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Liebesfluchten [Taschenbuch]

Bernhard Schlink
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

November 2001
Anziehungs- und Fluchtformen der Liebe in sieben Geschichten: als unterdrückte Sehnsüchte und unerwünschte Verwirrungen, als verzweifelte Seitensprünge und kühne Ausbrüche, als unumkehrbare Macht der Gewohnheit, als Schuld und Selbstverleugnung. Die Protagonisten sind dabei in ihre Zeit verstrickt: Die deutsche Vergangenheit holt einen jungen Mann da ein, wo man es am wenigsten erwartet – in der Liebe zu einem Bild. Ein Ostberliner Ehepaar begeht Verrat aneinander – um die Ehe zu retten. Ein arrivierter Altachtundsechziger laviert sich durch die Untiefen seiner liberalen Ehe und konventionellen Liebschaften, bis sein Schiff sinkt und er angespült wird, wo er nie landen wollte. Ein deutscher Student in New York greift zu ungewöhnlichen Mitteln, um seine Liebe zu einer amerikanischen Jüdin zu bewahren.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 22 (November 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257232993
  • ISBN-13: 978-3257232998
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,9 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.681 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ein Mann geht seinen Weg, tut der Pflicht als Jurist, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin Genüge, ebenso als Verfassungsrichter in Münster. Doch etwas lässt Bernhard Schlink nicht ruhen, den kurz vor Kriegsende 1944 in Bielefeld geborenen Streiter für das Recht: Es ist die Frage nach Gerechtigkeit - in der deutschen Geschichte, um Holocaust und RAF-Bewegung, in Einzelschicksalen. Seine Spurensuche führt ihn über ausgezeichnete Kriminalromane wie die Trilogie um Privatdetektiv Gerhard Selb (1987-2001) zu den Meriten eines weltbekannten Schriftstellers: "Der Vorleser" (1995) packte Menschen in aller Welt; der Roman wurde in mehr als 45 Sprachen übersetzt und in der Daldry-Verfilmung "The Reader" 2009 mit dem "Oscar" und dem "Golden Globe" ausgezeichnet.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Bernhard Schlink hat eigentlich alles erreicht. Er ist Professor der Jurisprudenz in Berlin und entsprechend hoch angesehen. Der 1944 geborene Jurist -- und nur als solcher wird er im Klappentext vorgestellt -- feierte mit seinem Roman Der Vorleser einen Welterfolg. Nun liegt das zweite Werk des Autors vor: Liebesfluchten.

Im Audiobook zum Erzählungsband gibt es drei der sieben Geschichten -- zum Besten gegeben von Bernhard Schlink selbst. Und sie haben eines gemeinsam: Es geht um Menschen, die plötzlich von der Vergangenheit eingeholt werden. War es im Vorleser noch die Zeit des Nationalsozialismus, ist es jetzt unter anderem auch die Stasi. Von Verrat ist da die Rede, von bitteren Anschuldigungen. Und von Tratschtanten, die nichts für sich behalten können.

Bernhard Schlink erzählt mit einfachen Sätzen, ohne banal zu werden. Seine Geschichten leben durch seine klare Sprache, aber auch durch den Mut, mit dem er etwa das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Juden angeht. Es wird nur unbedeutend durch den Ort der Handlung -- New York -- entkrampft, wie etwa in der Geschichte "Die Beschneidung". Da ist die deutsche Vergangenheit wieder da: "Ich kann es nicht mehr hören: Der Nazi in mir der Deutsche in mir...". Die junge Generation, die Hitler nur aus Büchern kennt, gerät wieder unter Rechtfertigungsdruck. Schlink erhebt keine Anklage gegen irgendwen, moralisiert nicht, sondern erzählt einfach.

Weitere Geschichten aus der Buchvorlage sind "Die Frau an der Tankstelle" und "Der Andere". Spieldauer: 74:53 Minuten. 4 CDs, auch erhältlich als Hörbuch auf Kassetten. --Corinna S. Heyn, Thorsten Mücke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

