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Liebesleben [Taschenbuch]

Zeruya Shalev
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (101 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. Februar 2002 --  
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2002
Ja'ara arbeitet als Dozentin an der Universität in Jerusalem und führt ein geregeltes und zufriedenes Leben. Dann begegnet sie Arie. Der viel ältere, gerade erst nach Israel zurückgekehrte Freund ihres Vaters bringt Ja'aras Leben vollkommen durcheinander. Ja'ara verfällt der erotischen Anziehungskraft des ebenso rätselhaften wie tyrannischen Egozentrikers. Alles, was in ihrem Leben bisher wichtig war, tritt zurück hinter der bedingungslosen Liebe, die sie zu Arie empfindet. Der harmlose Ehemann, die wissenschaftliche Karriere und selbst ihre Vorstellungen von Treue und Anstand fallen in sich zusammen, als habe nichts jemals eine wirkliche Bedeutung gehabt. Fortan gibt es für Ja'ara nur noch das »Liebesleben«, dessen Raum bis in den kleinsten Winkel durchleuchtet wird: schmerzvoll, unbarmherzig und so ehrlich, dass jede Schmerzgrenze überschritten wird.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 367 Seiten
  • Verlag: Berliner Taschenbuchverlag; Auflage: 3 Auflage 2001 (1. Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442760003
  • ISBN-13: 978-3442760008
  • Größe und/oder Gewicht: 2,3 x 11,7 x 18,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (101 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 475.066 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Diese grandiose Aufnahme aus dem Jahr 2001 gibt es jetzt endlich auch auf CD: Sophie von Kessel liest Zeruya Shalevs verstörend intensiven Roman Liebesleben. Wie ein Wagen mit defekten Bremsen auf einer abschüssigen Straße -- so bewegt sich die junge Israelin Ja’ara immer schneller auf das Desaster zu. Sehenden Auges, aber nicht fähig, es zu verhindern, zerstört sie ihr wohlgeordnetes Leben und beginnt eine Affäre mit einem Jugendfreund ihres Vaters. Mann, Karriere, Selbstachtung -- alles scheinbar egal. Und atemlos verfolgt die Leserschaft diese Amour fou, die selbst der Heldin ein Rätsel bleibt, bis zum bitteren, aber spannenden Ende.

Kraft und Verletzlichkeit in ihrer Stimme vereint Sophie Kessel und wird damit zur kongenialen Interpretin dieser ganz der zerrissenen Innerlichkeit der Ich-Erzählerin gewidmeten Prosa. Die alles niederreißende Anarchie der erotischen Liebe führt am Ende aber auch tief hinein in ein Familiengeheimnis, das Ja’ara nach und nach entdeckt. Da gäbe es viel zu interpretieren für Hobbypsychologen, müsste man diesem Hörbuch nicht so überaus gebannt und atemlos lauschen.

Spieldauer: ca. 261 Minuten, 3 CDs, gekürzte Lesefassung --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ich bewundere die israelische Bestsellerautorin Zeruya Shalev. Ihre Sprache ist atemlos, fast wie ein Rauscherlebnis - Dialoge jagen Monologe, brechen in Erzählsituationen ein. Ihre Figuren berühren und verstören den Leser zugleich.«, Maxi, Margarita Kinstner, 01.02.2014 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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65 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Frau auf der Suche nach sich selbst 29. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wie andere Leser geschrieben haben, ist es mit nüchternem Blick kaum zu verstehen, warum Ja'ara derart ihrem älteren, kaum sympathischen Liebhaber Arie verfällt. Wenn man sich aber auf das Buch einläßt, auf diese mäandernden hypnotischen Sätze, wird man in einen ähnlichen tranceartigen Zustand versetzt, wie den, in dem Ja'ara sich offenbar befindet.
Sie ist eine ängstliche Getriebene, die ihr altes Leben zerstören muß, um zu wachsen. Das tut weh und ist nicht angenehm. Immer wieder stellt sie sich vor, zu ihrem alten Leben zurückzukehren, zu ihrem sicheren, geordneten und langweiligen Leben mit ihrem Mann, der gut und einfältig ist und den sie geheiratet hat, weil er ihr versprochen hat, sie immer zu lieben.
