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Liebeskunst
 
 

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Liebeskunst [Audiobook] [Audio CD]

Ovid , Konrad Beikircher
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Roof Music; Auflage: 1 (14. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941168797
  • ISBN-13: 978-3941168794
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.488.210 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Publius Ovidius Naso
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die ARS AMATORIA von Ovid ist eines der zeitlosen Zeugnisse dichterischer Eleganz.
Um 15 v. Chr. geschrieben reicht ihr Esprit bis in die heutige Zeit.
Konrad Beikircher hat diese Tips für Mann und Frau in heutiges Deutsch übertragen und Manfred Schoof unterstreicht kongenial mit dem Flügelhorn die Leichtigkeit der Ovid`schen Dichtung, gebrochen durch das Wissen (aber auch das ist nicht neu), dass letztlich jeder für sein Glück selber verantwortlich ist. Ein Hörvergnügen der seltenen Art.

Über den Autor

Publius Ovidius Naso (43 v. Chr.-18 n. Chr.) stammte aus einer Ritterfamilie. Er gab die politische Laufbahn zugunsten der Dichtung auf, wurde aber wegen moralisch bedenklichen Einflusses seiner Werke von Augustus im Jahr 8 n. Chr. ans Schwarze Meer verbannt. Bis dahin vom Glück verwöhnt, hat Ovid diesen Sturz nie verwunden und starb verbittert im Exil.Konrad Beikircher, geboren 1945 in Südtirol, studierte Psychologie und Musikwissenschaften in Bonn. Im ersten Leben Psychologe in einer Jugendstrafanstalt, seit 1986 freiberuflicher Kabarettist, Musiker, Moderator, Regisseur und Autor. Zahlreiche Rundfunk- und TV-Auftritte, CD- und Buchveröffentlichungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Humorvolle Liebeskunst 29. Juni 2001
Format:Taschenbuch
Ich habe in der letzten Zeit kaum ein Buch gelesen, welches mirso gut gefallen hat wie dieses Werk von Ovid. Bei diesem Buch fällt die Kritik jedoch zu Recht sehr positiv aus. Es ist äußerst ansprechend und widmet sich sowohl an junge Männer als auch an junge Frauen. Besonders den Frauen gibt Ovid besonders praktische Tips. Bei den Männern beschränkt sich Ovid eher darauf diese für die Gefühle der Frau zu sensibilisieren. Eigentlich sollte diese Werk mit in die Lehrpläne unseres Bildungssystems aufgenommen werden. Die Schüler hätten sicherlich Ihren Spaß daran und würden zusätzlich eine Menge, fürs Leben und vom Altertum lernen.

Auf der Rückseite wird Ovids Liebeskunst als Kamasutra der römischen Antike bezeichnet. Ich würde hier nicht so weit gehen. Auf jeden Fall gibt Ovid sehr praktische zeitlose Hinweise für unser aller Liebesleben. Man merkt diesen Hinweisen zwar durchaus an, dass sie an die jungen römischen Männer und Frauen gerichtet waren, aber gerade dass macht Ihren Reiz aus. Für die römische Antike beschreibt Ovid durchaus revolutionäre Einstellungen zur Liebe, wie beispielsweise das Mühen um das Glück der Frau. Beim Lesen dieses Kunstwerkes sollte man sich stets im klaren darüber sein, unter welchen Umständen und zu welcher Zeit dieses Gedicht geschrieben wurde.

Ovids Liebeskunst oder ars amatoria ist sehr humorvoll geschrieben und lässt sich trotz seines Alters leicht lesen. Das eingerückte Versmaß, welches vor allem Leser die sich nur selten mit altertümlichen Dichtungen auseinandersetzen fremd erscheinen mag, stört nur auf den ersten Blick. Sobald man erst einmal zu lesen angefangen hat, liest sich dieses Buch wie ein Harry Potter. Ich kann dieses Buch jedem meiner Freunde und Bekannten mit gutem Gewissen empfehlen und das nicht, weil es sich vielleicht um ein kleines Bildungsmuss handelt, worüber man sicherlich ohnehin streiten könnte.

