritiker und Schriftsteller Nick Hornby mit seinen Romanen hatte. Wie Hornby nähert sich auch Goosen seiner oft enervierenden Hauptfigur vor allem über popkulturelle Anspielungen und Assoziationen. Helmut ist fest in die Pop-Geschichte der Bundesrepublik eingeschrieben. Das schafft eine gemeinsame nostalgische Basis. So kann sich nahezu jeder, der in Westdeutschland in den 1980er-Jahren aufgewachsen ist, irgendwie in Helmut und seiner Geschichte wiedererkennen. Auf diesen Effekt setzt auch Handloegten. Seine Verfilmung des Romans fügt sich nahtlos in das mit der Jahrtausendwende gekommene 80er-Jahre-Revival ein und kommentiert es zugleich.

Auf seiner Oberfläche ist Liegen lernen ein durch und durch provinzieller Film, so wie der aus dem Ruhrgebiet stammende Helmut eben auch ein durch und durch provinzieller Charakter ist. Die Szenen, in denen Handloegten das kleinbürgerliche Milieu nachzeichnet, das Menschen wie Helmut hervorgebracht hat und wohl auch immer noch hervorbringt, können einem Schauer über den Rücken jagen. In ihnen manifestiert sich eine Tag für Tag gelebte Banalität, die Helmut vielleicht für immer anhaften wird. Daran ändern weder seine unglückliche Liebe zu seiner Klassenkameradin Britta (Susanne Bormann) noch seine späteren Liebschaften und Affären etwas.

Helmuts Leben ist bedeutungslos, und die Bilder, in denen Handloegten von ihm erzählt, sind es auch. Die so offensichtliche Belanglosigkeit von Liegen lernen ist erst einmal irritierend, dann erschreckend, aber schließlich begreift man, dass sie absolut notwendig ist. Handloegten ist sich ihrer immer bewusst und lenkt so unseren Blick und unsere Wahrnehmung. Nicht ohne Grund läuft hier gleich mehrmals May Spils' Zur Sache Schätzchen im Fernsehen. Helmut ist zweifellos ein Verwandter von Werner Enkes Schwabinger Tagedieb, aber zugleich illustriert er dessen immer wieder geäußertes Menetekel: "Es wird böse enden." Die 80er-Jahre und in ihrer Folge die 90er-Jahre haben das wahrhaft böse Ende der Aufbrüche und Hoffnungen gebracht, die in den späten 60er-Jahren so verlockend waren. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Warner Home Liegen Lernen, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 05.03.04

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Hörbuch ist den entscheidenden Tick besser ! 12. Januar 2009
Von Stephan Seither TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Als Zuschauer erlebt man, an der Seite von Helmut (Fabian Busch) u .a. dessen Jugend und die prägenden Hintergründe dieser Zeit der ersten Orientierung in der Welt - d.h. inkl. erster Liebe, Klassenfahrt, DDR-Ausflug, Nato-Doppelbeschluss, Umweltbewegung, Friedensbewegung u.v.a.m. - nahezu 20 Jahre bleibt man an der Seite von Helmut, erlebt die Wiedervereinigung, Konflikte im Elternhaus, wechselnde Beziehungen... und und und - hochinteressant inszenierte Zeitreise, bei der man sich als Zuschauer immer wieder fragen wird: "Wo war ich zu der Zeit, welche Erlebnisse waren auch die meinen?".

Fabian Busch beweist während dieses Films seine Wandlungsfähigkeit - über 87 Minuten hinweg gibt er den heranwachsenden Oberschüler der 1980er Jahre ebenso überzeugend, wie er letzlich auch gekonnt in die Rolle des erwachsenen Helmut schlüpft.

