Ich finde schon, dass Julia Franck sehr schön schreibt, aber diese Geschichte hat mir gar nicht gefallen. Die Beziehung zwischen Beyla und ihrem Nachbarn kam mir völlig unschlüssig vor, so dass ich mich dauernd gefragt habe, warum redet sie nicht einfach mit ihm und sagt, was sie stört? Und warum quält sie sich dauernd mit ihrem Veracht, jemand habe Charlotte, in deren Wohnung sie einzieht, umgebracht, spricht aber nicht darüber? Wahrscheinlich versteht man das Buch nur, wenn man selbst Probleme hat, mit seinen Mitmenschen vernünftig und offen zu sprechen. Mir ging es sehr auf die Nerven. Der Twist am Ende war auch sehr bemüht, ich fand ihn sogar ärgerlich, das ganze Buch auf diese eine Wendung hinauslaufen zu lassen (ich will jetzt nicht zuviel verraten für die, die es noch lesen wollen). Also leider kann ich es nicht empfehlen.