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Liebesroman [Taschenbuch]

Gerhard Henschel
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423141247
  • ISBN-13: 978-3423141246
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 782.292 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerhard Henschel
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Es fließt im Buch die Zeit von damals vorbei, als wäre sie nur einen Wimpernschlag entfernt. Großes Ding!« So urteilte das Bonner Stadtblatt Schnüss über den "Jugendroman". Im "Liebesroman" wächst der Erzähler Martin Schlosser nun über sich hinaus und sorgt damit für den für den Schluss- und Höhepunkt der ihm gewidmeten Trilogie.

Der "Liebesroman" ist das dritte Buch über die Erlebnisse des jungen Martin Schlosser: Er beginnt am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien 1978 mit einem kühnen Plan zur Eroberung des Herzens einer heißgeliebten Mitschülerin und führt die Leser durch zwei Jahre voller Schikanen, Herzensnöte und wachsender Zweifel am Sinn des Lebens in der emsländischen Kleinstadt Meppen und an der Gerechtigkeit einer Oberstufe, in der man Mathe nicht abwählen kann. Martin Schlosser lässt die Leser an all seinen Abenteuern teilhaben, von der Reinigung der Hamsterkäfige über die schreckliche Goldene-Hochzeit-Feier der Großeltern und die noch viel böser endende Silberhochzeitsfeier der Eltern bis hin zu der berechtigten Vorfreude auf eine Zukunft, in der sich alles, alles ändern wird. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Gerhard Henschel, Jahrgang 1962, lebt als freier Schriftsteller bei Hamburg. Zuletzt erschienen seine Bücher »Neidgeschrei. Antisemitismus und Sexualität« (2008), »Die Springer-Bibel. Ein Panorama der Mediengeschichte« (2008) und »Da mal nachhaken. Näheres über Walter Kempowski« (2009). Vom Leben der Familie Schlosser hat er erstmals in seinem Briefroman »Die Liebenden« (2002) erzählt. Von den Abenteuern seines Erzählers Martin Schlosser handelten bereits der »Kindheitsroman« (2004) und der "Jugendroman« (2009). Die Bücher wurden von der Kritik gefeiert. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bitte weitermachen! 18. November 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Kaum ist die Lektüre begonnen, so ist man schnell wieder mitten in den Abenteuern des nun bald sechzehnjährigen Martin Schlosser, durch dessen Leben sich wie ein roter Faden - das verrät der Titel - die Suche nach der großen Liebe zieht.Würde man allerdings einen klassischen Roman über die Liebesnöte eines Teenagers erwarten, so hätte man die Rechnung ohne den Satiriker Gerhard Henschel gemacht. Aber zunächst der Reihe nach.
Meppen in den Jahren 1978 bis 1980: Martin Schlosser hat sich mittlerweile mehr schlecht als recht mit seinem Dasein in dieser emsländischen Stadt arrangiert, in der er mit seinen Eltern, seinem älteren Bruder Volker und seiner jüngeren Schwester Wiebke lebt. Die älteste Schwester Renate studiert derweil in Bonn. Martin Schlosser hat es wirklich nicht leicht - mit Wiebke ist eine friedliche Koexistenz nicht möglich, Volker geht seinen eigenen Weg und die Ehe seiner Eltern ist alles andere als intakt (wer die 'Die Liebenden' gelesen hat, weiß um die Tragik dieser Familiengeschichte).
Aber Martin lässt sich nicht unterkriegen, auch nicht durch den Mathe- oder Biologieunterricht, sondern er engagiert sich in der Schülerzeitung und erzielt gute Noten in Englisch und Deutsch. Und dann wären da noch die Mitschülerinnen, in die sich Martin verliebt und schließlich...bitte selbst lesen!
Zudem betätigt er sich wieder als Chronist wichtiger Geschehnisse - sei es etwa die Fußballweltmeisterschaft 1978 oder der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan.
