Kurzbeschreibung
Die Geschichte einer beispiellosen Karriere: vom Regensburger Domspatzen zum römischen Fürsten. Nach Ratzinger will Jesus werden und Flaschendrehen im Vatikan nun der jüngste Streich des Pontifex maximus: Benedikt XVI. strebt nach dem Amt des Höchsten.
Gott sitzt im Himmel und schlottert vor Angst: Der Papst hat sich bei ihm zum Tee eingeladen. Benedikt XVI., der größte Besserwisser und Verbietebold der Christenheit, will Gott heimsuchen. Und Gott weiß: Wenn Benedikt kommt, werden wieder Vokabeln abgefragt. Dann hagelt es Kopfnüsse.
Wir begleiten Ratzman auf dem Weg in den Himmel, werden Zeuge, wie er da und dort vor 250 000 Menschen über innere Einkehr predigt und sein Leben rekapituliert: Wie er als Ministrant und Hitlerjunge die Kirche von hinten erlebte ... Wie er die polnische Reisekartoffel Johannes Paul II. ins Papamobil steckte und ihn Rollbahnen abküssen ließ, die er vorher vergiftet hatte ... Wie er dann Papst wurde ... Wie der noch gerissenere Dalai Lama ihm den Rang abzulaufen droht ... Wie er die Protestanten, die Muslime und die Juden deckelte. Und wie er schließlich mit Gott fertig werden würde und dann, endlich, in roten Lackpömps, I did it my way singen könnte ...
Über den Autor
Wiglaf Droste, geboren 1961, lebt in Berlin. Er schreibt u.a. in der "tageszeitung", der "Weltwoche" und in "junge welt".
Er ist viel unterwegs, am liebsten mit dem Essener Spardosen-Terzett, mit dem er die CD "Für immer" aufgenommen hat. Gemeinsam mit Vincent Klink gibt Wiglaf Droste die Zeitschrift "Häuptling Eigener Herd" heraus. Hin und wieder erscheint eine Auswahl seiner Kolumnen als Buch. Für seine Kolumnen in der taz und im Kritischen Tagebuch beim WDR erhielt der Schriftsteller, Lyriker und Satiriker 2003 den Ben-Witter-Preis. 2005 wurde Wiglaf Droste mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis geehrt. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem:
"Mit Blick auf die deutsche Literaturgeschichte sind Vergleiche zu Autoren wie Robert Gernhardt oder Kurt Tucholsky angebracht und begründbar. Droste hat seine Vorgänger jedoch nicht kopiert, sondern einen eigenen, unverwechselbaren Ton gefunden. Seine kompromisslosen, häufig mit zynischem Gestus vorgetragenen Satiren und Glossen sind sprachliche Kabinettstückchen von hohem literarischen Rang." Von März bis Juli 2009 war Droste der 29. Stadtschreiber zu Rheinsberg in Brandenburg.ssen sind sprachliche Kabinettstückchen von hohem literarischen Rang." Von März bis Juli 2009 war Droste der 29. Stadtschreiber zu Rheinsberg in Brandenburg.