...so habe ich mich nach diesem Film gefühlt, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Und auch eine Wiederholung beraubt dem Film nicht seinem Zauber. Ein Zauber, der gekonnt Liebe und Weihnachten verbindet.
Das Fest der Liebe - so wird Weihnachten allgemein genannt. Nicht so für die Journalistin Iris in England und die Film-Cutterin Amanda in Los Angeles. Iris hat auf der Weihnachtsfeier der Zeitung erfahren müssen, dass ihr Ex-Freund, für den sie immer noch etwas empfindet, demnächst heiraten wird, und Amanda hat ihrem seitenspringenden Freund den Laufpass gegeben. Also nicht gerade die besten Voraussetzungen für "frohe" Weihnachten. Als sie sich zufällig im Internet kennenlernen, beschließen sie, ihre Häuser zu tauschen. Und so findet sich die beiden keine 24 Stunden später in einer neuen Welt - Amanda in einem beschaulichen Cottage in Surrey, Iris in einer mit allen Raffinessen ausgestatteten Villa am Sunset Boulevard. Und auch die Liebe lässt nicht lange auf sich warten. Verantwortlich dafür zeichnen Iris' Bruder Graham sowie der Filmmusikkomponist Miles. Und wenn dann zum Schluss alle gemeinsam Silvester in Iris' Cottage feiern, dann kann man die besondere Magie der Weihnachtsfeiertage so richtig spüren.
Ein wunderbarer Film, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Neben der wunderbaren, wenn auch etwas einfachen Story sind dafür vor allem die vier hervorragend zusammenpassenden Hauptdarsteller. Kate Winslet entwickelt sich von der vor sich hinschmachtenden, unglücklich Verliebten hin zu einer selbstbewussten Frau, die nicht nur Miles' Herz erobert, sondern auch ihrem kurzzeitigen Nachbarn, einem ehemaligen Drehbuchautor, neuen Lebensmut schenkt. Jude Law bringt gleich mit seiner ersten Szene nicht nur Amandas Herz, sondern vermutlich das von unzähligen Frauen vor dem Bildschirm zum Schmelzen. Sexy und gleichzeitig verletzlich spielt er Graham, und die vermutlich schönste Szene des Films ist die, wenn er Amanda erklärt, warum er seine verstorbene Frau und die beiden kleinen Töchter normalerweise vor seinen Beziehungen geheimhält. Cameron Diaz ist als Amanda der unbestrittene Sonnenschein des Films, der mit Jude Law exzellent harmoniert und auch für ein sehr humorvolle Szenen sorgen darf. Last but not least ist da Jack Black als Miles, dem Iris bereits beim ersten Zusammentreffen den Kopf verdreht. Und vor allem er hat mich positiv überrascht, kannte ich ihn bis dahin nur als Komiker. Dass er aber auch exzellent die ruhigen Töne anschlagen kann, hat für mich einen der besten Weihnachtsfilme der letzten Jahre komplementiert.
Ein Film, den ich nur wärmstens empfehlen kann - besonders, wenn es draußen eine tiefverschneite Winterlandschaft gibt.