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Der Liebe ganze Härte. Tagebuch einer liaison dangereuse [Taschenbuch]

Marie Jo
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 228 Seiten
  • Verlag: Seitenblick Verlag Bettina Tegtmeier; Auflage: 2. Aufl. (November 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3980539938
  • ISBN-13: 978-3980539937
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 427.225 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ich will, daß es weitergeht, will es ganz. Ich bin nie feige gewesen. (Nur manchmal unvernünftig.) Ich unterschreibe ein zweites Mal, daß er Sir Stephens Rechte hat. "Gut", sagt er. "Gut so." ...

Eben nahm er mich noch einmal kurz in die Arme, dann drückt er mich nach unten, bis mein Gesicht seine Schuhe berührt. Dann sitze ich vor ihm auf dem Boden, während er sich auf meinem Sofa ausstreckt. Die Atmosphäre zwischen uns hat sich plötzlich verändert, und ich habe Angst vor diesen Folgen meiner Entscheidung; ich genoß das bis dahin existierende Verhältnis zwischen D. und mir, das sich eigentlich auch nach meinem zweiten Versprechen nur mit der ihm eigenen Dynamik fortentwickeln sollte, und jetzt hat es geradezu einen Satz nach vorne getan, und in mein mulmiges Gefühl mischt sich immer wieder der Satz: Ich habe es nicht anders gewollt. Ich habe es so gewollt. Zu all diesem habe ich Ja gesagt, nachdem ich einen Vorgeschmack darauf erhalten hatte, was mein Ja bedeutet.

"Wir brauchen etwas mehr Disziplin, das siehst du wohl ein. Etwas mehr Respekt." (Ja.) "Du wirst mich in Zukunft siezen und mit Herr oder Meister anreden." (Unmöglich, so unvorstellbar wie das Danke für Schläge.) "Du wirst dich in Zukunft nicht mehr ohne Erlaubnis von mir auf einen Stuhl, dein Sofa, dein Bett oder deinen Tisch setzen, sondern nur noch auf den Boden. Hast du mich verstanden?"

"Ja." (Ja, Herr.)

"Du wirst mich fragen, ob du auf die Toilette gehen darfst."

"Ja." (Ja, Herr.)

"Du darfst mich normal begrüßen, wie du es immer tust, aber dann wirst du als erstes vor mir niederknien. Ist das klar?"

"Ja." (Ja, Herr.)

"Und jetzt bitte wiederholen."

Ich wiederhole, und er verleiht den neuen Anforderungen mit seinem Gürtel soviel Nachdruck, wie es die Anwesenheit meiner beiden Mitbewohnerinnen zuläßt, die durch die nicht verschließbare Tür keine Schreie hören dürfen. Und trotz dieser Warnung gebe ich ihm anschließend eine kleine Kostprobe von meiner Fähigkeit, Sätze so zu formulieren, daß eine Anrede darin nicht vorkommt. Er ist zu intelligent, um es nicht sofort zu merken, aber Aljas und Karins Stimmen im Flur gewähren mir Schutz vor drastischeren Sanktionen. Außerdem muß er auch schon wieder gehen. Er steht auf, und ich tue es ihm gleich. Es geschieht automatisch. "Wer hat dir das erlaubt?" Kalt, ungeduldig, wütend. Ich werde rot. Ich kann nicht entscheiden, wann die Situation vorüber ist. Vielleicht wird sie jetzt nie mehr vorüber sein, bevor er die Wohnung verlassen hat. Ich verstumme und schäme mich plötzlich für ein Stück nackter Haut, das unter meinem Kleid sichtbar ist, als ich jetzt wieder auf dem Boden knie.

"Du bist klug genug, um einschätzen zu können, wann du zu fragen hast, bevor du etwas tust", sagt er. "Du kannst jetzt aufstehen", sagt er und zeigt auf seinen Mantel, den ich hole und in den ich ihm hineinhelfe, ohne darüber nachzudenken, denn mein Kopf ist voller anderer Gedanken. Ich bringe ihn zur Tür. An dieser Tür werde ich ihn auch wieder begrüßen, ein leicht spöttisches Hallo und eine Umarmung wie immer, dann werde ich vor ihm niederknien, dann werde ich fragen: "Darf ich Ihnen Ihren Mantel abnehmen, Herr?", "Darf ich Ihnen etwas zu trinken bringen, Meister?", "Darf ich Ihnen ein Stück Schokolade anbieten, Herr?", und: "Möchten Sie heute wieder ein Bad nehmen, Herr?"

