Diese CD enthält Instrumentalstücke und Liebeslieder aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Dabei sind viele Stücke anonymer Komponisten, aber auch namentlich bekannte Komponisten sind vertreten: Regnart, Voit, Hassler, Susato, Isaac, Dufay, Scandelli, Brumel und Clemens non Papa. Das eigentlich Erstaunliche an der Platte ist, dass diese ausgereifte Interpretation auf Originalinstrumenten (Pommer, Posaune, Dulzian, Krummhorn, Gambe, Fidel, Blockflöte, Schalmei, diverse Schlaginstrumente) bereits im Jahr 1963 aufgenommen wurde (dem gleichen Jahr, in dem Nikolaus Harnoncourt und sein Concentus musicus Wien ihre allererste Aufnahme für Das Alte Werk einspielten) und dass das Ganze heute noch wunderbar frisch und neu klingt: Hier spürt man die Freude über den neu entdeckten Originalklang. Und da die Aufnahmetechnik brilliert - präsenter, klarer Klang ohne allzuviel Rauschen -, kommt ebenfalls im Hörer Freude auf. Die gesungenen Stücke werden verhältnismäßig einfach und naiv vorgetragen, aber das tut dem Gesamteindruck keinen Abbruch.
Anmerkung: Man entdeckt hier die Melodie des einen oder anderen Kirchenliedes in ursprünglicher Gestalt. Schade nur, dass man heute im Gottesdienst diese alten "Gassenhauer" üblicherweise so getragen singt, dass ihnen jegliche Freude und jedes Elan abgeht.