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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Viel Spott hält Thomas Sören Hoffmann für Lenzens Ethik parat, die vor allem ermessen zu wollen scheint, was moralisch o.k. ist und was nicht. Platon und Kant hätten Lenzens Devise niemandem schaden als allzu aussageschwach zurückgewiesen, meint Hoffmann. Lenzen predige einfach die Jagd aufs Glück und ziehe Lust-Unlust-Bilanzen. Rezensent Hoffmann fehlen an diesem aufgeklärten Hedonimus die Grundsätze. So gelange Lenzen etwa zur Approbation von Homosexualität, obwohl die gesamte philosophische Tradition anders dachte. Auch Euthanasie, Selbstmord und randständige Formen sexueller Betätigung wolle Lenzen einfach zulassen, während man anerkennen müsse, dass er bei der Abtreibung die Schwelle sehr hoch ansetze. Nein, eine Ethik sei das alles nicht.
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Kurzbeschreibung
In dieser analytischen moralphilosophischen Studie werden zunächst die theoretischen Grundpositionen erörtert, von denen aus der Autor argumentiert. Das Kapitel 'Liebe' beschäftigt sich mit den moralischen Problemen der (außer)ehelichen Sexualität, Homosexualität, Unzucht, Pornographie und Prostitution. 'Leben' behandelt Sinn und Wert des Lebens, Recht auf Leben, Empfängnisverhütung, Organtransplantation, künstliche Befruchtung, Embryonenforschung, Klonen. Das Kapitel 'Tod' umfaßt Selbstmord, Sterbehilfe, Abtreibung und Vegetarismus.