"Bernhard Schlink wird 1944 in Bielefeld geboren und wächst in Heidelberg auf. Nach dem Abitur studiert er Jura, promoviert über die 'Abwägung' und schreibt beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die 'Amtshilfe'. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führt ihn nach Bonn. 1990 erhält er einen Ruf als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität Berlin, wo er noch immer tätig ist. 1987 tritt er erstmals als Schriftsteller hervor, mit dem Krimi 'Selbs Justiz', der 1991 unter dem Titel 'Der Tod kam als Freund' von Nico Hoffmann für das ZDF verfilmt wurde. Weitere Krimis schließen sich an: 'Die gordische Schleife', für die er den Krimipreis 'Glauser' erhält, und 'Selbs Betrug'. 1995 erscheint der Weltbestseller 'Der Vorleser'."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Buch! Tipp! 18. September 2005
Von Doreen
Format:Taschenbuch
„Liebesfluchten" von Bernhard Schlink enthält sieben in sich abgeschlossene Geschichten, die von der Flucht aus oder in die Liebe (nicht immer nur klassisch zwischen Mann und Frau, sondern z.B. auch zwischen Vater und Sohn) erzählen. Dabei stolpern die Protagonisten unweigerlich immer wieder über ihre persönliche oder die „übergeordnete" Vergangenheit (Nationalsozialismus, Teilung Deutschlands), der sie einfach nicht davonlaufen können. Eine zeit- und raumlose Liebe scheint unmöglich zu sein. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Geschichten:
1. Das Mädchen mit der Eidechse (Thema: Kunstraub im Dritten Reich. Liebe zu einem Bild.)
2. Der Seitensprung (Thema: Eine Liebe in Berlin vor und nach der Wende, vor und nach Bekannt werden von Stasi-Aktivitäten.)
3. Der Andere (Thema: Entdecken eines Ehebruchs nach vielen Jahren. Die Ehefrau aus einem anderen Blickwinkel kennen lernen.)
4. Zuckererbsen (Thema: Beziehung eines Mannes mit drei Frauen gleichzeitig.)
5. Die Beschneidung (Thema: Das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Juden, Rechtfertigungsdruck der jungen Generation.)
6. Der Sohn (Thema: Vater-Sohn-Beziehung.)
7. Die Frau an der Tankstelle (Thema: Angst vor und gleichzeitig Sehnsucht nach Veränderung.)
Alle Geschichten nehmen nicht zufällig oder plötzlich ihren unverhofften Verlauf, sondern waren schon lange durch den Charakter der Protagonisten und deren Platz in der Historie zu diesem Verlauf verdammt. Ob ein Ende ein „Happy End" ist, sei jedem Leser selbst überlassen - ein überraschendes ist es allemal. Wer Liebesgeschichten rund um Sehnsüchte und Verwirrungen, Nähe und Einsamkeit, Verstrickung und Schuld, Lebensentwürfe und Lebensverantwortung ohne Pathos lesen will, ist mit Schlinks „Liebesfluchten" hervorragend bedient. Tipp!
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von euripides50 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Es sind die vielen kleinen Lichter, die aus der Welt einen hellen und warmen Ort machen" (S. 68/9), sagt Sven, der ostdeutsche Lektor für Bulgarisch und Tschechisch, der wirklich ein kleines Licht ist, aber leider auch ein Stasi Agent, der seine Frau und seinen Freund bespitzelt. (Der Seitensprung) "Der Verdruss fraß in ihm und zehrte in kleinen Bissen sein vergangenes Leben auf", (S.117)heißt es in einer anderen Geschichte (Der Andere) über einen Witwer, der nach dem Tode seiner Frau dahinter kommt, dass ihn eben diese scheinbar so nachgiebige und allzeit zuhandene Frau jahrelang betrogen hatte. Zwischen den drei Rollen des Helga-, des Jutta- und des Veronika-Thomas kann sich der reale Thomas nicht mehr zurechtfinden (S. 172), so das er seine drei Geliebten verlässt, um als Bettelmönch durch die Gegend zu ziehen, ehe ihn ein Unfall als Krüppel in die Obhut seiner drei Geliebten zurücktreibt ( Zuckererbsen). Das sind nur drei Beispiele für die Stimmung und die Diktion der sieben Kurzgeschichten, die der vorliegende Band versammelt. Es sind Geschichten von Seitensprüngen, untreuen Ehemännern und Ehefrauen, von Erfolgreichen und Verlieren, denen eines gemeinsam ist: sie sind einsam und das gleich in einem doppelten Sinne: einsam unter ihresgleichen, aber auch einsam mit sich selbst. Die Liebeleien, in die sie sich hier und da flüchten, sind nur Surrogate, "Liebesfluchten", also nichts Existentielles, denn letztlich bleibt ein jeder allein. Leser, die diese Empfindung teilen und dieses ein wenig morbide Gefühl auf eine etwas betuliche Art literarisch nachschmecken möchten, sind mit dem vorliegenden Buch gut bedient. Gut zu lesen an einem verregneten Nachmittag, wenn man weiß, dass der Partner bald nach Hause kommen wird.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr bewegend 8. Dezember 2006
Format:Taschenbuch
Um es vorweg zu sagen, Bernhard Schlink gehört zu meinen Lieblingsautoren. "Liebesfluchten", der Titel ließ mich dem Buch anfangs skeptisch gegenübertreten, da ich normalerweise nicht der Fanatiker von Liebesgeschichten bin. Bei Schlink war ich allerdings begeistert, es sind keine gewöhnlichen Liebesgeschichten, sondern Geschichten aus dem Leben von Menschen, deren Vergeangenheit, oder der des Landes, Ihrer Liebe im Weg steht. In jeder der sieben Geschichten trifft man auf äußerst verschiedene Menschen, die alle mit einer anderen Vergangenheit, sowie auch um die unterschiedlichsten Arten von Liebe zu kämpfen haben. Zudem ist es äußerst faszinierend, dass Schlink in der Kürze der Geschichten, soviel Leben in die Figuren bringt, obwohl er nur in Fetzen über deren Vergangenheit und Gegenwart erzählt, und man dennoch glaubt sie selbst zu kennen. Sowie es ihm auch gelingt den Geschichten allgemein so viel Leben einzuhauchen, dass man darin versinkt und man sie fühlt.

