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Lieber Fidel. Mein Leben, meine Liebe, mein Verrat [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Marita Lorenz , Wilfried Huismann
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2001
Wie der Stoff, aus dem die Märchen sind, klingen die Erinnerungen der Marita Lorenz. Und doch ist es wahr, dass sich der große Comandante Fidel Castro in sie verliebte und nach Kuba holte; dass Marita zur CIA-Agentin wurde und Lee Harvey Oswald kennen lernte: Ein Leben wie ein atemberaubender Politthriller und eine Liebesgeschichte der besonderen Art!

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: List (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471780793
  • ISBN-13: 978-3471780794
  • Größe und/oder Gewicht: 24,9 x 16,7 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 837.120 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Berüchtigte Bettgefährtin berüchtigter Revolutionäre, Diktatoren, Agenten und Mafiosi war Marita Lorenz in jungen Jahren. Der berühmteste von allen: Fidel Castro. Als sie im zarten Alter von 19 Jahren 1959 mit dem von ihrem Vater befehligten Kreuzschiff "Berlin" in kubanischen Gewässern vor Anker liegt, da entert der 14 Jahre ältere Revolutionär, der wenige Monate vorher die Macht über den karibischen Inselstaat an sich hat reißen können, mit einigen seiner Kampfgefährten aus Neugier den Luxusliner. Und er stößt dabei auf die bezaubernde Bremerin, in die er sich sofort verliebt. Nicht, dass die junge Frau, die als kleines Kind nur mit großem Glück und gerade noch die KZ-Haft überlebt hatte, bis dahin nichts erlebt hätte. Aber was jetzt beginnt, das ist mit einem Wort und in wahrstem Sinne unglaublich.

Am Anfang ihrer "Karriere" soll die CIA sie als Killer-Agentin gegen Castro gedungen haben. Ein Auftrag, den sie aus Liebe nicht hat ausführen können, obwohl Castro bzw. sein Gefolge dafür gesorgt hatte, dass sie bei einem Eingriff im sechsten Monat eine Frühgeburt hatte, bei dem das Kind und beinahe auch sie starb. Auch bei ihrer nächsten amtlichen Liebschaft mit dem gestürzten Ex-Präsidenten Venezuelas, Marco Perez Jimenez, wurde sie schwanger. Diesmal bekam sie das Kind. Doch die Verbindung zu Jimenez war nicht von Dauer. Es folgte eine Liaison mit einem CIA-Agenten, mit dem sie als Hausmeisterehepaar getarnt russische Diplomaten ausspionierte. Und so ging es weiter in ihrem bewegten Leben, das irgendwie auch die Bahnen von Kennedy-Attentäter Lee Harvard Oswald gekreuzt haben soll. Jede Geschichte für sich: spannend wie ein Krimi.

So unglaublich die Biografie der Marita Lorenz auch ist (und in manchem Detail stimmt das, was sie uns in dem gemeinsam mit dem Filmemacher Wilfried Huismann vorgelegten Buch erzählt, wohl so nicht) --, es ist großen Teils wahr, was sie uns da auftischt. Das jedenfalls belegen die akribischen Recherchen, die dem Buch (und dem gleichnamigen Film) zu Grunde liegen. Unglaublich aber bleibt (und darf eigentlich auch wirklich nicht wahr sein), dass die Frau, deren heutiges Leid mit ihrer Affäre mit Castro begann, den Mann immer noch liebt. Der freilich hat sie nicht mehr sehen wollen, als sie anlässlich der Dreharbeiten um ein Treffen bat. "Keine Zeit." Na ja. --Andreas Vierecke

Über den Autor

Wilfried Huismann, Jahrgang 1951, studierte Sozialwissenschaft und Geschichte in Marburg und Hannover. Ab 1982 freier Autor für Rundfunkfeatures, ab 1986 Mitarbeiter des Fernsehmagazins Monitor und Autor von Dokumentarfilmen, darunter preisgekrönte Filme wie Das Totenschiff (1994), Das Geheimnis des Olympia-Attentates (1996), Lieber Fidel Maritas Geschichte (2000) und Des Teufels Lehrling Mickaels Geschichte (2002). Der dreimalige Adolf-Grimme-Preisträger lebt mit seiner Familie in Bremen.