Werde ich? Noch bin ich M., nicht O.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die ganze Härte der Liebe 20. Februar 2002
Ich finde dieses Buch sehr faszinierend. Es war mein erstes dieser Richtung was ich gelesen habe. Viele Textpassagen beschreiben meine eigenen Gefühle und Gedanken so wohl als auch Empfindungen.
....Jedenfalls ist es hier, wie es sein sollte: die Persönlichkeit eines Menschen ist es, die seinen Körper anderen schön erscheinen lässt, die symtathische Ausstrahlung bewirkt im Vorfeld, was man sonst nur der Liebe nachsagt: Blindheit gegenüber allen objektiven wahrnehmbaren Fehlern......
Dieses Buch ist für Dom's und Sub's auf alle Fälle empfehlenswert!!!!
Grausam, zärtlich, erotisch beschreibt es die Tücken und das Gefallen des Sklaventums und des Masochismus.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch welches trifft 19. Juni 2001
Von Ein Kunde
Nicht der Stil, der Inhalt ist es. Es trifft, das Buch. Die Gefühle sind echt, man glaubt es ihr. Es macht Lust, gerade eben noch, doch schon im nächsten Satz beginnt es zu schmerzen. Ja, so ist es, bekennt meine Partnerin. Und auch ich habe mich wiedererkannt.
Ich habe viel über SM gelesen. Dies ist das Buch welches mich mit am stärksten berührt hat. Dank an die Autorin, dass sie es erlaubt hat so tief, weit über die üblichen Grenzen hinaus, in ihre Seele schauen zu lassen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar 15. Juli 2004
Von quehombre
erschütternd, bewegend, genau, berührend, nachvollziehbar, authentisch... das tagebuch einer starken selbstbewußten jungen frau, die dem geliebten mann bis zur selbstaufgabe in die sklaverei folgt.
seit der geschichte der o - und das ist ja schon eine weile her - warte ich auf einen weiteren bzw. "den" großen SM-roman. ob es ihn je geben wird? "der liebe ganze härte" kommt diesem wunschtraum immerhin näher als alles, was ich bisher zum thema gelesen habe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend 20. April 2010
Hier ein Buch, das sich von den Fantasie-Produkten abhebt, weil es Reales schildert und schon deswegen einen Sonderpunkt verdient. Gibt es was Faszinierenderes als das wirkliche Leben?

Marie ist eine masochistisch veranlagte Jurastudentin. Sie trifft D. und unterschreibt schon nach kurzer Zeit einen Sklavenvertrag. Genau genommen: sie schreibt ihn von Hand ab und übergibt damit die Herrschaft an D., einem verheirateten Banker, der weit weg wohnt und sie nur sporadisch sehen kann. Das in etwa der äussere Rahmen.

Sie schreibt in Tagebuchform, und sie schreibt in einem eigenwilligen Stil, ausserhalb von gängigen Erzähl- und Stil-Konventionen. Aber dieser eigenwillige, etwas störrische Stil spiegelt etwas von ihrem Charakter und ist somit Teil der Geschichte. Ich finde es gut, dass sie diesen eigenen Stil beibehalten hat, und wenn man aufmerksam liest, findet man einige gut gelungene Passagen, die in Hörbuchform erst richtig zur Geltung kämen.