Bleibt der Verweis aufs Hörbuch, welches meiner Meinung nach ganz einfach eine entscheidende Nasenlänge vor dem Filmerlebnis hat, die Version fürs Kopfkino ist eben noch einen Tick besser - überzeugen Sie sich doch ganz einfach selbst, auf der DVD wird nämlich u.a. eine Hörprobe geboten!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht, haltet Euer Herz fest 28. Februar 2004
Format:DVD
Eigentlich faßt der Expertenkommentar den Film schon perfekt zusammen.
Heute konnte ich (Baujahr 1971) die DVD bereits ausleihen.
Ich bin in ähnlichen Verhältnissen wie Helmut aufgewachsen, und überhaupt war vieles ähnlich.
Und genau darum sollten besonders Leute, die in den 80ern aufgewachsen sind, bei diesem Film alle überflüssigen Personen sowie Popcorn, Chips und sonstige Ablenkungen beiseite lassen und sich fallenlassen. Aber Vorsicht: Dieser Film packt Euch beim Herz und läßt Euch lange Zeit nicht los. Im Gegenteil, mich hat es erst nach dem Abspann so richtig gepackt.
Wer die neuen deutschen, auf der jeweiligen Popkultur basierenden Erzählfilme mag - den wird "Liegen lernen" erbarmungslos packen. Und alle anderen - einfach versuchen.
Oder um er kurz machen: SUPERSCHÖN!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen oh baby, let me grow up 20. Januar 2005
Format:DVD|Verifizierter Kauf
Flitzpiepe steht für Helmut, einen Mann, der die Frauen nicht sucht, weil die Frauen einen eh finden. Das könnte ein kluger oder auch ein fauler Mann sein. Helmut ist beides. Er denkt kaum über sich nach und paßt ideal in unsere Zeit, die von solchen Männern um die dreißig herum überflutet zu sein scheint - Flitzpiepen eben. Es steht aber auch für Britta, die verdammt gut aussieht und solche Typen mag. Oder Tina, die spröde und kantig ist, aber auch sie mag Männer, die einfach nur da sind und nicht viel mehr verlangen.
Nick Hornby hat das Thema in High Fidelity aufgegriffen, dann kam Sven Regner mit Herr Lehmann und schließlich Frank Goosen mit seinem Roman liegen lernen. Alle drei Bücher sind verfilmt, in allen dreien spielen orientierungslose Männer die Hauptrolle. Sie taumeln von einer Frau zur anderen und haben keine Ahnung, was sie eigentlich wirklich wollen. Dabei erscheinen die Frauen wie Randfiguren, dienen aber der Charakterisierung dieser Männer. Sie sind eigentlich die wahren Helden oder anders gesagt, sie sind die Leinwand, ohne die es kein Bild geben würde.
Der Roman liegen lernen hat eine angenehme Leichtigkeit, hinterläßt aber kaum Spuren im Kopf. Hendrik Handloegtens Verfilmung bietet da mehr. Sie geht tiefer und läßt einen an einem brütenden Sommertag einen dieser raren Regenschauer spüren - der in diesem Fall zwar nur 94 Minuten anhält, nach dem aber die ganze Stadt anders riecht.
Handloegten ist einer von den Regisseuren, auf deren neuen Film man wartet und wartet und sich fragt, was tun diese Leute, wenn sie keine Filme machen. Sie schreiben an Drehbüchern mit, ist die Antwort.
Lesen Sie weiter... ›
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Netter Film übers Erwachsenwerden... 1. März 2004
Von Ein Kunde
Format:DVD
... meiner Generation, der Enddreißiger. Denn der Protagonist des Films hat mein Alter und ich fand es wunderbar, mit ihm und dem Film auf Zeitreise zu gehen....
In den frühen 80ern verliebt sich der Filmheld (oh Gott, jetzt fällt mir sein Name nicht mehr ein... nennen wir ihn weiter 'Filmheld'...!) in eine Mitschülerin: blond, selbstbewußt, wunderschön ist Britta, doch irgendwie auch unnahbar und nicht echt - so will sie beispielsweise, daß die Liebesbeziehung zum Filmhelden geheim bleibt. Der tut das aber gern für sie, ist wie verrückt nach ihr. Sie wird auch zum ersten Sexerlebnis seines Lebens - das "Liegen lernen" hat begonnen. Doch schon bald geht Britta zu ihrem Vater in Amerika, um dort zu leben und weiter zur Schule zu gehen. Der zurückgelassene Filmheld mit gebrochenem Herzen schreibt ihr, doch nie kommt eine Antwort.
