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Lieber Mischa: ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude.
 
 
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Lieber Mischa: ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude. [Gebundene Ausgabe]

Lena Gorelik
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Graf Verlag (2. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862200124
  • ISBN-13: 978-3862200122
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 183.918 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

'Am liebsten möchte man jeden zweiten Satz aus diesem Buch zitieren - so schön, so direkt, so lebensfroh bringt Lena Gorelik auf den Punkt, was sie ihrem kleinen Sohn mit auf den Lebensweg geben will.' Reinhard Helling, Münchner Abendzeitung, 16.03.2011 'Lena Gorelik verfügt über die Gabe, ihr Publikum zum Lachen zu bringen und ihm dabei rasch und professionell das Herz zu brechen.' Hannes Stein, Die Welt, 26.03.2011 Die persönliche Empfehlung von Jochen Hieber auf der SWR-Bestenliste! "Lieber Mischa liest sich hübsch und flott und frech." Susanne von Mach, Main-Echo, 02.04.2011

Kurzbeschreibung

Klar sind Juden gerissen, meint Lena Gorelik, sonst hätten sie nicht überlebt. In ihrem neuen Buch zeigt sie, wie man entspannt mit den üblichen Klischees umgeht. Denn für sie ist jüdische Identität längst nicht mehr nur an den Holocaust gekoppelt. Lena Gorelik gehört der neuen Generation junger Juden in Deutschland an, die sich über ihre Zukunft, nicht über ihre Vergangenheit definieren wollen. Dazu passt perfekt, dass sie gerade Mutter geworden ist: In ihrem neuen Buch erklärt Lena Gorelik ihrem Sohn nicht nur präventiv, wie er sich später einmal ihrer mütterlichen Fürsorge entziehen kann. Sondern auch, warum bei Festen immer viel geweint wird, obwohl seine Eltern nicht gläubig sind. Warum sein Großvater lieber Sudokus macht als in der Thora liest. Warum er auf seine Nase und seine Ohren stolz sein kann. Wie er die Weltherrschaft erlangt, auch wenn er kein Rothschild ist. Wie er es auf die Liste der 10 coolsten Juden der Welt schafft und wie er sich Leute charmant vom Leib hält, die mit Leuchten in den Augen sagen: Waas, du bist wirklich Jude?!


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In einem langen Monolog erzählt Lena Gorelik ihrem kleinen Sohn, was es mit dem Judentum auf sich hat.
Sie, die sich in ihren vorherigen Romanen vielfach mit dem Leben als Jüdin und mit Identitätsfragen beschäftigt hat, kann es auch jetzt nicht lassen! Wer Romane von Lena Gorelik kennt, weiß, dass sie mit Heiterkeit, Humor und Lachen ihr Leben und das ihrer jüdischen Mitbürger zu zeichnen versteht.

Verwandte mit ihren Eigenarten kommen zur Sprache, Mütter und Kinder und L.Gorelik erzählt von ihrem Leben in der Sowjetunion. Sie beschreibt jüdische Feste und setzt sie in Verbindung zu den Traditionen der jüdischen Geschichte.

Mit feiner Selbstironie nimmt sie das Judentum auf die Schippe und bleibt zugleich bei ihren jüdischen Wurzeln, die sie als Kind mit elf Jahren vermittelt bekam. So sagt sie ihrem gerade erst geborenen Sohn: "Lieber Mischa, der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude...."
Wenngleich ihre Kritik am Judentum in feine Ironie getaucht ist, spürt man doch einen nicht geringen Stolz, zu dem "auserwählten" Volk zu gehören. Witzig, geistreich, amüsant, sprudelnd vor Fantasie und niemals bösartig, liebenswert bis spöttisch sind ihre Schilderungen über das jüdische Leben, dem sie eine gewisse Lebensfreude zuspricht. Mit Intelligenz und Scharfsinn findet sie die Schwachstellen in der Gesellschaft der Nichtjuden und gibt dabei heitere Begebenheiten zum Besten. Umwerfend äußert sie sich über Philosemiten und Konvertiten, und so manch' einer wird sich wie in einem Spiegel hier wieder erkennen können.

Man liest den Brief an ihren Sohn Mischa mit der gleichen Freude wie ihre früheren Romane und freut sich über den Humor, den gelegentlichen Ernst und die Weisheit, die aus ihren Worten spricht. Mit ihnen preist sie ihre jüdische Lebensart, und insgeheim kämpft sie für eine gerechte Sache: den Juden zu lassen, was zu ihnen gehört und das Leben der anderen bitte nicht mit dem jüdischen Leben zu vermengen.

