Nachdem Kate Hudson mit "Almost Famous" ihren vielversprechenden internationalen Durchbruch feiern konnte, scheint sie (leider) auf romantische Komödien abonniert zu sein. Nach "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen", "Alex und Emma" und "Eine Liebe in Paris", setzt Hudson einmal mehr auf die vermeitlich sichere Kino-Erfolgskarte und fügt mit "Liebe auf Umwegen" ihrer bisherigen Schauspielkarriere ein weiteres Romantikkomödienkapitel hinzu. Das ist - zugegeben - clever und bei 7 Mio. Dollar Gage finanziell gesehen absolut einsichtig, schauspielerisch gesehen aber eben auch nichts Neues und droht auf Dauer ein wenig langweilig zu werden. Mit Gary Marshall (Pretty Woman) wurde ein Regisseur verpflichtet, der auf diesem Gebiet ebenfalls alles andere als unerfahren ist.
"Liebe auf Umwegen" erzählt eine bekannte Geschichte: Die einer angehenden jungen Karrierfrau, welche durch tragische Umstände bedingt unerwartet Familienzuwachs erhält (die drei Kinder der plötzlich tödlich verunglückten Schwester) und fortan den Spagat zwischen junger "Mutter" und Karriere meistern muß bzw. will.
Zweifelsohne belebt Kate Hudson mit ihrem Charme und Aussehen die Leinwand ungemein. Es bereitet ihr auch selten Schwierigkeiten sich in die Rolle der Modelagentin 'Helen Harris' einzufinden. Richtig interessant wird es aber nur, wenn sie in Interaktion mit einer kongenialen Joan Cusack (Hellens Schwester 'Jenny'), Hector Elizondo (herrlich komisch als Gebrauchtwagenhändler 'Mickey Massey') oder "ihren" drei Kids (vor allem Abigail Breslin als 'Sarah') tritt. Ansonsten erscheint alles nur zu sehr vorhersehbar. Neue Blickwinkel wirft "Liebe auf Umwegen" nicht auf und die Liebesbeziehung zwischen Helen und Pastor Dan (John Corbett - Sex and the City/My big fat Greek wedding) wird sehr stolpernd entwickelt.
Die DVD wartet mit einem ordentlichen Bonuspaket auf: Neben etlichen Sprach- und Untertiteloptionen gibt es ein ziemlich witziges Blooper Reel (5 Min.), sehenswerte herausgeschnittene Szenen (15 Min.) - kommentiert von einem äußerst sympathischen Regisseur Garry Marshall, ein Titelsong-Musikvideo von Liz Phair und Audiokommentare mit Regisseur und Autor.
Fazit: Viel Zucker, doch leider all zu sehr vorhersehbar. Definitv ein Film für Kate Hudson Fans, eventuell auch für Romantiker.