Ich muss zuerst einmal sagen, dass sich dieses Buch seit 2004 auf meiner amazon-Wunschliste befand und ich mir jenen Wunsch erst 4 Jahre später erfüllt habe. Der Grund zur Anschaffung des Buches war schlicht und einfach die Tatsache, dass Freyja mich seit meinem 12. Lebensjahr stetig begleitet und sie mir schon so manchen hilfreichen Rat ins Ohr flüsterte.
Das Buch an sich:
Gefällt mir! Man findet leider nicht oft (jedoch immer häufiger) romanartige Bücher über das Leben der Götter oder das Leben in der Anderswelt. Meist sind jene Bücher ins Fantasyform geschrieben, was mir meist reichlich Unbehagen beschert. Zu abgehoben sollte es dann auch nicht sein.
Beim vorliegenden Werk allerdings wurden meine Erwartungen erfüllt. Ich befand mich jeden Tag gemeinsam mit der Göttin auf ihrer eigenen Lebensreise. Habe den Gesprächen zusammen mit ihrem Bruder und Geliebten Freyr gelauscht und bin eingetaucht in die Welt der Menschen, der Götter, der Zwerge und ich fand den Weg gemeinsam mit der Göttin zu Yggdrasil.
In Anbetracht dessen, dass ein Mann dieses Buch geschrieben hat, sollte es doppelt empfohlen werden. Ich kenne zumindest kein männliches Wesen, das so schreiben könnte. Allerdings (und das ist mir mehrmals aufgefallen) hat sich der Autor in seinen Zeichnungen vielleicht selbst gern als jungen Gott/Gehörnten dargestellt. Vielleicht hatte auch nur ich den Eindruck, aber anhand der Bilder auf Voenix' Website kam mir der Verdacht, dass Bran ein wenig aussah wie der Autor selbst.
Dass das Buch an manchen Stellen abstoßend durch seine doch recht lebhaft beschriebenen Darstellungen wirkt, kann ich nicht bestätigen. Zwar fand ich manche Beschreibungen etwas extrem, aber ich glaube das liegt an unserer Gesellschaft und dem langjährigen Tabuthema Sex.
Damals war die Vereinigung zwischen Mann und Frau eben nichts abstoßendes. Im Gegenteil, es war Ritual, Gotterfahrung und stillen der Lust in einem.
Die Zeichnungen:
Hhm, da ich Comics so gar nicht mag und die Bilder meist an Comics erinnern, war ich jetzt nicht so angetan von den Bildern.
Schön fand ich, und das muss ich unbedingt erwähnen, dass keine der dargestellten Frauen als zu mager gezeichnet wurde. Das wiederum ist für eine Frau, die nicht Kleidergröße 34 trägt wirkliche Bestätigung darin, dass echte Frauen nun mal Kurven haben - und echte Männer das auch wissen!
Ansonsten gibt es hier nichts weiter zu meckern. Die Zeichnungen runden das Buch ab und bieten eine angenehme Abwechslung zwischen den Kapiteln.
Fazit:
Ich empfehle "Im Liebeshain der Freyja" gerne weiter.
Mir persönlich hat es sehr gefallen Freyja ein bisschen besser kennen zu lernen. Und ich muss ehrlich zugeben: am Ende des Buches hatte ich einige tiefe Erkenntnisse, die ich ohne das vorliegende Werk vielleicht erst viele Jahre später gehabt hätte. Das wiederum ist ein großes Lob an den Autor und bestätigt, dass es sich hier um kein 'leeres' Buch handelt, sondern dass Voenix in diesem Buch (mit Sicherheit) jahrelange Forschungen zu einem Werk zusammen getragen hat, das jeder lesen kann, der es lesen soll.
Was noch zu erwähnen wäre:
Vielleicht gibt es im Buch einige Interpretationsfehler der Edda, bzw. ist mir durchaus bewusst, dass es quasie keine eindeutige und allessagende Quelle zu jener Göttin gibt. Aber ist es nicht schön zu wissen, wie es vielleicht gewesen sein könnte? Ist es nicht wunderbar, dass man die Göttin auch ohne harte Koste (die Edda) ein Stückchen näher kennen lernen kann?