Zusammenfassend kann ich also einen vollen Lesegenuss auf 103 sehr unterhaltsamen Seiten garantieren.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Schicksalsschlag seines Lebens traf den römischen Dichter Publius Ovidius Naso in seinem 50. Jahr, dem 8. der modernen Zeitrechnung. Während eines Besuches der Insel Elba überbrachte ihm ein Bote die aus heiterem Himmel kommende Nachricht, Kaiser Augustus habe die Verbannung gegen ihn verfügt: in das finstere Tomi am Schwarzen Meer. Für diese Demütigung hat der Dichter selber zwei Gründe vermutet und sie als späte Strafe für einen von ihm verfassten "Gesang" und als Rache für einen von ihm begangenen "Fehler" gedeutet. Mit dem Gesang spielte Ovid auf seine für damalige Verhältnisse frivole "Liebeskunst" an, einen teilweise aus der Sicht der Frauen riskierten Ratgeber, den er im Geburtsjahr Jesus Christus veröffentlicht hatte. Mit dem Fehler war höchstwahrscheinlich seine leichtfertig ausgeplauderte Mitwisserschaft an einem "Skandal" gemeint: der ehebrecherischen Liaison, welche eine Enkelin des sittenstrengen Kaisers unterhielt. Ovid starb im Jahre 17 n. Chr. (vgl. Spiegel-Kommentar zu Ransmayrs: Die letzte Welt)

Ovid unterteilte seine Liebeskunst in drei Büchern. (1) und (2) geben den jungen Männern Anweisungen für die Liebespraxis, kein Ratgeber für besseren Sex oder als Ersatz fernöstlicher Stellungsberater. Ovid geht es um drei zentrale Fragen: (a) Wo findet man ein Mädchen? Buch 1 bis 262; (b) Wie kann man ein Mädchen erobern? -770 und (c) Wie verleihe ich der Liebe Dauer. Buch 2. In Buch 3 rät er den Mädchen, wie sie mit einem Mann umzugehen haben. Ovids Werk gehört damit zu den Lehrdichtungen wie auch Lukrez es tat, auch zu den Liebesdichtungen, wie seine Amores und letztendlich gewinnt es aus den Erfahrungen des Dichters selbst. Ovid will hier umfassend lehren und informieren, möchte aber auch als Liebesdichter zärtliche Gefühle besingen, ähnlich einer Sappho oder eines Pindar. Ovid zählt bereits zu Lebzeiten zu den meistgelesenen Dichtern seiner Zeit.

"Nun habe ich ein Werk vollendet, das nicht Iuppiters Zorn, nicht Feuer, nicht Eisen, nicht das nagende Alter wird vernichten können. Mit meinem besseren Teil werde ich fortdauern und mich hoch über die Sterne emporschwingen. Mein Name wird unzerstörbar sein und durch alle Jahrhunderte im Ruhm fortleben."

Dieses Selbstbild des Dichters wurde glanzvoll bestätigt. Dante zitierte seinen Schicksalsahnen in der "Göttlichen Komödie" immer wieder. Luther adelte den Poeten 1537 in seinen "Tischreden", und Shakespeare ehrte ihn 1593 in "Der Widerspenstigen Zähmung". "Meister geiler Lüsten" wurde er genannt, Diderot erfreute sich 1760 am "Feuer seiner Leidenschaft". Nachdem Herder 1767 gewettert hatte, der überkandidelte Römer habe der "Dichtkunst alle ihre Würde geraubt", verteidigte der darüber verärgerte Goethe das "vorzügliche Individuum" 1812 immerhin in "Dichtung und Wahrheit". Zwischen den Stühlen hingegen bewegte sich 1751 der seines Urteils nicht ganz sichere Lessing: "Ich singe nicht für kleine Knaben, die voller Stolz zur Schule gehn, und den Ovid in Händen haben, den ihre Lehrer nicht verstehn." Und so konnte Baudelaire nur folgern: "Bewahre dir dein Träumen."

Denn wenn Ovid fragte; "Doch warum zweifeln und zaudern? Neue Wonne lockt traut." formulierte Baudelaire direkt: "Du bist mir immer Lust in Müdigkeit und Gier;" doch Ovid blieb gelassen, sah "zärtliche Reden, versteckt in zweideutiger Sprache", die den Wunsch ankündigen. Ungeschick und Zagen (Zaudern) sind Verhalten eines Tölpels, sagt er, wer den Kuss nähme, auf den Rest verzichte, setzt auf verlorenes Spiel. "Liebe ist Kriegskunst. Feiglingen bleibt sie verschlossen."