Lena Gorelik gehört zu den so genannten "Kontingentjuden", denen die Ausreise aus Russland nach Deutschland ermöglich wurde. Heute lebt sie mit Mann, Kind und Hund in München.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von verdachtsmoment VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein herrlich unverkrampftes Buch hat Lena Gorelik geschrieben. Ein Buch, das einen zum Schmunzeln bringt, zum lauten Auflachen, zu Kicheranfällen, die besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln von Mitfahrern als bedenklich eingestuft zu werden scheinen. Ein unverkrampftes Buch über das Judentum, das Judesein, geht das denn überhaupt? Wegen der Geschichte, aus Pietätsgründen? Und überhaupt?! (') Natürlich geht das. Vor allem auch, weil Lena Gorelik selbst Jüdin ist.

Lena Gorelik ist nicht wirklich mit den jüdischen Traditionen aufgewachsen. Sie wurde in der ehemaligen Sowjetunion geboren, kam 1992 als 'Kotingentflüchtling' mit ihrer Familie nach Deutschland und hat erst zu diesem Zeitpunkt begonnen, sich wirklich mit ihrer Religion auseinanderzusetzen, zur Gebetsschule zu gehen, mit ihrer Familie Feiertage 'auszuprobieren'. Sie beschreibt all diese Erlebnisse mit einem Augenzwinkern ' und formuliert ihre Erlebnisse, ihre Lebensgeschichte, als eine Gebrauchsanweisung für ihren kleinen Sohn Mischa, eine Gebrauchsanweisung für das, was ihn mal erwarten wird: Das Judentum. Sie versucht ihm in Briefform, gespickt mit lustigen Randbemerkungen, nahezubringen, was das Judentum für sie bedeutet, was nervt, was toll ist ' und gibt Mischa so alles mit auf den Weg, was für sie wichtig ist und es eines Tages vielleicht auch mal für ihn sein wird. Sie verspricht ihm, keine typische jüdische Übermutter zu werden, lässt sich über Konvertiten aus, denen sie mit gesunder Skepsis entgegentritt, da viele so übereifrig sind und sie der Meinung ist, dass es sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich ist, ein 'echter' Jude zu werden, wenn man nicht von Geburt an der Religion zugehörig war. Sie listet erfolgreiche Juden auf und setzt sich mit dem Thema Antisemitismus auseinander, auf das sie laut eigener Aussage ständig angesprochen wird ' was sie oftmals als sehr lästig empfindet. Ebenso wie Abende im jüdischen Museum es manchmal sein können, da nur die jüdischen Anwesenden über ihre Witze lachen, die anderen allenfalls hinter vorgehaltener Hand leise kichern, weil sie das Gefühl haben, dass Lachen aus Geschichtsgründen einfach völlig unangebracht sei. Dabei will Lena Gorelik so nicht verstanden werden, sie will nicht nur anhand der Vergangenheit anderer Juden beurteilt werden, da es ihr wichtig zu betonen ist, dass das Judentum so viel mehr zu bieten hat, als nur eine schreckliche Geschichte während des zweiten Weltkriegs.

Lena Gorelik hat einen sehr angenehmen, ironischen, pointierten Schreibstil und hat ein bisschen bestätigt, dass viele Klischees, mit denen in der 90er-Jahre-Sitcom 'Die Nanny', die ich unglaublich grandios finde, gearbeitet werden, der absoluten Wahrheit entsprechen: Anstrengende Verwandte, obskure Feiertage, laute Stimmen, Männer mit Glatze, überbesorgte Mütter.

Lena Gorelik ist ein optimistisches, lebensfrohes, mitreißendes, spannendes Buch gelungen, das mir viel über das Judentum beigebracht hat. Dinge, die die Schule versäumt hat, da sie das Judentum meistens nur im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg thematisiert, niemals unverkrampft, unabhängig davon. Wie schade das ist, hat Gorelik mir aufgezeigt. Absolute Leseempfehlung für alle, die eine gesunde Portion Humor vorweisen und das Judentum mal auf eine völlig andere Art und Weise kennen lernen wollen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jteufel
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das neue Buch von Lena Gorelik sehr gern gelesen. Sie schafft es, dem Leser ohne moralisieren und erhobenen Zeigefinger wichtige Aspekte des Judentums im allgemeinen und und in Deutschland (und z.T. Israel) nahe zu bringen. Dabei nimmt Sie sich selbst nicht zu ernst. Ich wünsche mir mehr Bücher dieser Art und freue mich schon auf Ihr nächstes ;).
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Alles bestens, Super schnelle Lieferung schon am nächsten Tag
Alles bestens ohne Probleme, Super schnelle Lieferung schon am nächsten Tag obwohl kurz vor Weihnachten. Es war als Geschenk vorgesehen aber ich habe es selbst behalten.
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Rezension:
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Selbstbewusst und selbstironisch
Lieber Mischa, du bist ein Jude. Oj vej.
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