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Als Achtjährige lernten sich Julien und Sophie kennen und führen seither eine von tiefer Liebe und zerstörerischem Hass geprägte Beziehung. Was einst mit spielerischen Neckereien begann, hat sich über die Jahre zu einem tabulosen Machtspiel ausgeweitet, dessen einziges Ziel zu sein scheint, den anderen so tief wie möglich zu verletzen. Als Liebesbeweise verlangen sie nämlich vom jeweils anderen immer neue, immer verwegenere Mutproben. Doch irgendwann entgleitet den beiden die Situation - mit verheerenden Folgen.
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Yann Samuells schräge Romantikkomödie nimmt als märchenhaftes Fantasiespiel ihren Anfang und endet als desillusionierendes Drama mit zahlreichen Kollateralschäden. In den Hauptrollen des entdeckenswerten, im Original "Kinderspiele" betitelten Erstlings begeistern "The Beach"-Darsteller Guillaume Canet und Marion Cotillard ("Big Fish"). Sie versorgen das mit ungewöhnlichen Kamerafahrten und comichaften Traumsequenzen angereicherte Werk mit attraktiven Hauptfiguren. Für frankophile Filmfans.
Blickpunkt Film
Leben und Liebe sind ein riskantes Spiel für Julien und Sophie. Als Achtjährige lernten sie sich in der Schule kennen, seitdem kreuzen sich ihre Wege. Statt 'ich liebe dich', sagen sie 'Spiel oder nicht, top oder flop?'. Die Mischung aus romantischer Love-Story und Tragödie erinnert in der manchmal surrealen Optik ansatzweise an 'Die fabelhafte Welt der Amelie' und sollte sich deshalb im Kino nicht als Flop erweisen.
Die Prüfungsjury traut ihren Augen nicht: Da trägt die Mathe-Studentin über ihren Kleidern sexy Unterwäsche und lässt bei den Antworten ihre Augen immer durch die verglaste Tür schweifen, hinter der sich ihr Freund offen an eine andere Kandidatin heranmacht. Nur eine von vielen Szenen, in denen Julien und Sophie sich quälen, eifersüchtig beobachten und dabei nur zu feige sind, sich ihre Liebe einzugestehen. So verlangt Sophie, dass Julien mit dem Mädchen schläft und anschließend dessen Ohrring als Trophäe. Dass sie dem Lustobjekt dann den Freund ausspannt, ist Teil des perfiden Plans, dem potenziellen Partner einen Stich in die Seele zu versetzen.
Hier hat sich der Franzose Yann Samuell eine etwas andere Romeo und Julia-Geschichte einfallen lassen. Sie können nicht zusammen kommen - aus ganz persönlichen Defiziten. Der Regie-Debütant, der als Illustrator begann und Produzent Christophe Rossignon mit dem ersten Exposé überzeugte, schickt seine Protagonisten auf eine Achterbahn der Gefühle. Die lebenslange Freundschaft beginnt an einem ganz normalen Morgen. Bürgersohn Julien schenkt der von den anderen Schülern als 'Polakin' beschimpften Sophie aus der Sozial-Siedlung spontan eine Spieldose. Und diese wandert zwischen ihnen in Zukunft immer hin und her, wenn es heißt 'Top oder Flop', wer überschreitet Grenzen, geht weiter und traut sich mehr als der andere. Dabei vergessen sie, wo Respekt aufhört und psychische Verletzung beginnt. Obwohl beide später in fester Beziehung resp. Ehe leben, bleibt die Verbindung bestehen und auch die unerfüllte Sehnsucht nach dem anderen. Bis dass der Tod euch scheidet, bekommt am Ende eine sehr abstruse Bedeutung, an deren Interpretation sich der Zuschauer die Zähne ausbeißen darf.
Und wenn 'La vie en rose' in verschiedenen Versionen als Echo auf das Paradoxe (Menschen, die immer Kind sein wollen), erklingt, weiß man nicht, ist das Zynismus oder Kitsch, Ironie oder eine Ode an die Vergeblichkeit von Liebe. Was fast märchenhaft als amüsantes Vergnügen an Träumerei und Anarchie begann, demaskiert sich sukzessive als sinistrer Spaß Erwachsener an Demütigung und Erniedrigung. Sinnloser Kampf statt sinnlicher Liebe. Das ist schade. mk.
