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Liebesgeschichte. Ein Roman
 
 
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Liebesgeschichte. Ein Roman [Gebundene Ausgabe]

Franzobel
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H.; Auflage: 1 (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552054103
  • ISBN-13: 978-3552054103
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 310.484 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein ausgelassener, wüster Höllenritt, in dem ein Liebeswahnsinniger eine Spur der Verwüstung hinterlässt." Julia Kospach, Österreich, 04.08.07 "Auch diesmal kracht und poltert es also wieder gehörig in Franzobels Roman und er zeigt sich einmal mehr als anarchischer Erzähler. Dass er das Genre der grotesken und makabren Inszenierungen souverän beherrscht, steht außer Zweifel." Maria Renhardt, Die Furche, 27.09.07 "Der Wiener Fabulierkünstler treibt hier mit unserem romantischen Love-Ding ein Dekonstruktionsspiel, das sich als Parabel ebenso wie als Tour de Farce lesen lässt." Michael Kohtes, Die Zeit Literatur, November 20017

Kurzbeschreibung

Alexander Gansebohn ist mit Marie verheiratet, verliebt ist er jedoch in Dunja. Als er wieder einmal erst im Morgengrauen nach Hause kommt, stürzt sich Marie samt der Kinder aus dem Fenster. Auch Dunja will nichts mehr von ihm wissen. Er beginnt eine groteske Tour de force, die Alexander zuerst durch Wien führt, ehe er nach Jerusalem reist, um Terrorist zu werden. Doch nicht der Hass ereilt ihn dort, sondern die Liebe. Leidenschaftlich fabuliert Franzobel von der großen Liebe, diesem fragwürdig gewordenen, doch unersetzbaren Konzept des Abendlandes. Ein Roman wie die sanftmütige Ballade einer Heavy-Metal-Band.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend!!! 15. August 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Wie hier über Liebe und Sex geschrieben wird ist einmalig, eine Mischung aus Skurrilität, Witz und zärtlichen Momenten, die ich so noch nie gelesen habe.
Das Buch ist wie ein wilder, manchmal wüster Traum. Eine Screwball-Komödie, sprachlich etwas durchgeknallt, aber immer gut zu lesen.
Die Handlung:
Held des neuen Romans ist der 34-jährige Arabischübersetzer Alexander Gansebohn, der vor allem auf der Suche nach einem ist: nach Liebe. Verheiratet ist er mit Marie, mit der er zwei Töchter hat, doch sein Herz gehört seiner alten Schulfreundin Dunja. Als er eines Morgens von seiner Geliebten nach Hause kommt, stürzt sich seine Frau samt Kindern aus dem Fenster. Panikartig flieht Alexander zurück zu Dunja, die ihm eigentlich den Laufpass gegeben hatte, erschießt deren Schwarm Doyle samt Hund und findet sich anschließend in einem Sarg in der Michaelergruft wieder. Daraus befreit ihn seine Verehrerin Heidrun, mit der er anschließend wilde Stunden im Hotel Kairo verbringt.
Anschließend quartiert er sich als Sir Alexander im Bristol ein und lässt sich 36 junge Prostituierte zum "Jungfrauenroulette" aufs Zimmer kommen. Knapp entgeht er einem Attentat im Wurstelprater und beschließt nach der Lektüre eines arabischen Bekennerschreibens, Terrorist zu werden. Zu diesem Zweck fliegt er nach Jerusalem, doch statt wie erhofft bei einer Terrororganisation landet er im Gefängnis, wo er von Marie angerufen wird, die den Selbstmord nur vorgetäuscht hat und ihm verzeiht. Und dann gibt es noch eine völlig unvorhersehbare Volte, die einen über diesen Text lange nachdenken lässt.

Vor allem die Bettszenen sind absolute Höhepunkte, aber auch die Minne und die Agape kommen nicht zu kurz. Insgesamt ein zeitgemäßer Roman über die Liebe, ein turbobeschleunigter Erich Fried. Sehr empfehlenswert.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
EgoGeschichte 16. März 2008
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das fetzt? Ist ein Aufreger? Keiner Schublade zuzuordnen?

Ein Mann, wohnhaft in Wien, Übersetzer der arabischen Sprache, verheiratet, zwei Töchter und wahnsinnig, oder wahnsinnig high, schon tot und auf dem Weg in ein besseres (?) Reich, oder vielleicht ein chauvinistischer Frauenversteher, ein Hurenbock, ein riesengroßer Feigling, ein kleiner Perverser, ein was???

Eine Vielzahl an Affären bewegt Alexanders Frau dazu mit ihren Kindern aus dem Fenster zu springen - rumpst, tot! Ohne sich darum zu kümmern, eilt er zu seiner Geliebten (angeblich keine Schönheit), die ihm vor wenigen Stunden den Laufpass gegeben hat ... usw.

Eine Ansammlung an nur selten komischen, überaus grotesken und brutalen Szenen, die ohne Zusammenhang wechseln, als wäre das alles ein Albtraum, der unheimlich viele negative Stimmungen auf einen Haufen wirft, einmal ordentlich umrührt und dann einfach zu feig für den Weckruf ist. Häufiger Bestandteil dieser vielschichtigen Liebesgeschichte: Sex, Blut, blutige Damenbinden, Penisse - riesige und winzige, die von Menschen und die von Tieren, Mord, Blut - diesmal spritzt es;
Neben Alexanders Geschichte zwängen sich auch seine Frau und eine Nachbarin hin und wieder in die Erzählung. Allein Alexanders Erlebnisse erscheinen so ungreifbar, unrealistisch oder zumindest nicht aus dem Denken und Handeln eines rationalen, zurechnungsfähige Menschen zu entspringen.

Sowohl Frauen als auch Männern stehen in diesem Roman unter sehr schäbigem Licht. Vielleicht weiß keiner, was er will, wozu er da ist, wohin er gehen soll und überhaupt - wozu das ganze???
Mir bleibt lediglich die Frage, warum habe ich dieses für mich unvorstellbare, unwürdige Stück Literatur nicht ungelesen zur Seite gelegt?
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von be24.at
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man ein Buch namens "Liebesgeschichte" angeht, erwartet man sich etwas; wenn man ein Buch namens "Liebesgeschichte" von Franzobel angeht, erwartet man sich etwas ganz anderes. Und das ganz andere wird dann erfreulicherweise auch geliefert. Wie schon im letztendlich genialen Franzobel-Schinken "Das Fest der Steine" braucht man zwar für manche Passagen den sprichwörtlichen langen Atem , aber dann gibt es halt wieder diese ca. zehn Momente, bei denen man umfällt vor Lachen. In diesem Zusammenhang seien nur die Sexualstatistiken mit den Einern, Zweiern und Dreiern erwähnt.

Die Geschichte von Alexander Gansebohn und seinen drei Frauen, die man zuerst nur als Rahmenhandlung für Franzobels Ergüsse vermutet, erweist sich letztendlich als erfreulicherweise abgerundet. Und auch das ehrwürdige Wiener Hotel Bristol wird seinen Spass haben, sprechen Sie den Portier doch mal auf Franzobels Roulette-Variante an. Letztendlich spannt sich der wortgewaltige, skurrile Bogen um Liebe, Sex, Tod, Oligarchentum, Terrorismus und final erneut um die Liebe. Ist ja eine Liebesgeschichte.

Die bestmögliche Unterhaltung zwischen zwei Chuck Palahniuk-Büchern.
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