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Wenn die Lichter ausgehen. Geschichten aus dem Dritten Reich
 
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Wenn die Lichter ausgehen. Geschichten aus dem Dritten Reich [Taschenbuch]

Erika Mann , Ernst-Georg Richter
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 9,90  
Taschenbuch, 2005 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 314 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 2 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498044966
  • ISBN-13: 978-3498044961
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 779.189 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Erika Mann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Alle Geschichten aus Erika Manns Zyklus arbeiten mit der Antithese von gesundem Menschenverstand und nationalsozialistischer Barbarei. Vieles am nationalsozialistischen Alltag ist lächerlich oder grotesk: die Fülle der sich widerstreitenden Bestimmungen, die offenkundig inkompetenten, aber linientreuen Repräsentanten; die Gründe, derentwegen man ins Gefängnis wandern konnte. Die Dummheit und mit ihr die Barbarei sind mit Hitler an die Macht gelangt. Er selbst und seine Anhänger sind bestenfalls schlechte Schauspieler, Schmierenkomödianten - und doch zugleich in ihrer primitiven Roheit eine Bedrohung für die Zivilisation insgesamt. (aus dem Nachwort von Irmela von der Lühe).

Über den Autor

Erika Mann, geb. 1905 in München, arbeitete zunächst als Schauspielerin und Journalistin. Anfang 1933 gründete sie in München das Kabarett "Die Pfeffermühle"; wenige Wochen später ging sie mit der gesamten Truppe ins Exil. Ab 1936 lebte sie überwiegend in den USA, als Vortragsrednerin und Publizistin. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte sie unter anderem an den Deutschland-Programmen der BBC mit und war Kriegsberichtserstatterin für die Alliierten. 1952 kehrte sie mit den Eltern zurück nach Europa. Am 27. August 1969 starb sie in Zürich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Prophetisch! 25. Februar 2005
Format:Taschenbuch
Wenn man die anfangs doch so harmlos anmutenden Szenen aus einer süddeutschen Kleinstadt während des Dritten Reichs liest, kann man fast nicht glauben, dass damals die allermeisten Menschen "nichts gewusst" haben...
Sicher hatte Erika Mann mit dem Blick aus dem Exil eine anders geschulte Wahrnehmung, dennoch sind die scheinbar zusammenhanglos aneinander gefügten Szenen von solcher Eindringlichkeit, dass das Grauen der Nazizeit sich dem Leser noch einmal von einer ganz neuen Seite offenbart. Wie ein schleichendes Gift, unter Missachtung jeglicher Menschlichkeit dringt der nationalsozialistische Terror in die privatesten Bereiche. Und all das beschreibt Erika Mann lakonisch, in einem fast schon Plauderton, dass der Leser wirklich betroffen ist.
Ein wichtiges Stück zeitgeschichtlicher Literatur!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der alltägliche Wahnsinn 3. August 2008
Format:Taschenbuch
Eine Sammlung von lose miteinander verknüpften Geschichten, die nach Hitlers Machtergreifung spielen.
Das Buch erschien schon 1940 in New York und London, und 2005 erst in Deutschland in einer Rückübersetzung aus dem Englischen.
Wenn man diese Geschichten so liest, dann fragt man sich, in welcher Angststarre oder geistigen Umnachtung sich die Deutschen eigentlich befunden haben müssen, daß sie gegen dieses Regime nicht vorgegangen sind.
Erika Mann beschreibt hier nicht die Grausamkeiten, die in den Konzentrationslagern und an anderen Völkern begangen wurden, sie schreibt über den alltäglichen Wahnsinn.
Sie schreibt über die Reglementierungen, mit denen die Nazis noch in die kleinsten Bereiche privaten Lebens eingriffen, und die Idiotie, die sie dabei an den Tag legten.
Die Antwort auf die Frage ' warum haben die Deutschen sich von Irren regieren lassen, in deren Köpfen sämtliche Lichter ausgegangen waren ' gibt Erika Mann in Kapitel 9 (Auf ärztliche Anweisung) übrigens indirekt selbst.
Der Einzelne hat sich so lange nicht für die Machenschaften der Politik interessiert, wie er nicht persönlich behelligt wurde. Wurde er dann aber behelligt, und das passierte früher oder später jedem, auch und besonders in seinen privaten Belangen, war der Zeitpunkt verpaßt, noch etwas dagegen ausrichten zu können.
Wehret den Anfängen, hätte hier allen weitergeholfen.
Erika Mann läßt nicht aus, daß es durchaus einzelne Wehrige gab.
Trotz des poetischen Titels ist das Buch nicht unbedingt literarisch zu nennen. Es kommt in großen Teilen journalistisch daher. Manchmal mutet die Sprache, auch für 1940, etwas altertümlich, oder zumindest altmodisch und betulich an, insbesondere in den ersten Geschichten. Diese Betulichkeit ist nicht nur dem Schauplatz der kleinen Stadt geschuldet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolles Buch! 30. September 2008
Von TW
Format:Taschenbuch
Gut geschrieben. Besonders gefallen hat mir die Zusammenstellung realer Ereignissen und Schicksale in dieser komprimierten Form. Die Quellenangaben von Erika Mann wurden für die dt. Ausgabe nochmals verifiziert und damit belegt, dass es sich um Tatsachenberichte handelt. Die sprachliche Darstellung ist etwas einfach und schnörkellos, aber vielleicht wirkt das Werk gerade deshalb so faszinierend.
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