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Liebe am Nachmittag
 
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Liebe am Nachmittag

Gary Cooper , Audrey Hepburn , Billy Wilder    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Gary Cooper, Audrey Hepburn, Maurice Chevalier
  • Regisseur(e): Billy Wilder
  • Komponist: Franz Waxman
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Griechisch, Türkisch, Arabisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 14. März 2008
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 125 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0011D1B4O
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.195 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Mr. X engagiert einen Privatdetektiv, um herauszufinden, mit wem seine Frau ihn betrügt. Als der Detektiv die Frau in den Armen des millionenschweren Playboys Frank Flannagan ertappt, informiert er ihren erwartungsgemäß wütenden Ehemann, der sofort ankündigt, den Ehebrecher zu töten. Ariane, Tochter des Privatermittlers, wird Ohrenzeugin des Gesprächs und warnt Flannagan vor dem wütenden Gatten, womit eine Reihe von nachmittäglichen Treffen zwischen ihr und dem Playboy beginnt.

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bezaubernde Geschichte.... 2. Oktober 2008
Von bearuth
Von Amazon bestätigter Kauf
Handlung:
Die bezaubernde Musikstudentin Ariane, die Tochter des Privatdetektivs Claude Chavasse, durchstöbert immer wieder die Archive ihres Vaters, der auf Ehebruchfälle spezialisiert ist. Sie ist romantisch fasziniert, von all den ,unerlaubten` Liebesgeschichten. Ein Mann gefällt ihr besonders, der alternde Playboy Frank Flannagan, der scheinbar sämtliche Frauen rund um den Globus zu betören weiß. Als sie mit anhört, dass der betrogene Ehemann diesen im Hotel erschießen will, eilt sie dem Schwerenöter zu Hilfe. Auf abenteuerliche Weise schleicht sie sich in sein Zimmer und warnt ihn und seine Dame vor dem wütenden Ehemann, der mit einer geladenen Pistole vor der Türe lauert. Dem Objekt ihrer romantischen Träume gegenüberstehend, verliebt sie sich völlig in ihn. Er ist völlig hingerissen von ihr, zum Einen weil ihn ihre Unschuld reizt zum Anderen, weil sie scheinbar sein gesamtes Leben kennt. Aber sie weiß, dass er Liebe nicht kennt und nur mit ihr spielt, so gaukelt sie ihm immer mehr die männerkonsumierende Femme Fatal vor. Langsam beginnt bei ihm das Eis zu schmelzen und er reagiert ungeheuer eifersüchtig auf Arianes angebliche Männerbekanntschaften...

Film und Darsteller:
Diese 1957 entstandene romantische Liebeskomödie ist ein relativ unbekanntes Meisterwerk von dem großen Billy Wilder. Wilder der bereits 1954 den Film ,Sabrina` mit der einzigartigen Audrey Hepburn gedreht hatte, gelang auch mit diesem Film die Zuseher mit ihr zu bezaubern. Diesem Streifen jedoch blieb eine Randexistenz leider nicht erspart und die sicherlich zu unrecht. Die süße Geschichte einer unerfahrenen wie rätselhaften Kindfrau, die einem alternden Herzensbrecher den Kopf verdreht, basiert auf dem entzückend frivolen Roman von Claude Anet. Die Handlung spielt in dem wunderschönen Paris, der Stadt der Liebe und Leidenschaft. Köstliche Szenen oder ,running gags` wie z.B. die der allgegenwärtigen ungarischen Musiker, die der ältere Herr braucht um in Stimmung zu kommen, da seine eingefahrene Methode, die Frauen zu verführen bereits zum verstaubten Ritual gehört, lassen einem vor Vergnügen glucksen und lachen. Dialoge die witzig und bittersüß sind und eine Schauspielerriege, die einfach erste Sahne ist machen den Film zu einem Genuß.

