Eine alternde Frau schreibt Briefe an die Nichte ihres Liebhabers. Zuerst sind nur die glücklichen Tage erwähnt, die das Kind auch miterlebt hat.Und dann ziehen die Wolken. Der Mann ist Musiker und viel jünger als sie.Er kennt andere Frauen, sie schließt die Augen.Langsam wird aus der großen Liebe eine tiefe Freundschaft. Das Ganze klingt ein bißchen antiquiert und sentimental. Es dürfte zum Teil autobiographisch sein und die Autorin scheut nicht, ihre intimsten Regungen und Gefühle bloßzulegen, was manchmal peinlich, manchmal faszinierend wirkt. Alles ist sehr feinfühlig beschrieben, es gibt großartige Seiten über die Natur und die Musik. In einem Wort: irritierend und trotzdem empfehlenswert!