Vor ihrer Karriere als Autorin arbeitete Bärbel Mohr (5.7.1964 - 29.10.2010) als freiberufliche Fotografin, Redakteurin und Grafikerin. 1995 begann sie hobbymäßig für eine Zeitschrift zu schreiben. Bestellungen beim Universum verteilte sie zunächst als Handkopie an Freunde und Bekannte, ehe es als Buch erschien und zum Bestseller wurde.
Neben ihren zahlreichen Lebenshilfebüchern veröffentlichte sie auch zu Themen wie alternative Energieformen, Heilungsansätze, Wirtschaftsmodelle, Erziehungsformen und paranormale Phänomene, reiste nach Bangladesh zu Muhammad Yunus, dem Gründer der Bank für die Armen (Grameen), lange bevor dieser den Friedensnobelpreis erhielt, interviewte Millionäre, um deren Erfolgsformel zu entschlüsseln, erkannte Krisen als Chance, untersuchte, ob es möglich ist, arbeitlos und trotzdem glücklich zu sein.
Sie trat in Talkshows auf, gab Seminare im In- und Ausland, schrieb auch Kinderbücher, Romane und Drehbücher, produzierte Videos und Hörbücher. Ihre Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt und weltweit rund 2 Millionen mal verkauft. Bestellungen beim Universum erschien sogar in der Volksrepublik China.
Alles Wissenswerte von und über Bärbel erfährt man unter: www.baerbelmohr.de
Power Food für die Psyche! Wenn Sie an einem herrlich lau heißen Augusttag bei 27°C Schattentemperatur im Freibad Ihres Vertrauens oder beim Stadtbummel Gelüste auf die neueste Eiskreation bei Luigi überfallen, denken Sie, das wäre schlimm? Nun, der Monat August hat weder 365 Tage im Jahr, noch beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur in unseren Breiten 27°C – und wenn Sie mal ein Eis verzehren, das kann nicht so schlimm sein! Ist es auch nicht. Die maximal sechs bis sieben Gelegenheiten, die Sie in einem durchschnittlichen mitteleuropäischen Jahr bekommen, die herrlich zartschmelzende Mischung aus viel Zucker und Fett auf Ihrer Zunge zergehen zu lassen, werden Ihre Gesundheit sicherlich nicht trüben. Wenn Sie ansonsten das Richtige im rechten Maß verzehren... Das „Problem“, das wir heute mit Ernährung – und dazu zählen Essen und Trinken! – haben, ist ein ganz anderes als eine genussvolle Mußestunde Erdbeer / Joghurt / Amarena im Café im Schatten der Platanen. Die allermeisten von uns vertrauen „täglich“ oder fast täglich auf Dinge, die sie stimulieren, reizen, wach machen, dämpfen, beruhigen und besser einschlafen lassen. Und beziehen diese Dinge wie selbstverständlich auch in die Freizeit ein. Und zumindest die Freizeit sollte ja auch dem Körper, dem Stoffwechsel Raum geben, sich zu erholen. Nicht nur vom stressigen Job und dem nervigen Feierabendverkehr, sondern auch von den ganzen „Stimulanzien“. Als Beispiel möchte ich den viel zitierten Kaffee anführen. Wenn Sie unter der Woche zwei Tassen Kaffee brauchen, um „morgens einigermaßen in die Gänge zu kommen“, aber dennoch am Sonntag, an dem Sie niemand zwingt, „in die Gänge zu kommen“, eher aus Gewohnheit denn genussvoll zwei Tassen Kaffee schlürfen, kann irgendetwas nicht stimmen. Und natürlich „funktioniert“ dieses Dilemma nicht nur mit Kaffee, sondern auch mit den ganzen zuckerreichen Zwischenmahlzeiten, den Energy-Drinks, dem Feierabendbier, sogar mit dem alten (und im Vergleich zu den anderen recht harmlosen) Hausmittel „warme Milch mit Honig“, wenn Sie Einschlafprobleme haben. Die meisten „schnellen Fitmacher“ und „Entspanner“ haken bei diesen Problemen ein: Einschlafprobleme. Konzentrationsprobleme. Entspannungsprobleme. Leistungsprobleme. Probleme, richtig wach und „voll da“ zu sein. Als intelligenter, vernetzt denkender Mensch bleibt die Frage nach dem Ursprung all dieser Probleme. Die Antwort ist naheliegend: unser moderner Lebensstil hat all diese Probleme, kein hohes Niveau im Bezug auf Energie, Ausgeglichenheit, mentale und körperliche Fitness und einen gesunden Schlaf (mehr) zu erreichen, erst entstehen lassen. Und zwar durch...? Richtig, chronischen Stress. Dies ist ein Grund, warum sie keinen Gedanken des Bedauerns an unsere Altvorderen verschwenden sollten, dass die so „gute Sachen“ wie Kaffee, Energydrinks, Stimulanzien und Softdrinks gar nicht gekannt haben – sie haben sie nämlich auch nicht vermisst. Sie denken, es sei ein Normalzustand, morgens zum „richtig wach werden“ einen Kaffee zu brauchen, vormittags und zwischendurch, wenn die Frühstückspause einmal ausfällt, zwei Stück Traubenzucker (oder einen Schokoriegel) zur Hand zu haben, um durchzuhalten, oder abends, wenn es des Wochenendes in die Verlängerung geht, mittels eines Energydrinks die Nacht zum Spätnachmittag werden zu lassen. Oder mit einem (zwei, drei oder noch mehr?) Bier abends „Stress abzubauen“, wie es so schön heißt. Sie glauben also, es sei normal, sich beständig anregen, aufputschen, entspannen zu müssen. Menschen, die keinen Kaffee trinken, gelten ja schon fast als Sonderlinge und werden ungläubig bestaunt. Der Zustand, sich tagsüber irgendwie im Bezug auf Stimmung und Verfassung manipulieren zu müssen, nur um irgendwie durchzuhalten, ist in unserer heutigen Zeit sicherlich genauso normal wie der, spätestens ab dem 50. Lebensjahr chronisch krank zu sein und ohne die Segnungen der Pharmaindustrie gar nicht mehr auskommen zu können. Oder sagen wir besser, genau so „gesund“. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich kenne die Abgründe der menschlichen Psyche und weiß, was Sie nach den vorangegangenen drei Absätzen über mich denken: „Ha, schon wieder so ein Gesundheitsfanatiker, der mir die Vorteile einer äußerst restriktiven Ernährungsweise schmackhaft machen will! Nicht mit mir!“ nein, dem ist durchaus nicht so. Wenn ich sage, dass es in der heutigen Zeit genauso normal ist, nicht mehr ohne die oben erwähnten kleinen Helferlein auszukommen, wie das letzte Lebensdrittel grundsätzlich mit Leid und chronischer Krankheit zu verbringen, heißt das zwar, dass hier ein Zusammenhang besteht zwischen unserer Lebensweise und dem großen Elend des fortgeschrittenen Lebensalters. Es heißt indes nicht, dass Kaffee, ein Bier oder Schokolade und Traubenzucker per se ungesund und generell abzulehnen sind. Das sind sie in der Tat nicht! Das einzig Ungesunde an all diesen Dingen ist vielmehr die Tatsache, dass wir offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, ohne auszukommen. Warum? Nun, ich denke, das eigentliche Problem, ist die Tatsache, dass uns die heutigen Umstände offensichtlich dazu nötigen, unseren körperlichen und geistigen Zustand fortwährend „den Umständen anzupassen“. Wir haben gleich ein Meeting – Magen und Kopf sind leer, also muss Traubenzucker her, damit wir klar denken können. Der Feierabendverkehr war stressig, und wir hatten beinahe einen Unfall. Um uns entspannen zu können, brauchen wir ein Bier. Nach dem Arbeitstag sind wir zum Squash verabredet. Eigentlich sind wir hundemüde, können aber nicht absagen. Also muss ein Powerriegel mit Koffein und Guarana-Extrakten her. Und so weiter. Wenn wir das aber tun, unseren Körper, unseren Geist, unserer Leistungsfähigkeit und Stimmung, selbst mit „harmlosen“ Mitteln beständig den Umständen anzupassen, berauben wir ihn seiner natürlichen Reaktionen. Als meine Heilpraktikerkarriere gerade begann, hörte ich einmal einen sehr weisen Spruch von einem erfahrenen Kollegen: „Auf den Fachfortbildungen erzählen sie dir immer, morgens zwei Tassen Kaffee und zwei Marmeladenbrötchen seien ungesund. Das stimmt ganz einfach nicht. Ungesund ist nur, wenn Sie das 20 Jahre lang jeden Tag so halten!“ da ist eine Menge dran, wie ich finde. Sie manipulieren Ihre Stimmung, passen sich den Umständen an. Und das mit Substanzen wie Zucker, Koffein, Alkohol (und natürlich auch Tabak – man beobachte Menschen, die gerade das Rauchen aufgeben!). Und jedes Mal, wenn Sie das tun, greifen Sie in Ihren natürlichen Zustand ein. Sie sind müde und abgespannt – aber es ist Ihr natürlicher Zustand. Sie sind gestresst, würden am liebsten jemanden anschreien – nicht erwünscht, aber ein natürlicher Impuls ihres „Geist-Körper-Wirkkomplexes“ (s. mein Buch „das Kaktusprinzip – die Wissenschaft vom dicken Fell“). Ihre Stimmung und Ihr Zustand passen nicht in die gegebene Situation. Dennoch signalisiert Ihr Körper ihnen nur damit, was er jetzt eigentlich wirklich bräuchte: 2 Stunden mehr Schlaf, einen Urlaub oder eine schnelle Runde um die Aschenbahn zum Abreagieren. Da Ihr Körper (und Ihr Gemüt) das aber „nicht dürfen“, abzuschlaffen, auszurasten, abzuschweifen oder was auch immer, bringen Sie ihn mit den oben erwähnten Substanzen wieder „auf Linie“. Und der weise Spruch meines Kollegen passt auch an dieser Stelle: „ungesund ist nicht, wenn Sie das einmal tun...ungesund ist, wenn es zur Gewohnheit wird.“ Und das ist, um noch mal auf das Beispiel mit dem Kaffee am Anfang zurückzukommen, bei sehr vielen von uns der Fall. Dann ist eben auch ein Genussmittel kein Genussmittel mehr, sondern eher ein Gewohnheitsmittel. Und diese „Gewohnheiten“ sind wie ein Konto auf der Bank. Sie bringen Zinsen. Allerdings negative... Sie bemerken das erste Mal, dass etwas nicht stimmt, wenn ihnen die Gewohnheitsmittel nicht mehr weiterhelfen. Wenn Sie sich trotz Kaffee müde und zerschlagen fühlen oder trotz des Feierabendbiers nicht mehr richtig abschalten können. Dann gehen Sie mit diesen Beschwerden zum Arzt, der...