Gary Cooper erntete damals für seine Darstellung des charmanten Schwerenöters Frank Flannagan nicht allzu viel Lob, er wurde als Fehlbesetzung abgetan und er wäre auch zu alt für diese Rolle. Nun dem heutigen Zuseher präsentiert sich der Film als absolutes Kleinod cineastischen Vergnügens, wobei auch der Altstar Gary Cooper wieder im rechten Licht erscheint. Er spielt seinen Part des alternden Playboys mit der ihm eigenen Nonchalance und dem berühmten unterkühlten Charme, den mehrere Generationen von Fans an ihm so sehr geliebt haben.
Die zauberhafte Audrey Hepburn ist und bleibt ein Augenschmaus, sie ist einfach perfekt für die Rolle der blutjungen, unschuldigen Ariane, die sich aus Liebe doch so vieler kleiner, spitzer Lügen schuldig macht. Mit der Leichtigkeit einer Feder nimmt sie die Herzen der Zuseher und auch des hartgesottenen Frank gefangen. Man wundert sich nicht, dass ihr damals die ganze Welt zu Füßen lag.
Der große Maurice Chevalier, besticht als Claude Chavasse und Vater Arianes durch sein natürlich-charmantes Auftreten, bei dem man meint er sei diese Figur, ohne wenn und aber. Seine Schauspielkunst ist genial, wie ohne Mühen aus dem Ärmel geschüttelt. Er fasziniert - bis heute.

Fazit:
Eine zauberhafte, romantische Komödie mit viel Witz, ernsten Untertönen und einem duftenden Hauch Erotik. Ein Juwel mit großartigen Schauspielern und einer entzückend romantischen Handlung. Es ist ein Film, der in der Sammlung von Romantiker/innen und Komödienfans nicht fehlen sollte.
Ich fand und finde ihn immer wieder bezaubernd. Sooft ich in auch sehe, bereitet er mir großes Vergnügen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ariane is Fascination 4. November 2009
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
"Ariane - Liebe am Nachmittag" ist ein Film, der weder in Billy Wilders noch in Audrey Hepburns Werk zu den ganz großen zählt. Ich werde ihn mit Klauen und Zähnen verteidigen. Wie schon "Sabrina" muss man sich auf gewisse Absurditäten einfach mal einlassen und kann dann bewundern, wie elegant, witzig und romantisch Wilder eine Liebesgeschichte erzählt und das enorme Potenzial der zauberhaften Hepburn nutzt (bzw. sie es selbst nutzt). Vielleicht hat der Film einen durchwachsenen Ruf, weil er in seiner Schwachsinnigkeit noch viel konsequenter als "Sabrina" ist. Dazu eine kleine Inhaltsangabe: Ein Pariser Privatdetektiv spioniert im Auftrag betrogener Gatten Ehebrecher aus, mit Vorliebe den notorischen Playboy Flannagan (Gary Cooper), in den sich Detektivstochter Ariane verliebt und dem sie begegnet, als sie ihn vor den Mordansichten eines der Gehörnten warnen kann. Ariane ist eigentlich eine brave Musikstudentin ohne große Männergeschichten, aber um Flannagan zu beeindrucken, erfindet sie ein wildes Liebesleben im Jet-Set. Irgendwann ist Flannagan wegen der Vorstellung, nur noch die Nr. 2 der Aufreißer zu sein, wunschgemäß kirre...

Ein paar der völlig unlogischen Blödsinnigkeiten seien genannt:
- Dass Flannagan ernsthaft zu Ariane passen soll, sich gar ändern sollte, glaubt man keine Sekunde
- Dass die Polizei nicht reagiert, wenn Ariane recht glaubwürdig erzählt, dass Flannagan zu einem festen Zeitpunkt an einem bekannten Ort ermordet werden soll, ist idiotisch (wenn auch witzig: "Wir haben nicht genug Polizisten. Sollen wie Pfadfinder schicken? Wir können doch Jungs in kurzen Hosen nicht so einer Situation aussetzen...")
- Flannagan lässt zu seinen Schäferstündchen immer eine kleine Zigeunerkapelle live aufspielen. Möchte irgendjemand, um eine Frau rumzukriegen, vier Musiker um sich haben??? Flannagan nimmt die sogar einmal mit ins Türkische Bad, bis das Wasser aus der Geige geschüttet werden kann - totaler Nonsense...
- Und Paris ist mal wieder das Klischee der Klischees (wer es genauso grauenvoll findet wie ich, Englisch mit frz. Akzent zu hören, schalte wegen der Off-Einleitung zu Beginn bitte auf die deutsche Tonspur).