Aber sie schafft es nicht. Zu groß ist die erotische Verlockung durch Arie, der in jeder Hinsicht das Gegenteil ihres Mannes ist, dunkel, erfahren, beherrschend. Doch nicht nur dieser erotische Erfahrungshunger hält sie von einer Rückkehr in die alte Sicherheit ab. Da ist auch noch die Hoffnung, daß sie zu einem neuen und stärkeren Ich findet. Im Grunde will sie sich nicht länger aus lauter Lebensangst an einen Mann klammern, der sie vor der Welt beschützt. Sie wünscht sich, eine Frau zu sein, die sich dem Leben und seinen Erfahrungen stellt, die unabhängig ist von Männern (auch von Arie!) und schläft, mit wem sie will.
Auf diese Weise wird vielleicht auch ihre fatale Liebe zu Arie verständlicher. Wichtiger als seine Person, die tatsächlich nicht besonders liebenswert ist, ist seine Funktion für sie als ein Schritt auf ihrem Weg der Selbstzerstörung und Selbstfindung.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Betörende Sprache 31. August 2002
Format:Taschenbuch
Sprachgewalt, Ausdrucksstärke, Derbheit und Einfühlungsvermögen. Alles das beherrscht Shalev bis ins kleinste Detail.
Ihr Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig: Keine Anführungszeichen bei Gesprächen. Der Ausspruch "Ohne Punkt und Komma" erlangt bei ihr eine ganz andere Bedeutung: denn Shalev verzichtet auf so ziemlich alle Satzzeichen mit Ausnahme des Kommas. Hört sich banal an, ist es aber nicht. Denn Gewöhnlich fügt man nach einem "Punkt" eine kurze Pause ein, senkt die Stimme. Ende eben. Satzende. Nicht so in diesem Buch. Shalev verwehrt uns dies und treibt die Handlung in dreizehn Kapiteln ohne Punkte voran, so dass eine künstliche Spannung entsteht: nicht durch geraffte Erzählweise (das ist ihr fremd) sondern durch das Weglassen von Pausen.
Rein inhaltlich muss gesagt werden: Man kann dieses Buch lieben oder hassen, ein Mittelding ist kaum möglich. Die kurzen, sporadischen Sexszenen schocken; die langen, langen Selbstgespräche der Protagonistin sorgen dafür, dass sie dem Leser fremd wird: denn Ja'ara, Antiheldin der Geschichte, macht so ziemlich jeden Fehler, den man begehen kann, zu Zeiten, wo man normalerweise keinen Fehler machen kann. Sie ist eine widersprüchliche Figur, auf der Suche nach sich selbst. Und am Ende steht der Leser da, als hätte er sich das Buch nur erträumt...
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der letzte Tango in Jerusalem? 11. Oktober 2006
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Das Leben der Ich-Erzählerin Ja'ara scheint in wohlgeordneten Bahnen zu verlaufen: Sie ist einigermaßen glücklich mit dem Computerfachmann Joni verheiratet; nicht die große Liebe, aber ein nettes Arrangement. Ihre Dozentenstelle an der Uni ist zwar befristet, aber es besteht Aussicht auf Vertragsverlängerung; das Verhältnis zu ihrer Freundin Schira ist zwar nicht so ungetrübt wie es den Anschein hat, aber das verdrängt sie recht erfolgreich. Ähnliches gilt für ihre Familie: Da gibt es Ungeklärtes, aber man spricht nicht darüber. Man arrangiert sich eben.
In diese Ordnung platzt nun Arie hinein, ein alter Freund von Ja'aras Vater. Ja'ara ist ihm auf der Stelle verfallen, sie weiß nicht warum, ist sich auch im klaren darüber, dass Arie ihre Liebe nicht erwidert. Die nun sich einstellende "Liebesbeziehung" kommt über Ja'ara wie eine Naturgewalt, wie ein Malström -- obsessiv, unausweichlich. Egal wie abstoßend Arie auf sie wirkt, egal wie sehr er sie demütigt: Sie kommt nicht von ihm los, will das auch gar nicht. Ja'ara verzichtet auf ihr bisheriges Leben, die Sicherheiten, die relativ sichere Zukunft. Am Ende verzichtet sie auch auf Arie, aber in ihr "altes" Leben wird sie -- vermutlich -- nicht zurückkehren.

