Es ist schon komisch, es passiert einiges in diesem Film, und dennoch fand ich ihn ziemlich lasch.
Man kann und möchte sich mit keinem der nicht besonders sympathischen Darsteller identifizieren; allein die Nebendarsteller (die verliebte Lesbe, der 17jährige Jüngling und die Domina) vermögen etwas Mitleid zu erregen.
Es geht hier um Sex (ungeschützten, gekauften, Hetero-und Homo), um Verliebtsein in jemanden, der nicht das Gleiche empfindet, um das HIV-Virus, um unerfüllte Lebenspläne (der Ex-Schauspieler, der jetzt kellnern muss); ach ja, und es gibt auch einen Serienkiller, der die Ohrringe seiner weiblichen Opfer sammelt.
Klingt vielleicht spannend, ist es aber nicht. Es gibt wesentlich bessere Thriller, bei denen man sich nägelkauend die Frage stellt: ist es der oder die, oder wer? Hier sagt man sich nur: who cares? Und, um ehrlich zu sein, war es mir auch egal, wer der Killer ist und wem er als Nächstes die Kehle durchschneidet.
Hätte man diese ganzen Mordgeschichten weggelassen und versucht, sich nur auf ein/zwei Genres zu konzentrieren, ... wer weiss?
FAZIT: Dieser Film lässt mich erstaunlich kalt, berührt mich nicht und regt mich auch nicht zum Nachdenken an.
Die Schicksale der Darsteller gehen mir sonstwo vorbei und die angebliche Wandlung des Hauptdarstellers am Schluss kommt auch nicht sehr glaubwürdig rüber.