MJ kämpft und kämpft, sie ist aufsässig, störrisch, renitent, widersetzt sich wiederholt den Anweisungen von D. Einerseits will sie sich unterwerfen und fallen lassen, auf der anderen Seite ist sie stolz auf ihren Stolz und ihre Fähigkeit, viel auszuhalten. "Er soll mich nicht schwach sehen." So viel Stolz und Widerstand - und so wird sie wiederholt und konsequent von D. gezüchtigt, der ihre herausfordernde Art nicht durchgehen lassen kann und der spürt, dass sie gar nicht will, dass er sie durchgehen lässt. Trotz ihres Widerstandes erneuert sie den Vertrag mit D. nach kurzer Zeit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Geschichte, Mau erzählt. 30. März 2001
Von Ein Kunde
Sehr zwiespältig mein Urteil: ich finde die Geschichte hochinteressant und empfehle sie inhaltlich von Herzen. Allerdings fand ich sie schlecht, fast klischeehaft kitschig erzählt.Aber das ist Geschmackssache.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch 6. Januar 2000
Von Ein Kunde
Eine phantastische Zusammenfassung von Gedanken und Gefühlen. Hier wird sich wohl jede Masochistin mehr oder weniger wiederfinden. Interessant war für mich, daß auch andere Frauen mit den gleichen "Konflikten" zu kämpfen haben. Ich habe dieses Buch "verschlungen".
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig 23. Februar 2002
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf
Dieses Buch hat mich zutiefst berührt.Maries Beschreibung ihrer Gefühle zu ihrem Herrn,die sie nicht haben will und darf,kann ich absolut nachvollziehen.Und im Grunde ist sie selber die Sadistin,die sich selber mit ihren Empfindungen quält,und dennoch nicht die Kraft hat,sich von ihrem Herrn zu trennen.
Der seelische Schmerz in dieser Geschichte ist viel schwerwiegender als der Körperliche.
Ich habe mich in dieser Geschichte selbst wieder erkannt und ich denke,das wird fast jeder,der dieses Buch liest.Es ist absolut empfehlenswert und das Beste,das ich je gelesen habe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit Spannung gelesen... 17. Mai 2003
Von Ein Kunde
Ein Tagebuch, das die Gefühle einer Masochistin aufs Deutlichste beschreibt,...ehrlich, direkt, manchmal beklemmend, erschreckend und doch irgendwie so aussergewöhnlich, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Auch bei der Sprachwahl ging die Verfasserin nicht zimperlich um.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Zu anstrengend
Ich persönlich fand dieses Buch sehr anstrengend zu lesen, ab so ca. Mitte ging es dann langsam besser. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von A. Nier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Authentisch und berührend
In der ganzen Flut von sogenannter Erotik und S/M LIteratur gehen solche kleinen Meisterwerke leider oft unter. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2012 von Elisabeth Marquardt
5.0 von 5 Sternen Der Liebe ganze Härte
Das Tagebuch einer stolzen Frau die durch ihre Maso-Veranlagung in die Szene der BDSM gelangt, dort ihren Meister für drei einhalb Monate findet und über Erniedrigung und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. April 2010 von Ernestine Baumann
5.0 von 5 Sternen Erschütternd und faszinierend
Nachdem ich einige SM Geschichten gelesen hatte wollte ich eine Autobiografie ausprobieren und habe mich für Der Liebe ganze Härte entschieden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2008 von Libella
1.0 von 5 Sternen Sehr langweilig und pseudointellektuell
Im Großen und Ganzen passiert in dem Buch ... nichts. Die Hauptakteurin erzählt uns Seite für Seite, wie und warum sie ist, wie sie ist, warum sie sich so furchtbar... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. August 2007 von AJ
5.0 von 5 Sternen Komisch
Es ist bestimmt kein Buch das erscheint als ob es einen Preis gewinnen könnte.
Trotzdem. Ich habe es seit ca. Lesen Sie weiter...
Am 22. Juni 2004 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Anregende Lektüre
Am Anfang war ich total begeistert von diesem Buch, konnte es kaum noch aus den Händen legen. Es liegen schöne lange Stunden hinter mir... Lesen Sie weiter...
Am 22. Februar 2003 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen der liebe ganze härte
wer phantasie besitzt,dem empfehle ich dieses buch.konnte mich beim lesen gut mit dem inhalt selbst indentifizieren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Februar 2003 von katja
5.0 von 5 Sternen Ohne rosa Brille
Es war das erste Buch welches ich im Bezug auf BDSM gelesen habe. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2002 von Blick
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