Aha. Eine obsessive, demütigende Beziehung einer jungen Frau zu einem älteren Mann, der sie abstößt und anwidert, aber gleichzeitig auch fasziniert -- ein Schelm, der da nicht sofort an den "Letzten Tango in Paris" dächte.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amour fou als Gleichnis 2. Dezember 2004
Von XX
Format:Taschenbuch
Ja'aras Leidenschaft für einen alternden Womanizer, der einst der Liebhaber ihrer Mutter war, zerstört ihre Ehe und ihre Karriere, stößt bedenkenlos Eltern und Freunde vor den Kopf. Niemand versteht, was mit ihr geschehen ist, sie selber am wenigsten.
Die pornographischen Szenen sind von ebenso kalter Brutalität wie bei Elfriede Jelinek, aber ohne deren groteske Übertreibung. Shalev erzählt realistisch, was die Lektüre noch bedeutend unangenehmer macht. Keine Szene ist verfremdet, man folgt dem Geschehen Stufe für Stufe: abwärts.
Trotzdem geht es um mehr als um die Hörigkeit einer schönen jungen Frau, die einem arrogant-egomanen Widerling verfällt. Der Roman hat Gleichnischarakter, und das macht ihn noch verstörender, deprimierender. Uns wird vorgeführt, wie nah wir mit unserer bürgerlichen Anpassung am Abgrund entlang navigieren. Fremdbestimmtheit, Verlust von Würde und Selbstachtung, ausgelöst durch eine Ausnahme-Passion, illustrieren lediglich die ausweglose Einsamkeit als conditio humana.
Selten klaffen Kritikermeinungen derart auseinander wie bei diesem Roman - von „Trivial" bis "Erzählgewitter" reichte das Spektrum. Eine moderate Meinung zu diesem unbequemen Buch kann es nicht geben. Es wurde zudem von Mirjam Pressler hervorragend übersetzt.
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4.0 von 5 Sternen Aufregend und ein sprachliches Meisterwerk
Die israelische Autorin Zeruya Shalev hat mit ihrem 371-seitigen Roman "Liebesleben" ein sprachlich geniales Meisterwerk geschaffen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Stefan Voggesser veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Liesbesleben
Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Roman "Liebesleben". Es wird aus der Perspektive einer jungen Frau erzählt, die bereits länger in einer... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Sprachpolizei veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Liebesleben: Roman
Das Buch war spannend zu lesen, aber auch traurig. Im Prinzip wird das mehr oder weniger gescheiterte Leben einer jungen Frau ohne Auswege geschildert.
Vor 8 Monaten von Dr. Jörg Holler veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erotisch, düster, meisterlich
Mit nüchternem Blick (aber welcher kluge Mensch behielte den beim Lesen?) ist kaum zu verstehen, warum Ja'ara derart ihrem älteren, kaum sympathischen Liebhaber Arie... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Wildfang veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen ebook Feeling
Ein sehr schönes Buch über die Zerrissenheit einer Jungen Frau auf der Suche nach ihrer Identität. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Mai 2012 von cultbau
2.0 von 5 Sternen Lesespaß für ältere Herren?
Ich muss gestehen, dass ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe. Meine zunehmende Erschöpfung während der ermüdenden Lektüre hat über meinen Ehrgeiz,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2012 von Emma
3.0 von 5 Sternen derb
Eine junge Frau verfällt einem alten Mann und zerstört ihr Leben. Traurig aber möglich.
Zum Teil sehr derbe Szenen, die am Rande der Widerlichhkeit stehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von Uli
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Die Sprache fand ich anfangs interessant und daher für eine gewisse Zeit auch anziehend und fesselnd. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von SaSchi
2.0 von 5 Sternen Leider habe ich es nicht geschafft,....
...bis zum Ende auszuhalten. Etwas was mir nur sehr selten passiert, denn eigentlich kämpfe ich mich, auch wenn mir ein Buch nicht so gut gefällt doch bis zum... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. März 2012 von P. N.
5.0 von 5 Sternen Artikel und Lieferungsabwicklung
Alles wieder super!Eben AMAZON!Immer wieder eine Freude da einzukaufen.Und es gibt das mittlerweile nicht "nur" Bücher!Ganz toll und nur zu empfehlen.
Mariposa
Veröffentlicht am 10. November 2011 von Mariposa
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