Dies ist das 4. Buch von Brigitte Blobel, was ich gelesen habe.
Bisher haben mich ihre Geschichten über z.B. Magersucht oder Selbstverletzung immer sehr berührt und mir gefallen. Dieses Buch allerdings ist ein bisschen anders.
Zunächst einmal ist es nicht eine Geschichte sondern es sind 9 Kurzgeschichten von jeweils 20-50 Seiten, in denen es um viele verschiedene Arten von Liebe geht. Es geht darum, wie Liebe sein kann, wie schnell und plötzlich sie passieren kann oder von Grund auf da sein kann.
Die Liebe zu einem Jungen, Liebe zwischen Geschwistern, Liebe zu einem Popstar, Liebe unter Männern und noch vieles andere..
An sich eine gute Sache. Es war berührend über viele verschiedene Arten von Liebe etwas zu lesen und jede an sich nachzuvollziehen, zu verstehen und mitzufühlen.
Allerdings sind mir die Geschichte einfach zu kurz. In 20-50 Seiten so etwas zu verpacken fand ich ganz schön gequetscht. Man fängt an mit der Geschichte und muss sich ja auch erstmal einfinden, die Protagonisten kennenlernen, wie sie sind, was sie fühlen, und dann, wenn man sich langsam daran gewöhnt hat und beginnt zu verstehen, da ist es auch schon wieder zu Ende und die nächste Geschichte beginnt. Das gefällt mir nicht so gut. Da es so viele sind, weiß man bei der 5. z.B. gar nicht mehr so genau, um was es z.B. bei der 2. ging. Sie sind einfach nicht tiefgründig genug. Um einen Einblick in verschiedene Arten von der Liebe zu bekommen, reicht es allerdings.
Ich persönlich fand die erste Geschichte am besten, in der es um ein junges Mädchen geht, das Angst hat sich an einem falschen Zeitpunkt zu verlieben, nämlich bevor sie 6 Wochen nach Frankreich muss um ihr französisch zu verbessern. Sich vorher zu verlieben und dann 6 Wochen getrennt zu sein, ist für sie die Hölle. Doch Liebe passiert nunmal und sie verliebt sich - und zwar ganz schön doll. ;)
Doch was passiert nach den 6 Wochen? Wird er noch da sein, wenn sie wiederkommt?
Schlussendlich finde ich es eine gute Idee, allerdings sind es mir mit 9 Geschichten auf nur 255 Seiten einfach zu oberflächliche Storys.