Lizzy wächst im Outback von Australien bei ihrem Vater auf. Ihre Mutter ein Halbpolynesierin hat die Familie für eine Gesangskarriere verlassen. Daher ist der Vater unglücklich darüber, dass seine Tochter singen möchte und würde es ihr am liebsten verbieten. Und ausgerechnet nach einem Streit um das Singen stirbt der Vater durch einen tragischen Unfall. Das ist das erste mal, dass Lizzy beschließt nie wieder zu singen.
Das Buch teilt sich in drei Teile. Der erste Teil spielt in Australien, wo Lizzy im Nonnenkloster ihre Ausbildung erhält und wieder beginnt zu singen. Sie verliebt sich zum ersten mal und verliert die Liebe wieder.
Im zweiten Teil siedelt sie nach Wien um und studiert dort Gesang. Ihr Talent ist so heraussragend, dass sie den berühmnten Maestro beeindruckt. So unterrichtet er sie und sie verliebt sich in ihn.
Der dritte und meiner Meinung nach beste Teil des Buches spielt wieder in Australien. Lizzy ist gereift und hat inzwischen ein Kind. Ihr Mann ist durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen. Sie beschließt nie wieder zu singen. Bis sie Brian trifft.
Der Roman beginnt wild dramatisch aber viel zu schnell. Die Charaktäre werden nur schwach entwickelt und die Ereignisse überstürzen sich. Es bleibt das Gefühl hängen, jemand hätte den Roman gekürzt, um Seiten zu sparen. Dabei ist die Geschichte spannend und voll Dramatik. Es macht unheimlich neugierig. So spielt der zweite Teil in den Gesangskreisen der Opern der ganzen Welt. Geld spielt keine Rolle und alles scheint glückselig zu sein. Hier fehlt etwas die Spannung. Selbst der Tod des Ehemannes läuft irgendwie vorbei. Erst im dritten Teil läuft Anne McCullagh Rennie zu Höchstform auf. Hier wird das australische Outback plastisch. Die Figuren bekommen Tiefe und Charakter. Der Spannungsbogen bleibt - bis zu letzt.
Ein schöner Roman über Australien und die Oper. Ein bisschen seicht und locker zu lesen. Romantische, spannende Urlaubslektüre ohne großen Anspruch.