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Lieben - Nur tot kann er dich lieben
 
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Lieben - Nur tot kann er dich lieben

Karsten Dahlem , Stefanie Mühle , Rouven Blankenfeld    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Karsten Dahlem, Stefanie Mühle, Arved Birnbaum
  • Regisseur(e): Rouven Blankenfeld
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 22. Mai 2009
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001TPT00G
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.897 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Das Cover lässt vermuten, einen x-beliebigen Horrorfilm vorgesetzt zu bekommen, doch weit gefehlt, den Rouven Blankenfelds Film ist keine Exploitation, sondern das präzise gearbeitete Psychogramm eines zutiefst kranken Menschen. Blankenfeld beschönigt nicht und wartet mit Bildern auf, die auf unangenehme Art und Weise im Gedächtnis haften bleiben. Assoziationen mit Jörg Buttgereits "Nekromantik" mögen aufkommen, allerdings wirkt Blankenfelds Film sehr viel professioneller. Der Film strahlt eine triste und deprimierende Stimmung aus, nicht unähnlich dem Serienkillerstreifen "Henry - Portrait of a Serial Killer". Qualitativ ist John McNaughtons Film zwar noch besser, aber was Blankenfeld hier mit einem Budget von nur 40.000 Euro anstellt, verdient durchaus Respekt. "lieben" ist ein Film über einen Menschen weit abseits der Norm, einer Kreatur voller Tragik, die doch nichts anderes als abstoßend ist. Fazit: Independentkino mit Kanten und Ecken, das unter die Haut geht und nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt.

Moviemans Kommentar zur DVD: Die günstige Produktion setzt auf natürliche Farben. Es soll ein Abbild der Realität sein. Und als solches funktioniert es gut, wobei es der Geschichte angemessen trist erscheint. Rauschen ist in deutlichem Maße vorhanden. Dafür arbeitet die Kompression gut. Was den Schärfegrad betrifft, so darf man hier keine Wunder erwarten. Aber durchschnittliche Werte werden schon erreicht. Die Dialogverständlichkeit des Films ist gut. Umgebungsgeräusche wie Autos auf der Straße oder Menschen in einem Restaurant übertönen den Dialog nicht, sondern fügen sich sehr gut ein. Der Soundmix ist natürlich ausgefallen. Beim Bonusmaterial hat man sich Mühe gegeben. Es gibt einen launigen Audiokommentar von Regisseur Rouven Blankenfeld und Jörg Buttgereit. Beide führen auch ein gut 18-minütiges Gespräch, in dem es nicht nur um den Film und etwaige Verwandtschaftsverhältnisse zu "Nekromantik" geht, sondern man sich querbeet in Sachen Horror unterhält. Neben dem Trailer und einer Handvoll entfallener Szenen gibt es noch ein einen Kurzfilm, der etwas krude geraten ist. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Deutschland Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 2.0 ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: FormMannschaft Interview(s), Gelöschte Szenen, Kommentar, Kurzer Film, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Das Cover lässt vermuten, einen x-beliebigen Horrorfilm vorgesetzt zu bekommen, doch weit gefehlt, den Rouven Blankenfelds Film ist keine Exploitation, sondern das präzise gearbeitete Psychogramm eines zutiefst kranken Menschen. Blankenfeld beschönigt nicht und wartet mit Bildern auf, die auf unangenehme Art und Weise im Gedächtnis haften bleiben. Assoziationen mit Jörg Buttgereits "Nekromantik" mögen aufkommen, allerdings wirkt Blankenfelds Film sehr viel professioneller. Der Film strahlt eine triste und deprimierende Stimmung aus, nicht unähnlich dem Serienkillerstreifen "Henry - Portrait of a Serial Killer". Qualitativ ist John McNaughtons Film zwar noch besser, aber was Blankenfeld hier mit einem Budget von nur 40.000 Euro anstellt, verdient durchaus Respekt. "lieben" ist ein Film über einen Menschen weit abseits der Norm, einer Kreatur voller Tragik, die doch nichts anderes als abstoßend ist. Fazit: Independentkino mit Kanten und Ecken, das unter die Haut geht und nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. ...Loving ( Lieben )

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gleich vorweg: ,Lieben' aus der Kameraspule von Rouven Blankenfeld zählt zu den unangefochtenen (Independentfilm-) Pflichttiteln des Jahres 2009.

Wer Gerald Kargls brillanten ,Angst', Jörg Buttgereits Wegweisende ,Nekromantik' und ,Nekromantik 2 - Die Rückkehr der liebenden Toten', aber auch Johan Vandewoestijnes No Budget-"Bluterguss" ,Lucker - The Necrophagous' und/oder Marian Doras (True Crime- beeinflusstes) Kannibalenepos ,Cannibal' verehrt, sollte, nein, muss Blankenfelds packende Darstellung menschlicher Abgründe einfach gesehen haben.