Ich habe bisher noch nie solch gefühlvolle und dennoch so weit vom Kitsch entfernte Liebesgeschichten gelesen, dieses Buch ist einfach jedem zu empfehlen, der brillante, intelligente und zudem gefühlvolle Erzähler mag. An Bernhard Schlink ist ein Meister verloren gegangen, dies hat er mit diesem Buch bewiesen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verschenken oder selber lesen 11. August 2009
Von Ben
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Diese 7 Kurzgeschichten beschreiben atmosphärisch dicht und stimmungsvoll ganz verschiedene Aspekte der Liebe, wie z.B. Misstrauen, Eifersucht, Enttäuschung, Vater-Sohn-Liebe, Liebe zwischen sehr alten Menschen, Betrug und (wie immer bei Schlink) Schuld. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind sehr gefühlvoll dargestellt. Das Buch lebt von der Beschreibung wie Gefühle durch nonverbale Kommunikation übermittelt werden, also vor allem durch Austausch von Blicken, bestimmten Körperhaltungen oder auch Handlungen. Jede Geschichte ist für sich abgeschlossen, beinhaltet seine eigene Lehre oder Schlussfolgerung und lässt sich flüssig und schnell lesen. Jeder wird eine Geschichte für sich in diesem Buch finden, die ihm besonders zusagt, aber trotzdem den ganzen Band wertschätzen können. Es ist ein ideales Buch zum Verschenken, auch weil es gute deutschsprachige Literatur ist und das von einem mit Preisen ausgezeichneten Autor.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Klasse
Bernhard Schlink kann einfach auch sehr gut kurze Texte verfassen, die fesseln udn tiefgründig sind. Das Buch hat Spaß gemacht.
Vor 6 Monaten von Susann Bretz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen liebe
nachdem der vorleser schon ein knaller war
kann ich auch mit bester laune dieses buch empfehlen!
gerne immer wieder!!
bestens!!
Vor 15 Monaten von Beatrice Polly Schloemer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Klischees
Schlinks Art zu schreiben hat mich schon immer überzeugt. Sie ist mal zart und farbig, im nächsten Moment hart und die Realität pur. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Sarah Jakob veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein klassiker
mehrmals gelesen- immer wieder für gut befunden. dieses melancholische werk enthält viel lebensweisheit. der erzählstil ist wunderbar fein und tiefsinnig.
Vor 22 Monaten von Natalia veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen die erste Geschichte ist die beste
...alle nachfolgenden kommen an die Spannung, die Poetik und den Stil der ersten Geschichte "Das Mädchen mit der Eidechse" nicht heran. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2012 von reza
5.0 von 5 Sternen "Liebesbesonderheiten"
Bernhard Schlink hat hier eine ganz besondere Art von "Liebesgeschichten" geschrieben,die sehr feinsinnig u.anders sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2011 von Claudia Jöck
5.0 von 5 Sternen banal?
Schlinks Sätze kommen völlig banal daher, scheinbar banal, und packen doch die ganze Seele, wühlen sie auf zwischen Hoffen und Bangen.
Veröffentlicht am 3. August 2011 von Malika
5.0 von 5 Sternen Bislang mein liebster Schlink!
Eigentlich lese ich Romane lieber als Kurzgeschichten, bin ein Freund der epischen Großform und mir kann ein Buch nicht dick genug sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2011 von Dr. Lothar Jahn
5.0 von 5 Sternen Kann man nicht aus der Hand legen
Eine Sammlung von Kurzgeschichten vom Typus "in einer Nacht durchzulesen". Hervorragende Entwicklung von Personen und Handlung, hochintelligent und sehr menschlich und auf seine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2010 von Martina Berger
5.0 von 5 Sternen Sensibel
Zu: Der Andere:
Ein Witwer entdeckt, dass seine verstorbene Frau einstmal ein Verhältnis mit einem anderen Mann hatte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2010 von Gülseren Grün
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