Dieses Buch spricht so klare Worte, wie sie nur zwei Menschen schreiben können, die die vielen schmerzlichen Widrigkeiten, die das Leben bietet, gelernt haben und nicht aufhören wollen zu verstehen (also nicht nur die in einer kriselnden Beziehung). Frau Zurhorst und auch ihr Mann, zeigen in ihrem sympathischen natürlichen Schreibstil (eben nicht wie viele andere Beziehungsbücher, die sehr theoretisch und für den psychologischen Laien oftmals erdrückend und fordernd wirken), wie man mit seinen Sorgen, Ängsten und Nöten auch anders umgehen kann. Ganz besonders die Wahrnehmung der Männer wird durch die Texte von Wolfram Zurhorst so wunderbar und auch schonungslos ehrlich dargestellt, dass sich so mancher Mann darin wieder finden kann und damit auch die Frau ein ganz anderes Verständnis für die "Gattung Mann" erlangen kann. Gerade dann wenn man keinen Ausweg mehr sieht und man bemerkt, dass man all das was geschieht, einfach nicht mehr kontrollieren und für sich kopfmäßig nicht mehr sortieren kann und in diesem Zustand dann eben daran schon fast verzweifelt. So kann dieses Buch ein zaghafter Anfang sein, die eigene Wahrnehmung auch mal von einer anderen Seite zu erforschen. Entweder gemeinsam mit dem Partner, aber auf jedenfall einen Weg zu mehr Liebe im eigenen Inneren, so dass auch dadurch die Liebe im Außen wieder sichtbar werden kann. Es liest sich sehr leicht und wunderbar anschaulich - so als wenn man einer Freundin zuhört -. Es berührt den Leser an so manchen Stellen im Innern, die vielleicht bisher sehr verborgen waren und bietet so durch diesen anfänglichen Prozess vielleicht eine ganz andere Chance für eine schon fast zu zerbrechende partnerschaftliche Ehe/Beziehung, hin zu einer möglichen viel tiefer gehenden Liebe... Fazit: Für mich eine hervorragende Fortsetzung zum ersten Buch!