eher ein Brief eines extrem (aber wirklich!) verliebten Mannes, der nicht so richtig weiß, wie er seine Gefühle kanalisieren soll, da sie vor Geilheit pulsieren, und klar endet dies in purer Perversion (ähnlich der C. Millet, aber ohne Gang-Bang und so), die Pseudintellektuelle dann als Kunst katalogisieren, da ihnen vor Schreck nichts anderes übrig bleibt.
"Liebeserklärung" hat den Rhythmus eines Seniorenkoitus, mit winzigen, Herzinfarktmässigen, Ausnahmen.
Langeweile macht sich ab der ersten Seite breit und verschlingt das ganze Buch ungefähr ab der Mitte.
Ein typischer Satz: "Und sag, warum küsst du mich aber nicht am Morgen, obwohl du mich in der Nacht liebst, stöhnst, mich nicht mit jemand anderem verwechselst? Oder hab ich das bloß irgendwo gelesen. Oder Rolf Dieter, stammt das von dir?"
Also, irgendwann kann mann drüber auch nicht mehr lachen.
Dann lieber Houellebecq.