Es geht voran, Karriere und Geschichte werden gemacht - und der Zuschauer erlebt eine Reihe verschiedenster Sex- und Liebesbeziehungen unseres Filmhelden. Bis er schließlich die Richtige findt - nur weiß er es selbst noch nicht. Erst Britta verhilft ihm zu dieser Erkenntnis...
Eine Nebenhandlung fand ich noch besonders schön: die Beziehung des Helden zu seinen Eltern. Sie zeigt, daß - wie unser Held dann selbst erkennt - auch Eltern Menschen mit Persönlichkeiten und Liebesleben darstellen, ein Leben leben und nicht "einfach nur Eltern und da" sind.
Fazit: Ein feiner kleiner Film über das Erwachsenwerden. Sehenswert!
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Kann man, muss man aber nicht gucken
Habe mir ehrlich gesagt von der Story mehr versprochen, die war recht flach. Was toll war sind die Eindrücke aus den 80ern, dafür gebe ich die drei Sterne. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von J. Venzke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein schöner "altmodischer" Film
Der Film gefällt mir gut. Das ist sicher einer, den man sich öfter anschauen kann. Eine Komödie, die anspruchsvoll ist und gut unterhält. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von marta veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 'lernen, die große Liebe zu überwinden! Großartig und...
Dieser Film erinnert uns an unsere erste große Liebe' und genau wie die Hauptfigur seine erste große Liebe nicht vergessen kann, weil er sie zu einer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2007 von Dennis Fedderke
5.0 von 5 Sternen So ist es !
Ich kann nur sagen : Großes deutsches Kino ! Die Refexion der Jugend, das Kribbeln im Bauch, das Nachtrauern und das gedankliche hinterherrennen der ersten bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Februar 2007 von TiersenBA
5.0 von 5 Sternen Deja-Vu einer Jugend
Dieser Film packt Dich, wenn Du selbst eine Jugend in Deutschland so ca. zwischen 1970 und 1990 hinter Dich bringen musstest - denn in den meisten entsprechenden Biographien - egal... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. September 2006 von Fillipou
5.0 von 5 Sternen Gelungene Zeitreise!
Ich kannte das Buch nicht, gehöre also zu den Menschen, die zuerst den Film gesehen haben - und ich muss sagen, ich habe mich prächtig unterhalten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2006 von Frank
5.0 von 5 Sternen Vom Erwachsenwerden
"Liegen lernen" ist ein wunderbar amüsanter Film übers Erwachsenwerden. Helmut Hermes lässt sich auf eine Frauengeschichte nach der anderen ein, kann aber seine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2005 von "simondavid"
4.0 von 5 Sternen Netter deutscher Film! Lohnt sich!
Wer das Buch mochte, der sollte sich ruhig auch mal diesen Film ansehen. Nette Umsetzung, adäquate Schauspieler, passender Soundtrack. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2005 von A. Becht
4.0 von 5 Sternen Die Liebe in den Achtzigern
Ein erzspiessiges Elternhaus, eine geheimnisvolle Freundin im alternativen Wohnambiente und eine westdeutsche Massenuniversität bilden den Hintergrund der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. November 2004 von Dr. Oliver Strebel
1.0 von 5 Sternen 12 Goldene Himbeeren?
Auf den Film "Liegen lernen" bin ich durch eine lobende Kritik einer Kinozeitschrift aufmerksam geworden. Lesen Sie weiter...
Am 4. Oktober 2004 veröffentlicht
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