Dieses morbide und gleichzeitig beklemmende Meisterwerk, das zum Glück nie billig oder gar "C-Movie"-like aussieht (im Gegenteil - so professionell wie hier, wurde das Tabubrechende Thema Nekrophilie wohl noch nie angegangen), rockt das Wohnzimmer, ohne dabei die Gore-Schraube zu überdrehen.

Doch damit nicht genug: Das Acting der hier vertretenen SchauspielerInnen ist sensationell gut. Glaubhaft wird jede Rolle bis zum (frei interpretierbaren) Open End gemeistert, um nicht zu sagen zelebriert. Klasse!

Doch um was geht es eigentlich?

Nun, Boris ist ein sozial verwahrloster Zeitgenosse, der sich tagsüber seiner stupiden Arbeit als Flaschensortierer ergibt, ehe er sich Abend für Abend auf die Pirsch nach jungen Frauen begibt. Die (Mitleiderregenden) Objekte seiner kranken Begierde sind (überwiegend) gescheiterte Existenzen, die sich meist in der Kölner Drogenszene tummeln und deren Verschwinden folglich (zuerst) nicht sonderlich auffällt. Was sich so banal liest, entwickelt sich von der ersten Minute an zu einem albtraumhaften Psychogramm eines ausgewiesenen Triebtäters, der mit Frauen nur dann schlafen kann, wenn er diese zuvor erdrosselt oder anderweitig umgebracht hat.

Die Mutter eines der Opfer kann die Ungewissheit, was den Verbleib ihrer Tochter angeht, nicht mehr ertragen und ermittelt fortan auf eigene Faust. Eines Tages läuft sie Boris über den Weg; dieser bietet ihr seine Hilfe an...

Fazit: Großes Independentkino, das von seinen Darstellern lebt und eine fesselnde Geschichte zu erzählen weiß.

Beifall gibt es außerdem für den äußerst kurzweiligen Audiokommentar, der von Regisseur Blankenfeld und dessen Bruder im Geister Jörg Buttgereit eingequatscht wurde.

Last but not least gibt es neben einem Interview der Beiden, noch den Kurzfilm ,Tag der Umkehr', den ,Lieben'-Trailer und ein paar unveröffentlichte Szenen des Films zu beklatschen.

Alles in Allem: Two Thumbs Up!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bei der filmischen Umsetzung eines derart abseitigen Themas wie Nekrophilie bieten sich wohl am ehesten absurd-übersteigerte Exploitation-Exzesse, experimentierfreudiges Arthouse-Kino oder - man denke an Jörg Buttgereits "Nekromantik"-Filme - eine Kombination dieser beiden Ansätze an. Rouven Blankenfelds "Lieben" überrascht gerade deshalb mit einer unerwarteten Zugänglichkeit: Statt inszenatorischer Mätzchen wird hier ein ruhiger Erzählfluss angestrebt, und statt bekannter Genre-Konventionen erwartet den Zuschauer eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Figuren, die - fernab jeglicher Klischees - Interesse verdienen.

Um nicht falsch verstanden zu werden: "Lieben" ist in den Händen geübter Horror- und Independentfilm-Gucker mit Sicherheit besser aufgehoben als beim Freund deutscher TV-Krimis; aber weil menschliches Drama hier sichtlich höher als oberflächlicher Genre-Thrill priorisiert wurde, wäre es dem Film nur zu wünschen, dass er trotz seiner für Viele bestimmt abschreckenden Thematik ein Publikum jenseit der genannten Kreise finden und beeindrucken kann.
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Über die Liebe zu den Toten 25. Februar 2012
In diesem Psychogramm wird Nekrophilie als die Unfähigkeit, eine (liebende) Bindung zu lebenden Personen aufzubauen dargestellt. Der Protagonist Boris geht seiner Arbeit nach und nimmt mit einem Kollegen am gesellschaftlichen Leben teil. Eine sexuelle Bindung ist für ihn nur möglich, wenn die Frau bereits tot ist. Es wird nicht gezeigt, was diese nekrophile Neigung ausgelöst hat. Weder das Sammeln von toten Tieren, noch irgendein Hinweis in seiner Wohnung weisen auf Boris´Neigung hin. Der Film Kissed - Todeskuss [VHS] weis bei diesem Punkt besser zu überzeugen.

Mariet, die Mutter eines Mädchens, das Boris getötet hat, wendet sich hilfesuchend an ihn. Durch den Verlust ihrer Tochter und die seelische Störung von Boris, geben sich die beiden gegenseitigen Halt. Da Mariet nicht weiß, dass Boris der Mörder ihre Tochter ist, sowie die hilfsbereite, zuvorkommende Art von Boris bringen sie dazu, sich in ihn zu verlieben...

Das Problem dieses Film ist, dass ihm durch die ruhige Erzählweise, das fesselnde Element fehlt. Szenen, in denen Boris seine Nekrophilie auslebt, bieten einen kurzen Reiz, aber ansonsten bleibt nicht viel an dem Film zurück. Die Geschichte wird reibungslos weitererzählt und verliert sich in dem Versuch, Tristesse einzufangen.
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