Drogengebrauch unter Tieren ist weit verbreitet, wie Samorini anhand einer Zusammenstellung der nach wie vor vergleichsweise dünnen Faktenlage beweist - vom Primaten bis zur Schnecke, von den Kühen bis zu den Ameisen.
Das „Phänomen Droge" ist, so der Schluss, ein natürliches, das „Problem Droge" hingegen kulturell bedingt - bei Mensch und Tier. Bei Kühen wurde z.B. das exzessive Fressen von „locoweed" beobachtet. Damit wird eine ganze Gruppe von Wiesenkräutern bezeichnet, auf die sich die Wiederkäuer mit pathologischer Begeisterung stürzen. Sie verweigern, einmal auf den Geschmack gekommen, jede andere Nahrung, sondern sich von der Gruppe ab und verhungern im Extremfall im selbstgewählten Rausch. Beobachtet wurde dieses Verhalten allerdings nur bei unnatürlichen Massenhaltungen und scheint somit eine tierische Reaktion auf die vom Menschen verursachten „unkuhischen" Lebensbedingungen zu sein.
Das Büchlein eröffnet neue, frische Perspektiven auf das Streitthema "Drogen" - auf äußerst originelle und kurzweilige Art. Ein Sachbuch mit enormem Unterhaltungswert und weitreichenden Konsequenzen für das gesellschaftlich vorherrschende Bild des Themas.