Ja, manche dieser Short Stories (hat eigentlich schon jemand bemerkt, daß Maxim Biller der einzige ist, der deutsch schreibt - und dieses Genre trotzdem beherrscht) gehen böse aus: Was natürlich aber nichts daran ändert, daß die meisten dieser Geschichten eben auch Vergnügen bereiten, ein großes, modernes, kosmopolitisches Vergnügen, das sich nicht nur aus Billers souveräner Sprache und seiner Beherrschung der Form speist, sondern halt auch daran, daß man hier nicht ständig in den Mädchenzimmern der Befindlichkeiten eingesperrt wird. Sondern daß diese Geschichten sich hinaustrauen, in eine sogenannte Welt - man sitzt dann da, mit Maxim Billers Sätzen, in einem Café in Schwabing oder der Kastanienallee. Und wenn man, weil eine Geschichte zu Ende geht und man die nächste erst morgen lesen wird, auseinandergeht, tut man das eigentlich immer in dem Gefühl: Wie schön, daß wir beide, diese Sprache und ich, einander begegnet sind.