Aber, Du liebe Zeit, dieser Film macht alles richtig und hat ein Kabinettstückchen nach dem nächsten. Erst einmal hat Billy Wilder das Phänomen Hepburn genau richtig verstanden und zeigt das auch. Gary Cooper ist oft im Halbschatten, Audrey wird von der Kamera geliebt. Sie ist eben so charmant, dass da mal ein Filmteam gesagt hat, hey, lassen wir sie das Unmögliche möglich machen, lassen wir sie einen notorischen Stecher becircen und nachhaltig verunsichern. Wie bei "Sabrina" gilt: Wer den Zauber der Hepburn verstehen möchte, sollte diesen Film sehen. Desweiteren zieht sie dieses ganze Mimikry recht spaßig durch, und dabei ist Wilder auch angenehm Wilder-typisch und von unverwechselbarer persönlicher Handschrift. Er hatte sich in "Frau ohne Gewissen" schon als Fußkettchenfetischist erwiesen und treibt damit nun seine (selbst-)parodistischen Späße: So ein Fußkettchen, meint Arianes Vater, habe immer etwas leicht Anzügliches, und schon präsentiert Ariane Flannagan eine Halterung am Cellokoffer als sündhaft teures Fußkettchen, das ihr irgendein Verehrer geschenkt habe. Wenig später schmeißt Ariane es nonchalant in einen See. Dieser See übrigens ist bei einer Bootsfahrt von Ariane und Flannagan gefilmt wie ein berühmtes Gemälde (ich habe gerade vergessen, welches). So erweist sich Wilder diesmal auch als visuell interessant, was ansonsten vielleicht nicht gerade seine stärkste Seite war. "Ariane" hingegen gefällt optisch nicht nur in diesem einen Moment, sondern ist auch ansonsten perfektes Kino der Sinne in Symbiose aus Bewegung und Musik. Ein meisterhaftes Kabinettstückchen, wie es nur Wilder kreieren konnte, ist die Szene, in der sich Flannagan betrinkt: Ariane hat ihn versetzt, ihm aber eine Diktaphonaufzeichnung hinterlassen, auf der sie alle angeblichen Männer in ihrem Leben auflistet, bei Nr. 20 endend mit "Fortsetzung folgt". Wie oft wird über Andie McDowells Liste aus "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" geredet, wie selten über Arianes, dabei war sie möglicherweise Vorbild. Zwar ist die eine Liste erfunden, die andere nicht, aber die Hepburn trägt das genauso selbstbewusst vor, genauso schnippisch, ist mit genauso großer Selbstverständlichkeit maßlos, und maßlos ärgerlich für Flannagan. Er hört das Diktaphon immer und immer wieder, kann das überhaupt nicht ertragen, vor allem nicht die Worte "Fortsetzung folgt". Die Zigeunerkapelle steht bereit und spielt, Ariane ist nicht da, Flannagan hört diesen Text im Nebenzimmer, und dabei rollt ein Barwagen immer hin und her, um abwechselnd die Musiker und Flannagan mit Alkohol zu versorgen. Bis zum nächsten Morgen geht das, es war angesichts von Teppichkanten etc. gar nicht leicht zu drehen, ist absurd, aber wunderschönes pures Bewegungskino unter Einbindung eines musikalischen Leitmotivs.

Überhaupt, die Musik, da macht Wilder etwas, das er öfter einmal gemacht hat. Es gibt sehr wenig musikalisches Material, aber dieses wird sehr akzentuiert und leitmotivisch eingesetzt. Wilder setzt hier die Musik fast immer auf der erzählten Ebene ein, so dass er sie nicht nur in Beziehung zu den Protagonisten setzen kann, sondern sie auch für diese selbst in der Film-Handlung Bedeutung hat. Bevor Flannagan zur Sache geht, spielt die Kapelle immer einen Csardas namens "hot paprika", und wenn es langsam "losgeht", spielt sie den bekannten langsamen Walzer "Fascination". In der Handlung hat Ariane den noch ewig und drei Tage im Kopf, obwohl sie ein ganz anderes klassisches Cellostück üben soll. In der Wirklichkeit hat der Zuschauer den noch ewig und drei Tage im Kopf: Ariane is Fascination, so is the movie.
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