"Nun aber schmied ich für dich, Penthesilea, das Schwert." So beginnt Ovid sein drittes Buch, für die Frauen. Hier gibt er ihnen die Weisheit mit Männern umzugehen, sich zu erinnern, was schon mal geschah, denn "Theseus segelte rasch, Ariadne blieb weinend am Strand." Den Verlassenen, sagte er, fehlte eben die Kunst, die er lehrte. "Ein vollendetes Kunststück sei auf dem Lager ihr Tun" und dieses nahm Kleist als Idee seiner Penthelisea (Was! Ich? Ich hätt ihn -? Unter meinen Händen -? Mit diesen kleinen Händen hätt ich ihn -? ..... )

Doch für beide Geschlechter soll gelten: "Klugheit erwirb, statt schwindenden Reizen zu trauen, Bilde den Geist, dem kommenden Alter zu trotzen. Was du erlernst, bleibt dein." So kann auch der Leser schließen: "Die Kunst zu lieben lehrte mich Naso".
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Format:Taschenbuch
Ovids "Ars Amatoria" hat nach über 2000 Jahren nichts von ihrer Schönheit eingebüßt, im Gegenteil: Die praxisnahen und -erprobten Ratschläge, die von ihm angesprochenen Probleme und selbst die unterschwellige Gesellschaftskritik, die immer wieder durchblitzt, sind so aktuell, dass man beim Lesen darüber schmunzeln muss - oder, je nachdem, wie man es betrachtet, auch erschrickt. Haben wir denn in der Zwischenzeit nichts dazugelernt, möchte man sich fragen.
Da erinnert Ovid zB die jungen Männer an so banale Dinge, wie sich zu waschen und die Zehennägel zu kürzen, den Frauen macht er bewusst, wie wichtig es ist, sich auch zu zeigen, möchte man erobert werden, anstatt einfach zu warten, bis der "Prinz" auftaucht. Leider, leider kann man diese beiden und viele weitere Ratschläge auch unserer Generation nicht oft genug eintrichtern.

Die Beschreibung der "Liebeskunst" als "Kamasutra der Antike" im Klappentext finde ich irreführend, wenn auch beide Werke lange unter Wert gehandelt und auf ihre sexuellen Passagen reduziert wurden. Die "Liebeskunst" ist in erster Linie kein Handbuch mit Benimmregeln (oder gar Stellungsbeschreibungen), sondern ein Plädoyer für die Indivudalität und Einzigartikeit eines jeden Menschen.
Es gibt bei Ovid kein eindeutiges Richtig oder Falsch - jeder soll der Situation und va. seinem Gegenüber angepasst handeln. So erklärt er, jede Frau solle sich die Haare so machen, wie es zu ihrem Typ passt, ungeachtet der Mode, unbeeinflusst von Schönheitsidealen - klingt fast schon utopisch, doch mir gefällt der Gedanke. Die Vorzüge sind - bei beiden Geschlechtern - zu unterstreichen, die kleinen Fehler zu kaschieren, gleichzeitig vom Partner aber auch zu dulden, man gewöhnt sich daran und gewinnt sie lieb. Auch die - relativ kurze - Beschreibung verschiedener Sex-Stellungen am Ende des dritten Buches, liest sich erfrischend unkompliziert.

Jeder, wie er (und sie) es mag. Hauptsache ist, man tut es und genießt es. Und so wird die "Ars Amatoria" auch zu einer Hommage an die Liebe selbst, die uns auf so viele verschiedene Arten in Besitz nimmt und, richtig gelebt, unheimlich glücklich zurücklässt.

Ein Wort noch zur Sprache: Ich kenne das lateinische Original nicht, kann daher nicht beurteilen, wie originaltreu die einzelnen Übersetzungen sind. Jedoch finde ich diese hier, von Niklas Holzberg, insofern sehr gelungen, als sie sich sehr schön und flüssig liest und ohne kitschigen oder überhöhten Pathos auskommt. Die Dinge werden beim Namen genannt, liebevoll und etwas ironisch - wie Ovid es sich gewünscht hätte.
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