Liebe, Tod und viele Kalorien handelt von der Liebe in jeder Spielart, von Tod - allerdings keinen gewaltsamen (kein Krimi) und von begnadeten Köchinnen und Köchen und Essern und Esserinnen. Es dreht sich vor allem um drei Damen, die Freundinnen waren bzw. werden. Da ist zunächst Imma (um die 50 Jahre), Ehefrau eines Augenarztes, der sie häufig betrogen hat und noch immer betrügt. Sie kommt aus einer Gastronomenfamilie und ist eine große Genießerin. Dann kommt Nora, eine Goldschmiedin mit eigenem Laden, die gerade von ihrem Freund verlassen worden ist. Und schließlich Nora's Schulfreundin Hedwig, Chemikerin, und Erbin eines heruntergekommenen Landgasthofes. Imma hat die Faxen dicke von ihrem Göttergatten und verläßt ihn. Von der Abfindung (= Zugewinnausgleich), den sie nach Beendigung der Ehe erhält, beschließt sie, den Landgasthof von Hedwig auf Vordermann zu bringen (wie gesagt, Imma stammt aus einer Gastronomenfamilie). Sehr witzig wird geschildert, wie Imma an die Geschäftsunterlagen ihres Mannes kommt (mit Hedwigs Hilfe - chemischer Terrorismus?-). Es treten zudem noch eine ganze Menge anderer Figuren auf, deren Probleme im Verlaufe des Buches nett geschildert werden. Die Herren der Schöpfung kommen auch nicht zu kurz, es gibt sogar nicht nur miese Typen, sondern auch richtig Nette.
Das Buch ist sehr lesenswert, da witzig und gut geschrieben. Außerdem wird viel gekocht, es ist allerdings schade, daß keine Rezepte angegeben sind, denn das Buch mach Appetit auf mehr. Zusammenfassend ist zu sagen, daß es Spaß gemacht hat, "Liebe, Tod und viele Kalorien" zu lesen; es ist eine prima Entspannungslektüre.