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3.7 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Rank
Jahrzehnte nachdem Marita Lorenz 1959 eine Affäre mit Fidel Castro hatte, erzählt sie ihrem Biographen Wilfried Huismann davon und wickelt ihr bewegtes Leben auf, das sich zwischen Geheimdiensten, zwielichtigen Mänern, der Mafia und einem weiteren Diktator, Perez Jimenez, dem Vater ihrer Tochter, abspielt.
Ein einfach zu lesendes Buch, das durchaus spannend die Geschichte dieser ungewöhnlichen Frau wiedergibt, dennoch nicht wirklich befriedigt und überzeugt.
Zum einen ist es Huismanns Stil, die Art, wie er an seine Themengeberin herantritt- Ein wenig Tiefgang und kritisches Nachfragen vermisst man da schon, zwar schreibt er immer wieder seine Beobachtungen durchdacht auf, aber seine Interviewpartnerin Lorenz und deren Zauber hinterfragt er nicht wirklich, da beschreibt er lieber öfters, wie das Gesicht der hartgesottenen Geheimdienstjungs "weich wird" , wenn sie von der Lorenz hören.

Zum anderen ist es aber Marita Lorenz selbst, die einem während des Lesens nicht sympathischer wird. Sie kommt mir vor wie eine Frau, die eigentlich relativ naiv an die ganze Geschichte herangegangen ist, voller Eifer, selbst im Mittelpunkt zu stehen, voller Bestreben, durch das Zusammensein mit wichtigen Männern selbst wichtig zu sein.
Im ganzen Buch erfährt man nicht ein einziges Mal von einer gleichberechtigten Beziehung, die Marita Lorenz geführt hat, weder mit einem Mann noch als Freundin.
Ihr ganzes Leben wird von den Manipulationen anderer bestimmt, (und sie selbst manipuliert natürlich auch gern) ;auf welcher Seite sie eigentlich steht, wird mehr und mehr unklar.
Das ist für mich auch sehr erschreckend, dass sie selbst, als Opfer des Dritten Reichs (sie war im als Kind im KZ) dennoch immer wieder mit dem Faschismus liebäugelt.

Insgesamt beleuchtet das Buch einige Facetten des Nachkriegsamerika, dennoch bekommt man nicht das Gefühl, wirklich die Wahrheit zu kennen.
Fazit: ich würde das Buch durchaus weiterempfehlen, allerdings eher als interessantes Zeitdokument zur Abendlektüre.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Erkenntnis und Unglaubwürdigkeit 29. August 2001
Von Ein Kunde
Man muß wohl sagen, daß dieses Buch zur leichteren Nachlektüre gehört. Es hat bei mir verschiedene Reaktionen hervorgebracht. Zum einen bietet es einen (mit Sicherheit nur sehr geringen) Einblick in die Welten des CIA. Zum Anderen hat man das Gefühl Marita Lorenz spielte die Rolle einer politischen Prostituierten, denn der mittlere Teil des Buches ist durch die ständige Neuvorstellung irgendwelcher Liebschaften gekennzeichnet. In meinen Augen ist Marita Lorenz heute trotz allem sehr Stolz auf ihr Leben und, da bin ich mir sicher, fügt hier und da noch einiges an Fantasie in ihr Schreiben. Glaubwürdigkeit konnte oft nur durch beigefügte Fotographien und die manchmal die Beschreibungen Maritas widerlegenden Kommentare des Ko-Autors verschaffen. Geamturteil: Ich hätte nichts verpasst, hätte ich dieses Buch nicht gelesen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke schwache Frau im Spiel der Mächte. 17. Juli 2001
Eindrucksvoll und einfach unglaublich schildern Marita Lorenz und ihr Ko-Autor eine Biographie, die man eigentlich gar nicht glauben will. Phasenweise herrlich naiv beschreibt die Gespielin von Castro und Marcos ihre Verstrickungen in Geheimdienst, Polizei, Mafia und die kommunistische High-Society. Glücklicherweise haben sich Verlag und Autoren entschlossen umfangreiches Bildmaterial mitabzudrucken. Sonst würde man wohl glauben, man sitzt einer Märchenerzählerin auf. So erhält man einen schockierenden Einblick in das Leben einer starken, schwachen Frau, deren Leben von der Liebe zu Castro und der unerbittlichen Gewalt der CIA geprägt ist. Dass sie zu allem Übel auch noch den Attentäter von John F. Kennedy kannte, kann den Leser fast nicht mehr überraschen. Kaufen! Und in einer Nacht Lesen!
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