Nicht zu vergessen sind auch die unterhaltsamen Briefe von Michael Gerlach - dem Freund aus Kindheitstagen in Vallendar. Zu dieser Kleinstadt mit dem Ortsteil Mallendarer Berg und dem Wambachtal sowie dem in der Nähe liegenden Koblenz mit dem Stadtteil Hochheimer Höhe und seinem Wäldchen sehnt er sich so sehr zurück, dass die dortigen Fremdenverkehrsämter vielleicht Gerhard Henschel noch eines Tages für sich vereinnahmen. Diese Befürchtung ist allerdings unnötig, denn schließlich verrät sein Schreibstil, dass der Autor auch für die 'Titanic' schreibt - wenn er auch beim 'Liebesroman' die Satire stets in einem unterschiedlichen Ausmaß verwendet: Wenn ihm bestimmte Erlebnisse, etwa der Streit zwischen seinen Eltern oder Enttäuschungen in der Schule erheblich zusetzen, bleibt er erstaunlich konziliant. Mithin ließe sich in seinem Sinne folgern, dass Satire die Kompensation von Enttäuschungen ist, getreu dem Motto: Die Jugendzeit ist alles andere als eine schöne Zeit - aber ertrag diese mit Haltung, das heißt mit Humor! Zur Hochform läuft er immer dann auf, wenn er selbst zur Zielscheibe von Spott wird: Wenn er etwa beschreibt, wie sich Schülerzeitungsredakteure bei ihren Sitzungen in Rage reden, fühlt man sich unvermeidlich an die 'Volksfront von Judäa' aus dem Film 'Das Leben des Brian' erinnert.
Bei seinem Versuch, gemeinsam mit einem Schulkameraden in die Rolle investigativer Journalisten zu schlüpfen und in einem Interview den damaligen Bundestagsabgeordneten Rudolf Seiters in den Enge zu treiben, wird er erstmalig mit dem Phänomen verbaler Nebelbomben konfrontiert - besser hätte es auch Loriot nicht darstellen können.
Zu guter Letzt stellt sich die wieder die Frage: War es das etwa? Bitte nicht!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Großartig 9. Januar 2011
Von sufra
Format:Gebundene Ausgabe
wieder ein tolles Buch von Gerhard Henschel! Selber lesen - insbesondere für alle 1962 Geborenen ein großartiges Geschenk voller (verschütteter) Erinnerungen. Ich freue mich auf das, was da noch kommen mag.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von just42day
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe die drei Bände der Trilogie um den jungen Martin Schlosser unmittelbar hintereinander gelesen. Es handelt sich um einen Erzählstrang aus einem Guss, der in drei Teile gestückelt wurde. Dabei hat mir der erste Teil "Kindheitsroman" am besten und dieser, der letzte Teil "Liebesroman" am wenigsten gefallen. Gar gestört haben mich in letzterem die unnötige Längen erzeugenden Rezensionen und Rezitationen zu zeitgenösischer Literatur/Musik, mit der sich der früh- bis spätpubertäre Protagonist befasst und seine Ausflüge in politische Diskurse der späten 70er. 100 Seiten weniger wären in diesem Zusammenhang mehr gewesen. Außerdem bestraft die/den zu spät GeboreneN in diesem Fall wahrscheinlich leider zudem das Leben, denn LeserInnen, die nach der Erzählzeit des Buches (1977-1981) oder aller Bücher dieser Reihe (1962-1981) auf die Welt kamen, könnten aufgrund fehlender Identifikationsmarken mit ihrer eigenen Vita um den entsprechenden Lesespass gebracht sein. Für mich, Jahrgang 68, gab es aber noch genügend zu Lachen beim schnodderigen Erzählstil der Hauptperson und ihrer jugendlichen Lust & Laune in einer noch jungen Familie und Bundesrepublik. Aber: "Kindheitsroman" und "Jugendroman" desselben Autors sind spritziger, preiswerter und mit weniger Druckfehlern versehen als dieser "Liebesroman", der keiner ist.
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