Da der Klappentext ja mal so gar nichts hergibt, erzählt ich erst einmal, worum es geht. Im Mittelpunkt stehen die drei Frauen Diana, Mo und Anke, die alle in die Gegend um das alte Herrenhaus Oddlode Manor ziehen. Diana ist dort aufgewachsen und nach einem traumatisierendem Erlebnis in ihrer Teenie-Zeit in die Welt hinaus gezogen. Um welches Erlebnis es sich handelt, bleibt bis kurz vor Schluss ein großes Geheimnis und gibt der Story einen mystischen Touch. Nach ihrer Scheidung von Ehemann Tim zieht Diana, jetzt völlig mittellos, mit ihren beiden Kindern zu ihrem versoffenen Bruder Rory nach Oddlode zurück. Dort trifft sie natürlich auf ihre Jugendliebe Amos, der inzwischen verheiratet ist und Kinder hat.
Dann wäre da noch das Hippie-Pärchen Mo und Pod (schon allein diese Namen!), das in Oddlode einen Neuanfang ohne Drogen wagen möchte. Bei all den Drogen spielt der Job von Mo (ausgerechnet Grundschullehrerin!) anscheinend weniger eine Rolle'
Und schließlich hätten wir die ehemalige Olympiareiterin Anke, die mit ihrem Mann Graham nach Oddlode kommt, weil Graham dort eine halbbankrotte Firma übernommen hat ' auch in deren Beziehung kriselt es.
Man merkt, reichlich Stoff für Verwicklungen, Verstrickungen und Verwechslungen ist durchaus gegeben.
Zusätzlich ist da noch das Geheimnis um den 'Feuerteufel', ein vermeintlicher Geist, der in der Gegend ein Feuer nach dem anderen legt.
Leider passiert aber nicht so richtig viel. Natürlich haben wir ein nettes Bäumchen-wechsel-dich-Spiel und durchschnittlich alle 5 Seiten werden die Betten gewechselt und es geht mit jemand anderen ordentlich zur Sache, aber die eigentliche Geschichte geht nicht weiter. Kein Wunder, so sind die Protagonisten ja auch viel zu sehr beschäftigt, Partys zu feiern und abwechselnd besoffen und/oder bekifft zu sein. Selbst der Feuerteufel bringt da nicht wirklich Fahrt in die Sache. So nach und nach fackelt der zwar den halben Ort ab, aber so richtig scheint sich da auch keiner für zu interessieren.
Wirklich spannend wird es erst auf den letzten paar Seiten, als sich das Geheimnis um Oddlode Manor und den 'Lustgarten' endlich lüftet. Das riss es für mich aber auch nicht mehr raus.
Das Buch ist sprachlich sicherlich keine Meisterleistung (hätte ich auch nicht erwartet), aber locker und leicht geschrieben, so dass sich die fast 500 Seiten wenigstens recht schnell weg lesen.
Sicherlich hat das Buch seine Zielgruppe, ich war wohl nicht darunter und kann daher auch nicht mehr als 2 Punkte vergeben. Zumindest zu einem Teil ist das aber bestimmt Geschmackssache.