Die Prüfungsjury traut ihren Augen nicht: Da trägt die Mathe-Studentin über ihren Kleidern sexy Unterwäsche und lässt bei den Antworten ihre Augen immer durch die verglaste Tür schweifen, hinter der sich ihr Freund offen an eine andere Kandidatin heranmacht. Nur eine von vielen Szenen, in denen Julien und Sophie sich quälen, eifersüchtig beobachten und dabei nur zu feige sind, sich ihre Liebe einzugestehen. So verlangt Sophie, dass Julien mit dem Mädchen schläft und anschließend dessen Ohrring als Trophäe. Dass sie dem Lustobjekt dann den Freund ausspannt, ist Teil des perfiden Plans, dem potenziellen Partner einen Stich in die Seele zu versetzen.
Hier hat sich der Franzose Yann Samuell eine etwas andere Romeo und Julia-Geschichte einfallen lassen. Sie können nicht zusammen kommen - aus ganz persönlichen Defiziten. Der Regie-Debütant, der als Illustrator begann und Produzent Christophe Rossignon mit dem ersten Exposé überzeugte, schickt seine Protagonisten auf eine Achterbahn der Gefühle. Die lebenslange Freundschaft beginnt an einem ganz normalen Morgen. Bürgersohn Julien schenkt der von den anderen Schülern als 'Polakin' beschimpften Sophie aus der Sozial-Siedlung spontan eine Spieldose. Und diese wandert zwischen ihnen in Zukunft immer hin und her, wenn es heißt 'Top oder Flop', wer überschreitet Grenzen, geht weiter und traut sich mehr als der andere. Dabei vergessen sie, wo Respekt aufhört und psychische Verletzung beginnt. Obwohl beide später in fester Beziehung resp. Ehe leben, bleibt die Verbindung bestehen und auch die unerfüllte Sehnsucht nach dem anderen. Bis dass der Tod euch scheidet, bekommt am Ende eine sehr abstruse Bedeutung, an deren Interpretation sich der Zuschauer die Zähne ausbeißen darf.
Und wenn 'La vie en rose' in verschiedenen Versionen als Echo auf das Paradoxe (Menschen, die immer Kind sein wollen), erklingt, weiß man nicht, ist das Zynismus oder Kitsch, Ironie oder eine Ode an die Vergeblichkeit von Liebe. Was fast märchenhaft als amüsantes Vergnügen an Träumerei und Anarchie begann, demaskiert sich sukzessive als sinistrer Spaß Erwachsener an Demütigung und Erniedrigung. Sinnloser Kampf statt sinnlicher Liebe. Das ist schade. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Französisch-belgisches Liebesdrama über eine verrückt-romantische amour fou, die sich zwischen zwei Schulfreunden bis ins hohe Alter fortsetzt.
Kurzbeschreibung
Die Kindheit zweier 8-jähriger Klassenkameraden in einer belgischen Stadt: Julien Janvier lebt im gehobenen grünen Villenviertel, Sophie Kowalski in der schäbigen Betonsiedlung. Obwohl sie aus so unterschiedlichen Verhältnissen kommen, freunden sich die beiden an. Sie schließen ein Bündnis, das ein Leben lang halten wird, und auf einem Kinderspiel begründet ist: Julien schenkt Sophie eine Spieldose, die als Pfand für zahlreiche Mutproben zwischen den beiden hin- und herwandert. "Top oder Flop" ist die jeweils entscheidende Frage. Wer von beiden geht weiter, wer traut sich mehr? Die Jahre vergehen, Sophie und Julien sind erwachsen geworden und aus Freundschaft wird Liebe.... "Liebe mich - wenn du dich traust verblüfft als atemlose Romanze im phantastischen Stil von 'Amélie'." Freundin
Produktbeschreibungen
Die Kindheit zweier 8-jähriger Klassenkameraden in einer belgischen Stadt: Julien Janvier lebt im gehobenen grünen Villenviertel, Sophie Kowalski in der schäbigen Betonsiedlung. Obwohl sie aus so unterschiedlichen Verhältnissen kommen, freunden sich die beiden an. Sie schließen ein Bündnis, das ein Leben lang halten wird, und auf einem Kinderspiel begründet ist: Julien schenkt Sophie eine Spieldose, die als Pfand für zahlreiche Mutproben zwischen den beiden hin- und herwandert. "Top oder Flop" ist die jeweils entscheidende Frage. Wer von beiden geht weiter, wer traut sich mehr? Die Jahre vergehen, Sophie und Julien sind erwachsen geworden und aus Freundschaft wird Liebe. Doch das einzugestehen trauen sie sich beide nicht. Und so spielen Sophie und Julien ihre Kinderspiele weiter, die immer extremer und existentieller werden. Nach zehn Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, kommt es zur alles entscheidenden "Top oder Flop" Frage... geht das Spiel weiter oder ist die Liebe am Ende