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Lichter im Dunkel: Flucht und Rettung eines jüdischen Ehepaares im Dritten Reich [Broschiert]

Gerda Riehm , Jörg Thierfelder , Max Krakauer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Kurzbeschreibung

24. Oktober 2007
Vom 29. Januar 1943 bis 23. April 1945 war das jüdische Ehepaar Ines und Max Krakauer auf der Flucht vor seinen Verfolgern durch das Deutschland des Dritten Reiches.
In einem ergreifenden Bericht schildert Max Krakauer die lebensbedrohende Odyssee, die ihn gemeinsam mit seiner Frau häufig auch getrennt von ihr unter schwierigsten Verhältnissen, ständig bedroht von Entdeckung und Festnahme, aber auch von mutigen, vielfach aus christlichem Gewissen handelnden Helfern unermüdlich unterstützt und verborgen gehalten, durch das damalige, vom Krieg gezeichnete Deutschland führte: von Berlin nach Pommern, von Pommern wieder zurück nach Berlin und von dort nach Württemberg.

27 lange Monate, 800 bange Tage, durch 66 Häuser, die den Verfolgten für kürzere oder längere Zeit Asyl boten, bis schließlich die um den 23. April in den Raum Stuttgart vordringenden amerikanischen Einheiten den ersehnten Tag der Rettung und Freiheit brachten.
Die Neuveröffentlichung des erstmals 1947 erschienenen bewegenden Buches wird ergänzt durch zahlreiche zeitgenössische Abbildungen, ein ausführliches Nachwort und einen Anhang mit Karten und einer Chronologie der Fluchtwege sowie einem ausführlichen Register.

Wird oft zusammen gekauft

Lichter im Dunkel: Flucht und Rettung eines jüdischen Ehepaares im Dritten Reich + »Versprich mir, dass du am Leben bleibst«: Ein jüdisches Schicksal
Preis für beide: EUR 18,90

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Über den Autor

Dr. Jörg Thierfelder ist Professor für Evangelische Theologie / Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus unserer Zeit heraus unvorstellbare Geschichte 8. April 2008
Format:Broschiert
Es sind in jüngerer Zeit immer wieder Geschichten von Juden aufgetaucht, die den Holocaust in irgendwelchen Verstecken überlebt haben. Diese hier - einer Odysse ähnlich - führt das Ehepaar Krakauer durch das Kriegsdeutschland. In ihrer Authentizität ist diese, nach dem unmittelbarem Erleben aufgeschriebene Geschichte, vermutlich einmalig. Dadurch geht sie "unter die Haut" - ähnlich dem bekannten "Tagebuch der Anne Frank". Erstaunlich ist es, das scheinbar hunderte Personen als Helfer beteiligt waren, diese 2-jährige Dauerflucht während des 2. Weltkrieges zu gestalten - ob als direkter Helfer oder als Familienanghörige der Helfer. Der Weg führt von Berlin zunächst nach Pommern und dann wieder zurück um danach im Großraum Stuttgart zu enden.

Trotz erheblicher Probleme fanden sich immer neue Unterkünfte, unter Risiken und Gefahren, die aus heutiger Sicht kaum vorstellbar erscheinen. Denn auch die Helfer brachten sich selbst und ihre Familien ja in Gefahr. Auch wenn es immer wieder Pfarrer waren die halfen, war auch die Kirche in diesem Fall machtlos. Aber es gab Lücken im kontrollierten Land, die sich ausnutzen liessen: Unkontrollierte Bummelzüge aber auch viele Menschen, die offensichtlich dem Wahn der herrschenden Ideologie nicht verfallen waren und versuchten im kleinen zu helfen, zu ermutigen und das wenige zu teilen, was da war, auch wenn sich die große Politik dadurch nicht ändern lies.

Es macht Mut, sich auch heute nicht ganz seinem Schicksal zu ergeben.
Insgesamt sehr berührend und spannend: Lesenswert !
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein spannendes Buch - 60 Jahre nach Kriegsende 7. Februar 2008
Format:Broschiert
Rezension Max Krakauer Lichter im Dunkel" Calwer Verlag 2007

Das Buch entdeckte ich zum ersten Mal vor knapp 25 Jahren. Im Jahr 1975 wurde in der Nationalen Gedenkstätte des Staates Israel in Yad Vashem ein Baum gepflanzt für das schwäbische Pfarrerehepaar Gertrud und Otto Mörike. Sie hatten, im Verbund mit anderen Pfarrfamilien, in den letzten beiden Kriegsjahren Juden in ihren Häusern versteckt und dadurch gerettet. Welch eine Hoffnungsgeschichte! Bisher hatte ich mehr von misslungenen Versuchen gehört, die Juden und Helfern das Leben kosteten.

