Nach
Lichtspur war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung Lichtjagd und, um es kurz zu machen, bin hiervon enttäuscht.
Was hat Moriarty nur aus diesem gut begonnenen Thema gemacht? Beziehungskrisen, einen extrapolierten Krieg zwischen Israel und Palästina und eine galaktische Verschwörung - und all das könnte man als Inhaltsangabe in drei Sätze packen, wenn dann nicht der Rest der ohnehin kaum vorhandenen Spannung beseitigt würde. Lediglich die Rückblicke auf eine planetare Erkundungsmission lassen gelegentlich das aufblitzen, was ich an Lichtspur gemocht habe.
Dabei lese ich gerne auch anspruchsvolle und schwierige Science Fiction (und nur Leser mit solchen Interessen sollten es auch erwägen, diesen Roman zu lesen) und nicht nur die üblichen Space Operas. Doch auch dabei erwarte ich, das zumindest ein Handlungsstrang erkennbar und konsequent fortentwickelt wird. Hier gibt es zwei Handlungsstränge, einen in Palästina (und das ist der mit der Tendenz zu unerträglicher Schwafelei) und einen im Rückblick auf einem unbekannten Planeten. Dieser zweite hat ganz interessante Ansätze, geht aber auch in den völlig aufgeblähten Beziehungsdramen unter.
Da die Inhaltsangabe von Amazon nicht sehr hilfreich ist, sei der Hinweis erlaubt, das dieser Roman vom Stil her wohl ein Thriller sein soll und Li in diesem Roman nicht mehr bei der UN ist - darum geht es in diesem Roman überhaupt nicht mehr.