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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gewohnte Qualitätsarbeit aus der Feder eines Vielschreibers,
Rezension bezieht sich auf: Das Lied des dunklen Engels. (Broschiert)
Der englische Historiker und Schriftsteller Paul Doherty erweckt den Eindruck einer florierenden Schreibwerkstatt mit diversen Mitarbeitern. Im Gegensatz zu seinem berühmten Vorgänger Alexandre Dumas stammen seine zahlreichen historischen Romane jedoch exklusiv aus seiner Feder, obwohl sie nicht nur unter seinem eigenen Namen, sondern auch unter den Pseudonymen Paul Harding, Celia L. Grace, Ann Dukhtas und Michael Clynes erscheinen. Als Paul Harding beackert er das England des 13. Jahrhunderts mit den Ermittlerfiguren Sir Hugh Corbett (Regierungszeit Edward I.) sowie Sir John und Athelstan (Endphase des Zeitalters Edwards III. sowie Folgejahre). "Das Lied des Dunklen Engels" ist einer von sieben historischen Kriminalromanen mit dem Sonderbeauftragten und Meisterspion Edwards I., Hugh Corbett.Dieser wird von seinem König im November 1302 an die ostenglische Küste Norfolks geschickt. Dort, wo ein kalter, beißender Wind, der "Dunkle Engel", über Meer, Moore und Dörfer weht, wurde am Strand die enthauptete Leiche eines Mannes und wenig später die junge Frau eines Bäckers am Galgen hängend aufgefunden. Das Buch weist den für seinen Autor charakteristischen Aufbau auf: Es werden mehrere Handlungsstränge miteinander verknüpft, die alle auf wahre historische Begebenheiten zurückgehen. Ein Aspekt ist König Johns Debakel in der Wash-Bucht, der im Herbst 1216 hilflos mit ansehen musste, wie die Reichsinsignien und sein übriger Schatz beim Überqueren dieses tückischen Gewässers in den Fluten versanken. Über England hinaus geht das Phänomen der Pastoureux, der so genannten Hirtenbewegung, einer christlichen Laienbewegung, die im 13. und 14. Jahrhundert in Frankreich und Westeuropa ihre Anhänger hatte. Einen weiteren zentraler Aspekt bildet der Menschenhandel, den kriminelle Organisationen des christlichen Westens mit dem Orient betrieben und für den das Zeitalter der Kreuzzüge und Sektenbewegungen besonders günstige Rahmenbedingungen schuf. Die zahlreichen Handlungsstränge haben zur Folge, dass Harding ein umfangreiches Personal auftreten lässt, welches zahlreiche Tatverdächtige für diverse Verbrechen liefert. Zudem ist die Bedeutung der einzelnen Details anzuführen, mit denen die Missetaten verübt werden. Leser, die "mitkombinieren" wollen, müssen eine gewisse Aufmerksamkeit mitbringen. Dies sollte jedoch niemanden von der spannenden Lektüre abhalten. Abschließend sei noch auf zwei Unebenheiten hingewiesen. Dass der Galgenstrick für die Durchführung eines der Verbrechen mit Pech präpariert worden ist, scheint einzig Corbett aufzufallen und wird dem Leser erst bei der Präsentation der Auflösung des Rätsels mitgeteilt. Dass zwei Spitzbuben ihr Wissen für sich behalten, um es gegen die Begnadigung durch den König einzutauschen, wirkt ziemlich unrealistisch. Hier hätte man sich in der Wirklichkeit wohl kaum auf einen Handel eingelassen und wäre ohne wenig Federlesens zur Folter geschritten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Tod kam nach Hunstanton!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Lied des dunklen Engels. (Broschiert)
Mysteriöse Morde ereignen sich bei dem Ort Hunstanton, an der Küste Norfolks. Am Strand findet man die enthauptete Leiche eines Mannes, zeitgleich baumelt die junge, hübsche Frau des Bäckers am Galgen. Beide Morde geschahen unbemerkt und es wurden keine Spuren hinterlassen.
Mysteriös genug also, dass sich König Edward I entschließt, seinen besten Bluthund, Sir Hugh Corbett loszulassen. Es geschehen noch weitere Bluttaten und alles weißt darauf hin, dass es etwas mit dem verlorenen Schatz König Johns, des Großvaters Edwards I, zu tun hat. Bis es zur Auflösung kommt, treten einige Wendungen und Nebenhandlungen ein, die den Spannungsbogen der Geschichte kontinuierlich steigern. Der Autor verfährt auf gewohnte Weise, historische Begebenheiten als Rahmen zu setzen und diesen inhaltlich mitreißend zu gestalten. Auch gelingt es ihm, die verschiedenen Handlungsstränge ineinander zu fügen und ein faszinierendes Bild des Mittelalters zu zeichnen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
8. Roman in inhaltlicher Reihenfolge,
Von mcb "clopinvomhofderwunder" (Mittendrin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Lied des dunklen Engels. (Broschiert)
Zu diesem Titel existiert nach meiner Kenntnis keine gebundene Ausgabe von Eichborn. Die Serie schildert den Aufstieg von Hugh Corbett vom einfachen Kanzleischreiber bis zum Gesandten und Hüter des Geheimsiegels des Königs Edwards I. Die ersten vier Corbett-Romane "Satan in St Mary's", "Crown in Darkness", "Spy in Chancery" und "The Angel of Death" wurden bisher nicht ins Deutsche übersetzt. Sie schildern Corbetts Karriere und seine Kriminalfälle von 1284 bis 1299. Dies ist der 8. Corbett-Roman in inhaltlicher Reihenfolge. Er spielt im Herbst 1302. Die Serie muss man nicht in der inhaltlichen Abfolge lesen, aber es erhöht den Spaß und stellt die historischen Ereignisse am Rande in den großen Zusammenhang. Die Romane 11 bis 14 der Serie namentlich "The Demon Archer", "Corpse Candle", "The Treason of the Ghosts" sowie "The Magician's Death" wurden leider auch weder von Eichborn noch von Knaur ins Deutsche übertragen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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