Diese schier unglaubliche Fluchtodyssee konnte ich in dem authentischen Bericht des geretteten Max Krakauer nachlesen. Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los. Da lebten in meinem Umkreis noch viele dieser mutigen Retter, und kaum jemand ahnt etwas von dem Mut, mit dem sie der Hitlerdiktatur widerstanden. Die Namen der schwäbischen Orte, in denen die Krakauers versteckt wurden, hatten für mich nun einen neuen Klang bekommen.
Das Interesse an dem Buch wuchs: in den folgenden 10 Jahren erlebt Lichter im Dunkel" viele Neuauflagen.
Nun ist es in neuer Gestalt erschienen. Eine Landkarte erleichtert es dem Ortsunkundigen, die Länge der einzelnen Fluchtetappen zu erfassen. Die Helfer und Helferinnen werden endlich mit Namen genannt und auf Fotos aus der damaligen Zeit abgebildet . (Max Krakauer hatte beim Erscheinen 1946 für gut befunden, die Namen nur durch Anfangsbuchstaben anzudeuten). Der Fortlauf der Handlung erschließt sich so leichter.
Ein spannendes Buch, es hat nach 60 Jahren nichts an Aktualität verloren. Die handelnden Personen leben inzwischen nicht mehr. Aber ihre Kinder, die ja mit Krakauers zusammen am Familientisch saßen. Auch von ihrem Schweigen hing Leben und Tod so vieler Menschen ab. Sie können noch heute als Zeitzeugen berichten.
Ein Buch, das durch sein Erscheinen mitgeholfen hat, dass es den Juden im Staat Israel möglich wurde, auf Deutsche zuzugehen.
Es wird aktuell bleiben, denn es geht um Ängste, um Mut, um Hoffnung, um Kraft zum
Durchhalten.
Hildburg Raithelhuber
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Von Woche zu Woche wurde es schwerer ..." 30. März 2010
Von helmpr. TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Diese Geschichte muss unbedingt weitererzählt werden. Zur Erinnerung an eine bedrückende Zeit, zur Erinnerung an die Verzweiflung verfolgter Menschen, zur Erinnerung an Mut und Menschlichkeit inmitten einer unmenschlichen Welt. Max Krakauers Geschichte hat mich ergriffen, ja gepackt, auch wenn sie sich gleichsam nur von Rettungsinsel zu Rettungsinsel hinzieht, beinahe monoton von Wohnung zu Wohnung, von Pfarrhaus zu Pfarrhaus, auf lebensgefährlichen Wegen, stets umringt von potentiell gefährlichen Menschen und Situationen, oft kurz vor der Enttarnung. Einsame Fremdkörper in feindlicher Umgebung. Und von Woche zu Woche wurde es schwerer.

Der unmittelbar nach den Ereignissen aufgeschriebene, daher sehr authentische autobiographische Bericht lässt mich als Leser hautnah teilhaben an Angst und Sorge, Verzweiflung und Dankbarkeit. Und vor allem an Menschlichkeit aus christlicher Haltung, geübt von ganz normalen Menschen, die von ihrem Tun nicht viel Aufhebens gemacht haben. Sie haben einfach nur den Beistand geleistet, der akut notwendig war, um Leben zu retten. Oft unter Gefahr für Leib und Leben. Es gab schließlich Observation, Verhaftungen, KZ.

Erstaunt höre ich von so vielen Helferinnen und Helfern (sehr hoch übrigens der Anteil beherzter Frauen!), wie sichere Inseln im brutalen Meer des allgegenwärtigen Terrors. Von Kindern und Gemeindegliedern, die zum Handeln ihrer Eltern oder Pfarrersfamilien stehen. Alleinstehende Witwen oder "Fräuleins", die die Not sehen und über ihren Schatten springen, den der Angst und den der Vorurteile ihrer Zeit.

Das Buch ist augezeichnet redigiert. Bilder stellen die Beteiligten lebendig vor Augen, Karten und Listen helfen zur Orientierung, historische Hinweise in Vorwort und Nachwort ordnen das Geschehen in historische Abläufe ein. Dahinter steht eine enorm aufwendige, akribische Arbeit der Herausgeber.
Ein ganz großes Lob an alle Beteiligten! Und höchste Leseempfehlung.

Aber das letzte Wort soll Max Krakauer gehören:
"Möge das Beispiel der Barmherzigen dazu beitragen, die Menschen zu veranlassen zu helfen, wo andere in Not sind, selbstlos und mutig, wie uns geholfen wurde. Und sie können gewiss sein: Gottes Segen ruht auf solchen Taten."
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